labrador welpen vom züchter

Der Ursprung des Labradors

Entgegen seines Namens stammt der Labrador Retriever nicht von den Küsten der Insel Labrador, sondern findet seinen Ursprung in Neufundland. Nach heutigem Stand, stammt der Labrador vom kleinen St. John’s Water Dog ab der im Süden Neufundlands vorkam.

Labrador Retriever: Sportskanone mit Familiensinn (GU Tierratgeber)
  • Katharina Schlegl-Kofler
  • Herausgeber: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
  • Auflage Nr. 4 (06.02.2016)
  • Taschenbuch: 64 Seiten

Letzte Aktualisierung am 18.12.2018


Seine große Wasserliebe und angeborene Apportierfreude, machten ihn zu einem wichtigen Helfer der einheimischen Fischer. Die Aufgabe des Water Dogs war es, verloren gegangenen Fisch oder ein abgetriebenes Fischernetz zu apportieren (engl. to retrieve). Ferner sollte er auf der Jagd Wassergeflügel aufstöbern und erlegtes Wild apportieren.

Der Autor des Buches „The Labrador Retriever – The History – The People“, Richard A. Wolters, beschreibt eindrucksvoll dessen Suche nach den Wurzeln dieses außergewöhnlichen Hundes. Anfang des 19. Jahrhunderts kamen die ersten St. John’s Hunde durch den unermüdlichen Seehandel zwischen Neufundland und der Hafenstadt Poole Harbour nach England.

© NP-Fotografie - Fotolia.com
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Der Earl of Malmesbury (1778-1841) kaufte sie den Fischern ab und benannte die schwarzen Hunde nach deren Heimat an der kandischen Küste Labradors. Der Earl war maßgeblich an dem Import und der Verbreitung des Labradors auf englischem Boden beteiligt. Bald waren die Hunde in ganz Großbritannien als herausragende Apporteure bekannt, sei es im Wasser als auch an Land.

Die Rasse selbst wurde erst im Jahr 1904 vom englischen Kennel Club anerkannt, aber eine Reihe angesehener Aristokraten hatten bereits vorher seine Qualitäten erkannt und züchteten die Retriever als Experten für die Arbeit nach dem Schuss. Bei der Jagd bestand die Aufgabe des Hundes darin, dem Jäger ruhig und aufmerksam zu folgen und erst nach erfolgtem Schuss die Beute zu finden und heranzubringen.

Wie bei vielen Hunderassen kristallisierten sich auch beim Labrador Retriever zwei Zuchtlinien heraus. Die einen züchteten die Tiere hauptsächlich zu Showzwecken, die anderen speziell für die Jagd.

Diese Entwicklung der Show- und Arbeitslinien wurde nach dem zweiten Weltkrieg durch die immer grösser werdende Popularität des Labrador Retrievers als Familien- und Ausstellungshund beeinflusst. Zuvor waren es größtenteils Angehörige der wohlhabenden Oberschicht, die den Hund auf Grund seiner besonderen Vorzüge für die Jagd schätzten und die entsprechend dieser Vorzüge ihre Zucht ausrichteten.

© NP-Fotografie - Fotolia.com
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Durch den Labrador-Boom erstreckte sich die Liebe zu dieser Rasse durch alle Bevölkerungsschichten im ganzen Land und über dessen Grenzen hinaus. Dem entsprechend gab es nun ein weiteres Zuchtziel unter den Züchtern, einen Familien und Showhund.

Züchter der Showlinien orientierten sich bei ihrer Zucht am Idealbild des auf Ausstellungen verlangten Standards und somit im Wesentlichen an den Merkmalen des äußeren Erscheinungsbildes.

Dem hingegen richteten Züchter der Arbeitslinie ihr Augenmerk auf ein ausgeglichenes und ruhiges Wesen, Gesundheit und vor allem auf die Arbeitsleistung, den Arbeitswillen und das Temperament der Zuchthunde. Durch die verschiedenen Zuchtlinien tritt der Labrador heute in zwei unterschiedlichen Erscheinungsformen auf, dem großen „Showdog“ und dem erheblich kleineren Typ, der als „Working dog“ bezeichnet wird.

In der heutigen Zeit wird der Labrador Retriever auf Grund seiner bemerkenswerten Vielseitigkeit in verschiedensten Bereichen eingesetzt. Neben seiner Beliebtheit als Familienhund findet man ihm Einsatz als vielseitiger Jagdhund, Blindenhund, Drogenspürhund, Minensuchhund beim Militär, Rettungshund, Lawinenhund oder als Sportkamerad beim Agility_(Sportart) und Flyball.

© lukow - Fotolia.com
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Der Labrador ist ein anhänglicher, verschmuster, geduldiger, nervenstarker, angenehmer und wirklich kinderlieber Familienhund.

Das enge Zusammenleben mit seinem Menschen geht für ihn über alles, er ist wachsam, aber nie aggressiv. Die „Labbies“ neigen nicht zum Wildern oder Streunen.‘

Der begeisterte Schwimmer geht zu jeder Jahreszeiten ins Wasser, teilweise ist es sogar so, dass der Labrador nicht an einer Pfütze vorbeigehen kann ohne nicht mindestens einmal darin zu suhlen.

Neben dem schon vorweg erwähnten schwarzen Farbschlag, gibt es beim Labrador noch die Fellfarben gelb und chocolate bzw. leberfarben. Das Fell ist kurz und dicht ohne Wellen oder Befederung, es fühlt sich ziemlich hart an, mit wasserdichter Unterwolle.

Labrador Retriever: Auswahl, Haltung, Erziehung, Beschäftigung (Praxiswissen Hund)
  • Anja Möller, Astrid Braun
  • Herausgeber: Franckh Kosmos Verlag
  • Auflage Nr. 1 (11.02.2016)
  • Taschenbuch: 144 Seiten

Letzte Aktualisierung am 18.12.2018


Die Rüden sollen eine ideale Schulterhöhe von 56-57 cm und die Hündinnen 53-56 cm erreichen, ihr Körpergewicht liegt bei den Männchen bei 35-38 kg die Weibchen sollen zwischen 30-33 kg wiegen.

Züchter der Rasse 
Labrador Welpen

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