Auf einen Blick: Die Demodex-Milbe (Demodex canis) ist ein mikroskopisch kleiner Parasit, der vor allem in den Haarfollikeln des Hundes lebt und einen Lebenszyklus von rund 30 Tagen hat. Die Hündin überträgt die Milbe in den ersten zwei bis drei Lebenstagen durch engen Kontakt auf ihre Welpen, doch nur ein Teil der Tiere entwickelt später eine Demodikose, die durch ein geschwächtes Immunsystem begünstigt wird. Symptome sind Haarausfall, juckende oder schmerzhafte Haut und bakterielle Hautinfektionen; die lokalisierte Form heilt in rund 90 Prozent der Fälle von selbst, während die generalisierte Form eine langwierige Behandlung erfordert. Andere Tierarten und Menschen werden von der Demodex-Milbe des Hundes nicht angesteckt.
Sie ist mikroskopisch klein, lebt und vermehrt sich vor allem in den Haarbälgen oder Haarfollikeln – „Demodex canis“, die Demodex Milbe. Mit einem Lebenszyklus von ungefähr 30 Tagen (vom Ei bis zur erwachsenen Milbe) lebt sie auf ihrem Wirt von Haarzellen, Plasma und Blut.Übertragung
Durch engen Kontakt mit ihren Welpen überträgt die Hündin die Demodex-Milbe in den ersten 2-3 Lebenstagen ihres Wurfes. Aber nur ein kleiner Teil der Nachkommen entwickelt im späteren Leben eine Demodikose, wie der Befall mit den Milben in der Tiermedizin bezeichnet wird. Der Krankheitsausbruch benötigt neben der Ansteckung noch weitere begünstigende Faktoren. So wurde beobachtet, dass Hunde mit angeborener Abwehrschwäche besonders häufig befallen werden. Andere Tierarten und Menschen werden von der Demodex-Milbe des Hundes nicht angesteckt.Symptome
Die Demodikose zeigt sehr unterschiedliche Erscheinungsformen. Befallene Hunde leiden unter Haarausfall, schmerzhafter oder juckender Haut und bakteriellen Hautinfektionen. Eine relativ typische Erscheinungsform der Demodikose, ist die „Demodex Brille„. Gemeint ist damit ein Haarausfall, der rund um die Augen verläuft.
Diagnose und Therapie
Bei Hautauffälligkeiten, die auf eine Demodikose hinweisen, ist der Gang zum Tierarzt unausweichlich. Mit einem Spatel oder scharfen Löffel entnimmt der Tierarzt aus den oberen Hautschichten ein Hautgeschabsel. Unter dem Mikroskop lassen sich die Milben sehr gut erkennen, in einigen Fällen ist aber auch eine Hautbiopsie für eine Diagnose nötig. Dabei wird ein kleines Hautstück chirurgisch entnommen und histologisch beurteilt. Kann die Ursache für die Schwächung des Immunsystems ausgemacht werden, sind die Erfolgsaussichten viel höher als bei einem nicht auffinden der Ursache.Die Behandlung einer Demodikose ist langwierig und kann Wochen oder Monate in Anspruch nehmen kann.
Therapieerfolg
Der Therapieerfolg liegt etwa bei 90%, aber trotz der neuen Behandlungsmethoden gibt es immer wieder Fälle, die in Abständen wiederkehren. Grund dafür ist in den meisten Fällen eine unsachgemäße, inkonsequente oder zu früh abgesetzte Behandlung.Häufige Fragen
Wie wird die Demodex-Milbe übertragen?
Die Hündin überträgt die Demodex-Milbe durch engen Kontakt in den ersten zwei bis drei Lebenstagen auf ihre Welpen. Andere Tierarten und Menschen werden von der Demodex-Milbe des Hundes nicht angesteckt.
Welche Symptome zeigt eine Demodikose?
Betroffene Hunde leiden unter Haarausfall, schmerzhafter oder juckender Haut und bakteriellen Hautinfektionen. Eine typische Form ist die „Demodex-Brille“, ein Haarausfall rund um die Augen.
Muss eine Demodikose immer behandelt werden?
Die lokalisierte Form heilt in etwa 90 Prozent der Fälle auch ohne Behandlung ab. Nur rund 10 Prozent der Tiere entwickeln die generalisierte Form, bei der nach der Grundursache für das geschwächte Immunsystem gesucht werden muss.
Wie wird eine Demodikose diagnostiziert?
Der Tierarzt entnimmt mit einem Spatel oder scharfen Löffel ein Hautgeschabsel, in dem die Milben unter dem Mikroskop erkennbar sind. In einigen Fällen ist zusätzlich eine Hautbiopsie nötig.
