Vorstellung Karin Jetter

Karin Jetter
Karin Jetter

Als Tierheilpraktikerin und Züchterin eines seltenen Rassehundes, dem PON oder auch Polski Owczarek Nizinny behandle und betreue ich vorwiegend Hunde, sowohl als Patienten als auch im Zuchtgeschehen.

Meine Spezialgebiete sind die Fortpflanzung, Geburtshilfe und Wochenbetterkrankungen von Hunden und die Altersheilkunde (Geriatrie)

Meine praktischen Kenntnisse erwarb ich mir durch jahrelange eigene Zuchtpraxis und durch meine Arbeit als Zuchtwartin innerhalb des Zuchtverbandes. Am Schulungszentrum Stuttgart für biologische Veterinärmedizin und Naturheilkunde absolvierte ich eine 2-jährige Fachfortbildung zur Veterinärhomöopathin.

Im Jahr 1996 gründete ich gemeinsam mit einer anderen PON-Züchterin eine Schulungseinrichtung für Züchter, das „Institut für ganzheitliche Hundezucht“ Wir bieten Tagungen und Wochenendschulungen mit Themen rund um das Zuchtgeschehen an. Im Jahr 1999 eröffnete ich meine eigene biologische Tierheilpraxis.

Ich habe drei PON-Hündinnen, zwei davon im Zuchteinsatz. Das Wohl unserer Hunde liegt mir sehr am Herzen und ich hoffe, mit meinem alternativen Therapieverfahren und meinem Wissen als Züchterin einen positiven Beitrag in Sachen Hundezucht zu leisten.

Lieber Hundefreund,
Lieber Züchter!

Als Tierheilpraktikerin und Züchterin betreue ich seit vielen Jahren die Rasse PON oder Polski Owczarek Nizinny, einen sehr seltenen polnischen Hütehund. Da ich immer sehr bemüht um den Bestand der Rasse war, bin ich immer tiefer in die Hintergründe der Hundezucht eingedrungen und habe mich mit Vererbungslehre, Genetik und vor allem mit Erkrankungen beschäftigt. So nach und nach ist mir aufgefallen, daß es gar nicht so einfach ist mit einer kleinen Population über Generationen hinweg gesunde, robuste und vitale Hunde zu züchten.

Mein Ehrgeiz war erwacht und ich beschloß gemeinsam mit einer befreundeten PON-Züchterin ein neues „ganzheitliches Zuchtkonzept“ zu entwerfen. Im Vordergrund unserer Bemühungen steht das natürliche Fortpflanzungsverhalten und Gebärvermögen unserer Hunde. Wir vermeiden Inzucht um die Vitalität der Hunde zu sichern. Mit alternativen Heilverfahren wie Homöopathie, Kinesiologie, Blüten- und Farbtherapie begleiten wir unsere Hunde durch das Zuchtgeschehen und mobilisieren deren Selbstheilungskräfte und stärken ihr Zuchtpotential.

Das Züchten von Rassehunden bedeutet heutzutage eine große Verantwortung. Die Zeiten der Hinterhofzuchtstätten und Hundevermehrer sind hoffentlich endgültig vorbei. Der aufgeklärte Welpenkäufer erwartet vom Züchter kynologisches Fachwissen und kompetente Auskünfte. Und das zurecht! Vor allem erwartet der Käufer einen erbgesunden Hund, hier steht ein seriöser Hundezüchter in seiner Pflicht.

Der erste Schritt zur Zucht eines gesunden Rassehundes ist die Auswahl geeigneter Zuchttiere. Dabei sollte jedoch weniger auf das äußere Erscheinungsbild geachtet werden, sondern auf die gesundheitliche Verfassung der Tiere.

Definiert man heute in Rassehund-Kreisen den „Zuchtwert“ einer Hündin oder eines Deckrüden, so geht man in der Regel von einem „Formwert“ dieses Hundes aus. Im Vordergrund des Interesses steht hierbei fast immer das äußere Erscheinungsbild des Hundes, seine Leistung im Wettbewerb, sein Exterieur (das stark abhängig ist von der Haltung, die dieser erfährt), auch die Bedingungen unter denen ein Hund aufwächst, formt dessen „Phänotyp“.

Was man nur in Ausnahmefällen beurteilen kann, ist der Erbwert eines solchen Hundes. Darunter versteht man die Konstitution eines jeden Individuums. Die potentielle Abwehrkraft gegenüber Krankheiten, die Widerstandskraft gegen Umwelteinflüssen und schließlich die natürliche Fähigkeit LEBEN fortzupflanzen, Nachkommen auszutragen und ohne Schwierigkeiten gesund auf die Welt zu bringen und aufzuziehen.

Gemeint ist hier der „Genotypus“ eines Lebewesens, den kein Zuchtrichter und sei sein Auge noch so streng, beurteilen kann. Hier muß der Züchter in Eigenverantwortlichkeit handeln, indem er seine im Zuchteinsatz befindlichen Hunde auf erblich bedingte Schwächen im Bereich Fortpflanzung kritisch, zum Wohle der Rasse, betrachtet.

Zeigt ein Tier in diesem lebenserhaltenden, biologischen Instinktverhalten Ausfälle, würde es unter natürlichen Bedingungen nicht zur Fortpflanzung kommen, die Gattung würde dadurch vor Erbdefekten geschützt.

Bei den von uns Menschen sorgsam umhüteten Tieren lassen sich leider Fortpflanzungsdefekte durch menschliche Einwirkung und Techniken ausgleichen. Es gibt kaum ein Problem, daß man nicht durch künstliche Aufzuchtbedingungen in den Griff bekommen kann. Wer also glaubt, es genüge, eine gute Hündin mit den besten Bewertungen mit einem ebensolchen Rüden zu verpaaren und alles gehe in Ordnung, der irrt. Leider zeigt die züchterische Praxis, gerade in den letzten Jahren, daß vermehrt konstitutionelle Schwächen auftreten.

Fruchtbarkeitsstörungen nach dem vollzogenen Deckakt, Paarungsunwilligkeit und Geburtsschwierigkeiten sind heute leider keine Seltenheit mehr und bedürfen unserer Aufmerksamkeit. Was anfangs noch als relativ leichte Geburtsschwierigkeit eingestuft werden kann, steigert sich fast zwangsläufig von Generation zu Generation. Kommt es zu genetisch bedingten Verlusten, betrifft das alle weiteren Nachkommen.

Aus diesem Grund haben wir bei unseren PONs das natürliche Fortpflanzungsgeschehen in den Vordergrund gerückt und sehen es als eines der wichtigsten Selektionsmerkmale an.

In erster Linie liegt uns allen das Wohlergehen unserer Hunde am Herzen. Unsere Rassehunde sollen noch vielen Hundefreunden Vergnügen bereiten. Uns Züchter obliegt die Verantwortung für die nächsten Generationen von Hundekindern. Hundefreunde, Züchter wie Halter, sollten sich beim Thema Erbkrankheiten und Genverarmung durch zu enge Linienzucht nicht angegriffen fühlen, sondern sich kritisch den Diskussionen stellen und aktiv werden, um den Rassehund gesund zu erhalten.

Das Team des Instituts für ganzheitliche Hundezucht hat sich diese Aufgabe zum Ziel gesetzt.

logo

E-Mail karin.jetter@t-online.de
Homepage: https://igh-zuechter.de

Kommentar hinterlassen