Auf einen Blick: Hunde sind – anders als Kleintiere wie Kaninchen oder Katzen – nicht über die Privat-Haftpflicht des Besitzers mitversichert und benötigen eine eigene Hundehaftpflichtversicherung, denn ein durch den Hund verursachter Schaden kann schnell im sechsstelligen Bereich landen.
Als Kampfhunde eingestufte Rassen werden dabei oft gar nicht oder nur zu höheren Tarifen versichert. Eine Krankenversicherung für Hunde kostet je nach Leistung, Größe und Alter etwa 60 bis 700 Euro im Jahr, wobei Beiträge steigen und Verträge gekündigt werden können.
Als Alternative empfiehlt die Autorin, monatlich einen Betrag zurückzulegen, sowie eine OP-Versicherung; für die Ferienzeit reicht die übliche Hundehaftpflicht.
Die meisten Deutschen sind gegen alles und jeden versichert, aber ihren Hund vergessen sie dabei meistens. Das kann ein fataler Fehler sein!
Die Hundeversicherung
Kleintiere, wie Kaninchen, Wellensittich und Katzen, sind über die Privat-Haftpflichtversicherung ihres Besitzers mitversichert, für Hunde gilt dieser Schutz nicht. Ebenso wie Pferde benötigen Hunde eine eigene Haftpflichtversicherung, denn ein durch einen Hund verursachter Schaden kann ohne weiteres in horrenden Summen enden.
Ein Beispiel:
Sie laufen mit ihrem Hund an der Straße, als dieser sich plötzlich losreißt und über die Straße rennt. Unglücklicherweise kommt in diesem Moment ein Linienbus angefahren, weicht aus und gerät in den Gegenverkehr.
Abgesehen vom materiellen Schaden, muss der Hundehalter auch für alle weiteren Schäden und evtl. auch für deren Folgen gerade stehen. In einem solch extremen Fall kann die Schadenssumme schnell im sechsstelligen Bereich landen.

Wie bei allen anderen Haftpflichtversicherungen gilt auch bei der Hundehaftpflicht, je höher die Deckungssumme, desto besser.
Einen meiner Meinung nach unfairen Punkt darf man bei der Hundehaftpflichtversicherung nicht außer Acht lassen.
Hunderassen, die unter die Kategorie Kampfhunde fallen, werden entweder gar nicht versichert oder es gelten für sie wie bei der Hundesteuer höhere Tarife, egal wie lieb und unauffällig sie auch sein sollten!
Krankenversicherung für Hunde
Eine Krankenversicherung für Hunde lässt sich nicht mit der Krankenversicherung eines Menschen vergleichen. In Deutschland gibt es nur eine handvoll Versicherungsanbieter, deren Leistungsangebot breit gefächert ist. Die Angebote reichen von Kostenersatz nach Operationen bis zum umfassenden Komplettschutz inklusive Übernahme von Impfungen und Wurmkuren.
Die Versicherungskosten liegen zwischen circa 60 Euro bis zu 700 Euro im Jahr, allerdings kann die Versicherung die Beiträge auch jederzeit erhöhen.
Das ist ein Aspekt, den der Tierhalter unbedingt vorher wissen sollte. Zudem staffeln sich Beitrage je nach Größe und Alter, Vorerkrankungen werden evtl. der Versicherung ausgeschlossen.
Beim Abschluss einer Krankenversicherung sollten Sie zudem unbedingt darauf, welcher „Satz“ gezahlt wird. Denn je nach Lage der Praxis können Tierärzte den ein- bis dreifachen Satz der tierärztlichen Gebührenordnung berechnen.
Wie bei anderen Versicherung auch, behält sich der Krankenversicherer ihres Hundes sich vor, die Versicherung zu kündigen, wenn das Tier zum Beispiel zu oft krank ist. Das ist rechtens und eine Klage dagegen lohnt in den meisten Fällen nicht.
Alternative zur Krankenversicherung
Mein Tipp und eine sicherlich gute Alternative zur Krankenversicherung, legen Sie sich jeden Monat einen kleinen Beitrag an die Seite (z.B.: 20 €) und sparen Sie so für die Zeiten, in denen Ihr Hund krank ist. Um sich gegen die Kosten einer größeren Operation abzusichern, gibt es die Möglichkeit einer OP-Unfallversicherung.

Hundelebensversicherung:
Ein Aprilscherz? Nein, es gibt sie wirklich. Mit eingezahlten Jahresbeiträgen wird nach dem Tod des Tieres eine bestimmte Summe angespart, die dann nach dem Ableben des Tieres ausgezahlt wird. Der Experte Schmidt-Kasparek, empfiehlt dieses Produkt eher nicht.
Für die Ferienzeit brauchen Hunde keine zusätzliche Versicherung, denn wenn Sie mit Ihrem Hund verreisen, reicht die übliche Hundehaftpflichtversicherung.
Häufige Fragen
Ist eine Hundehaftpflichtversicherung notwendig?
Ja. Hunde sind nicht über die Privat-Haftpflicht des Besitzers mitversichert und brauchen eine eigene Haftpflicht, denn ein verursachter Schaden kann schnell im sechsstelligen Bereich landen.
Was kostet eine Krankenversicherung für Hunde?
Die Kosten liegen je nach Leistung zwischen circa 60 und 700 Euro im Jahr. Beiträge staffeln sich nach Größe und Alter, können erhöht werden, und Vorerkrankungen sind eventuell ausgeschlossen.
Gibt es eine Alternative zur Krankenversicherung?
Die Autorin empfiehlt, monatlich einen kleinen Betrag (z. B. 20 Euro) zurückzulegen. Gegen die Kosten größerer Operationen gibt es zusätzlich die Möglichkeit einer OP-Versicherung.
Braucht mein Hund für den Urlaub eine Extra-Versicherung?
Nein. Für die Ferienzeit brauchen Hunde keine zusätzliche Versicherung; wenn Sie mit Ihrem Hund verreisen, reicht die übliche Hundehaftpflichtversicherung.
