Auwaldzecke beim Hund – Symptome, Behandlung und Vorbeugung

Herkunft und Schadwirkung

Die Auwaldzecke beim Hund ( Dermacentor reticulatus )

Mit Babesien infizierte Auwaldzecken übertragen bei Hunden die gefürchtete  Babesiose. Ähnlich der Malaria beim Menschen werden bei befallenen Hunden die roten Blutkörperchen zerstört.

Der Hund kann bereits nach vier bis fünf Tagen an Blutarmut oder innerhalb von zehn Tagen an Nierenversagen sterben.

Vorbeugende Maßnahmen:

Einsatz von Zeckenhalsbändern, oder entsprechenden Produkten. Lassen Sie sich vom Tierarzt oder Apotheker beraten.

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Letzte Aktualisierung am 22.09.2021


Beschreibung der Auwaldzecke

 © Ronald Schmäschke - Fotolia
© Ronald Schmäschke – Fotolia

Die Auwaldzecke ist größer und bunter als andere Zeckenarten. Nüchtern ist sie etwa fünf, vollgesogen mit Blut bis zu 16 Millimeter groß. Ein weißer Schild mit dunklen Flecken bedeckt beim Weibchen den vorderen Teil des Rückens, bei der männlichen Auwaldzecke den ganzen Rücken.

Herkunft der Auwaldzecke

Die Auwaldzecke war früher vornehmlich in Ungarn, Österreich und Südpolen heimisch. Dort bevorzugt sie als Lebensraum feuchtere Gebiete wie Auwälder und Moore.

auwaldzecke

Durch den Tourismus begünstigt, hat die Auwaldzecke auch unsere Gefilde erobert und trat bei uns bisher hauptsächlich am Oberrhein, im Saarland und in Rheinland-Pfalz auf.

Tierärzte haben dort den ersten Babesiosefall bei einem Hund nachweisen können, der Brandenburg nicht verlassen hat und durch einen Biss der Auwaldzecke infiziert wurde.

Babesiose (Piroplasmose)

Auslöser der Babesiose sind Zecken, die mit Babesien [einzellige Parasiten] befallen sind. Diese Parasiten befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecke und werden beim Blutsaugen übertragen. Die Babesien befallen und zerstören die roten Blutkörperchen des Hundes. Die Inkubationszeit bei natürlicher Infektion beträgt 10 Tage bis 3 Wochen.

Typische Symptome

Fieber (bis 42 °C), Mattigkeit, Schwäche, blasse bis gelbliche Schleimhäute, rötlich bis brauner Harn, Gelbsucht (Ikterus), Leber- und Milzvergrößerung.

Behandlung:

  • Blutransfusionen
  • Antibiotika
  • Chemotherapeutika (Clindamycin, Chininsulfat).

Im Ausland existieren zugelassene Medikamente, die Ihr Tierarzt über eine internationale Apotheke beziehen kann. Weitere Auskünfte erfragen Sie bitte bei Ihrem Tierarzt

Weiterführende Informationen:

http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Auwaldzecke-uebertraegt-Krankheit-FSME-id41093486.html