Havaneser und Bologneser

Geschichte der Havaneser:

Für unsere hübschen kleinen Havaneserkinder suchen wir ab Mitte/Ende Februar ein liebvolles Zuhause bei verantwortungsbewussten Menschen.


Der Havaneser gehört zur Rassegruppe der Bichons. Zu seinen Verwandten zählen Malteser und Bologneser, also uralte Hunderassen.

Havaneser

Es wird angenommen, daß die Stammväter der Havaneser mit italienischen Schiffen nach Kuba kamen. Die Schiffskapitäne verwendeten die kleinen Luxusgeschöpfe als Mitbringsel für die Damen der feinen Gesellschaft und als „Türöffner“ für ihre Geschäftsbeziehungen. Die ersten Havaneser wurden damals als „Havana-Silk Dog“

(Havana´s Seidenhündchen) bezeichnet, nach Kubas Hauptstadt. Auf der Karibik-Insel, machten die kleinen Havaneser Karriere und wurden zum Symbol für Luxus. Solange, bis man sie aus Kuba verbannte – sie waren „lebendiges Symbol des Kapitalismus“.

Einigen Exilkubanern, die während der Kennedy-Ära nach Amerika flüchteten, gelang es jedoch ihre Hunde mitzunehmen. Dadurch konnte die Rasse gerettet werden.

1981 kamen die ersten beiden Havaneser von Amerika nach Deutschland.

Häufigkeit:

Im VDH werden jährlich ca. 300 Havaneser eingetragen.

Verwendung:

Sehr aufgeschlossener und freundlicher Familien- und Begleithund. Der Havaneser ist sehr gelehrig und deshalb auch ein As auf dem Agility- Parcour.

In früheren Zeiten wurden Havaneser in Wanderbühnen und im Zirkus angetroffen. Keinem anderen Hund konnte man so leicht Kunststückchen beibringen.

Standard:

Der Havaneser ist ein kleiner, kräftiger, niederläufiger Hund von leicht rechteckigem Format. Gewicht: ca. 3,5 bis 7 kg, Widerristhöhe: 21 bis 29 cm, Kopf: Oberkopf ist breit und flach, der Stop mäßig ausgeprägt, Fang verjüngt sich leicht gegen den Nasenschwamm, der Nasenschwamm muß schwarz sein. Ein vollzahniges Scherengebiß wird erwünscht. Augen: Groß und dunkelbraun, mandelförmig mit schwarzem Lidpigment und freundlichem Ausdruck.

Ohren: Hoch angesetzte, relativ spitze Hängeohren. Gebäude: Die Länge des Körpers übertrifft um Weniges die Widerristhöhe, gerade Rückenlinie mit abfallender Kruppe, Rute hoch über dem Rücken getragen mit langer, seidiger Befederung. Die Brust soll breit und tief sein.

Bewegung: Ist beim Havaneser seinem Wesen entsprechend auffällig leichtfüßig und flink mit gerade nach vorn gerichteten Vorderläufen, die Hinterläufe sorgen in gerader Linie für den nötigen Schub.

Haarkleid: Das wollene Unterhaar ist schwach entwickelt, das Deckhaar ist lang (jedoch nicht bodenlang). Es soll weich sein und glatt oder leicht gewellt. Sein seidiges Haarkleid verleiht dem Havaneser eine große Eleganz und außergewöhnliche Vornehmheit. Der Havaneser hat keinen saisonbedingten Haarwechsel. Farben: selten reinweiß oder ganz schwarz, meist beige in allen Schattierungen, braun, grau, anthrazit oder weiß mit großen oder kleinen Abzeichen in den zuvor genannten Farbtönen. Seit Dezember 1996 (neuer FCI-Standard) ist auch schwarz-weiß und schwarz erlaubt.

Charakter und Eigenschaften:

Der Havaneser ist außergewöhnlich intelligent und durch seine stets wache Neugierde sehr leicht zu erziehen. Mit seinem offenen Wesen und seinem unwiderstehlichen Charme erobert er im Sturm jedes Herz und wird sehr bald der Mittelpunkt jeder Familie. Havaneser sind sehr aufgeweckt, liebevoll und fröhlich. Ihre spielerische, kameradschaftliche und drollige Art macht ihn zum absoluten Liebling aller größeren Kinder. Er tobt sozusagen mit Kindern um die Wette und möchte unentwegt mit ihnen spielen. Der Havaneser paßt sich im Verhalten und im Bewegungsbedürfnis seinem Menschen an. Er kann sich auf besondere Weise still zurückziehen und auf der anderen Seite tobt er gern, ist sportlich und begeistert bei Spaziergängen und Wanderungen dabei.

Der Havaneser ist sehr auf „seine“ Familie bezogen und ist glücklich, wenn er als vollwertiges Familienmitglied aufgenommen wird.

Besonderheiten:

Besonderes Augenmerk muß auf die Pflege des Haarkleides gerichtet werden. Ein gründliches Bürsten und Kämmen mindestens alle zwei Tage wird bis zu einem Alter von ca. 2 Jahren empfohlen. Das Haarkleid befindet sich in dieser Zeit in der Entwicklung und neigt oft zu Verfilzungen. Später genügt ein Bürsten zweimal pro Woche. Bei Havanesern, die zu Tränenfluß neigen, ist auf die Pflege der Augen zu achten. Die Lebenserwartung liegt realistisch bei etwa 12 bis 15 Jahren.

Bologneser

Bologneser Hündin

Der Bologneser ist der Bichon Italiens. Seine Ursprünge verschmelzen mit denen des Maltesers. Schon in sehr frühen Zeiten als zierlicher intelligenter Luxushund  des gehobenen Damenstandes gehalten. Zu römischer Zeit zählte er zu den hochgeschätzten Geschenken der Mächtigen dieser Welt. Cosimo de Medici (1389-1464) brachte 8 Bologneser mit nach Brüssel, um sie an den belgischen Adel zu verschenken. Phillip II König von Spanien (1556-1598) erhielt vom Herzog von Este zwei Bologneser zum Geschenk.

Er bedankte sich mit den Worten, diese beiden Hunde seien „das königlichste Geschenk, das man einem Kaiser machen könne“. Bologneser sind auf Gemälden von Titian, Pieter Breugel d.Ä. und Goya zu finden.

Viele große Namen sind an die ruhmvolle Geschichte des Bolognesers geknüpft: Marquise de Pompadour (1721-1764), Katharina die Große von Rußland (1729-1796), die österreichische Kaiserin Maria Theresia. Auch der Ex-König von Italien, Umberto II. von Savoyen, überreichte der Prinzessin Jose von Belgien einen Bologneser.

In der ehemaligen DDR erfreuten sich die Bologneser großer Beliebtheit.

Nach der Wiedervereinigung wurden die östlichen Zuchtbestände von unserem Verband übernommen und stellen heute eine wertvolle Blutauffrischung für die bis dahin aus sehr wenigen Hunden bestehende Zuchtbasis dar.

Der Bologneser ist heute sehr selten. Es gibt in Westeuropa nur einige Züchter, die alles daran setzen, um den Bologneser vor dem Untergang zu bewahren.

Häufigkeit

Im VDH werden jährlich ca. 100 Welpen eingetragen.

Verwendung

Reizender, fröhlicher Begleit- und Familienhund anhänglich und anschmiegsam, manchmal etwas ernst. Aggressionen kennen diese kleinen weißen Kerlchen nicht. Der Bologneser ist trotz seiner Wachsamkeit kein Kläffer.

Standard:

Kleiner, quadratisch gebauter Hund, mit gedrungenem, kompakten Rumpf. Gewicht: 2,5 bis 4 Kg, Widerristhöhe 25 bis 30 cm. Kopf: Leicht eiförmig, im oberen Teil flach, nahezu quadratischer Fang mit unbedingt schwarzem Nasenschwamm. Große, runde, nicht hervortretende Augen mit schwarzen Lidrändern. Hoch angesetzte, lang herabhängende Ohren, vollzahniges Scherengebiß. Gebäude: Die Länge des Rumpfes, gemessen zwischen der Schulterspitze und dem Sitzbeinhöcker, entspricht der Widerristhöhe, gerade Rückenlinie, tiefe, geräumige Brust, hochangesetzte Rute, die sich fröhlich über dem Rücken krümmt. Bewegung: Frei und energisch, wobei der Kopf edel und vornehm getragen werden soll. Haarkleid: Vom Kopf bis zur Rute, von der Rückenlinie bis zu den Pfoten am ganzen Körper lang, weich fallend, nicht anliegend sondern flockig, ausschließlich von reinweißer Farbe.

Charakter und Eigenschaften:

Der Bologneser ist äußerst intelligent und seinem Herrn oder seiner Familie sehr zugetan und treu ergeben. Mit seinem reizenden, fröhlichen Wesen und seiner sehr anhänglichen und anschmiegsamen Art erobert er sofort jedes Herz. Fremden gegenüber verhält er sich meist zurückhaltend. Er kann sich sogar in einen wütenden Bewacher des Hauses verwandeln ohne dabei jedoch in dauerndes Kläffen zu verfallen. Er ist sehr unternehmungslustig und gelehrig. Für größere Kinder ist der Bologneser ein richtiger kleiner Spielkamerad. Trotz seiner geringen Größe ist er ein robuster und unempfindlicher Hund.

Besonderheiten

Der Bologneser ist, wie alle weißen Hündchen etwas pflegeintensiver. Gründliches Bürsten und Kämmen des locker und flockig fallenden Haarkleides wird 2-3 mal die Woche empfohlen.

Es ist besonders wichtig, schon die Welpen an die Pflegeprozedur zu gewöhnen, dann lernen sie es spielend, stillzuhalten und werden die Pflege später genießen.

Die Pflege der Augen ist von besonderer Wichtigkeit, um häßliche Tränenspuren zu vermeiden oder zu mindern.

Eine Lebenserwartung von 12 Jahren ist realistisch, aber Bologneser können durchaus auch ein Alter von bis zu 16 Jahren erreichen.

SANDRA BLOCK
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