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Läufigkeit der Hündin und Störungen
In der homöopathischen Literatur gibt es zahlreiche Mittel, die
zur Regulierung der Läufigkeit eingesetzt werden. Bitte verstehen
Sie meine Ausführungen nicht so, dass Arzneimittel dazu verwendet
werden sollen, die Läufigkeit zu einem dem Züchter beliebigen
Zeitpunkt hervorzurufen. Das würde auch gar nicht funktionieren.
Alle homöopathischen Mittel liefern Heilanstöße. Sie dienen
der Regulierung der aus den Fugen geratenen natürlichen Rhythmen.
Keineswegs zu deren beliebigen Umformung!
Daher ist das A und O jeder homöopathischen Behandlung die
genaue Beobachtung Ihres Hundes. Die Schwierigkeit besteht darin,
das exakt dem Krankheitsbild entsprechende homöopathische Mittel
zu finden. Sie werden mir sicher Recht geben, dass dies eigentlich fast
nur ein Tierarzt oder Tierheilkundler leisten kann. Selbst diese werden
mit dem Problem manchmal Schwierigkeiten haben, da sie auf genaue Beobachtungen
der Hundebesitzer angewiesen sind.
Darauf hat die Pharmazeutische Industrie reagiert und mehrere homöopathische
Einzelmittel in Zusammenfassung als Kombinationspräparate herausgebracht.
Diese Mittel reagieren auf ähnliche Krankheitsbilder und steigern
die Chance eines Heilungserfolges beträchtlich.
Doch zurück zum eingangs erwähnten Problem. Es gibt Hündinnen,
die völlig gesund erscheinen und dies auch vom Tierarzt attestiert
bekommen. Trotzdem haben sie einmal oder auch wiederkehrend Störungen
in ihrem Läufigkeitszyklus. Als normal gelten alle Zyklen, die in
regelmäßigen Abständen eindeutige Läufigkeitserscheinungen
hervorrufen. Sei es nach nur 4 Monaten oder auch erst nach 9 Monaten.
Manchmal führen kalte, lange Winter, Impfungen oder die Anwesenheit
einer ranghöheren, sehr dominanten Hündin zur Läufigkeitsunterdrückung.
Auch rassespezifische Dispositionen beim Läufigkeitsintervall wurden
beobachtet. Hündinnen im Besitz eines Züchters lassen sich häufig
gegenseitig anstecken und beginnen ihre Hitze
kurz gemeinsam oder kurz nach einer ihrer Gefährtinnen.
Manchmal sind all diese Gründe ausgeschlossen und der Züchter
wird trotzdem mit verschiedenen Zyklus- und Fortpflanzungsproblemen seiner
Hündin konfrontiert. Hier können Homöopathische Arzneimittel
greifen.
Bei zu gering ausgeprägter Läufigkeit, darunter so genannten
weißen Hitzen, Ausbleiben der Läufigkeit ohne erkennbare
Ursache oder durchweg schlechter Paarungsbereitschaft kann man es mit
Fertilisal- Tropfen (Dr. Assmann/ Biokanol) versuchen. Auch bei
größeren Verschiebungen im Rhythmus oder häufigerem Leerbleiben
nach dem Deckakt kann dieses Mittel helfen. Bei der Dosierung richtet
man sich nach den Angaben auf dem Beipackzettel.
Eine ebenso wirksame Alternative bietet Hormeel (Biologische Heilmittel-
Heel GmbH). Einer der Bestandteile, nämlich Sepia D6, wird
auch als Einzelmittel bei Hündinnen eingesetzt, die selbst während
der Hochbrunst Rüden regelmäßig wegbeißen. So mag
es für es für diese Fälle bevorzugt werden.
Lassen Sie davon unabhängig aber immer erst prüfen, ob keine
ernsthaften Erkrankungen Ihrer Hündin vorliegen. Manchmal sind solche
Probleme auch kennzeichnend für ganze Zuchtlinien. In diesen Fällen
wäre es nur verantwortungsvoll, solche Hündinnen von der Weiterzucht
konsequent auszuschließen.
Grundlagen erfolgreicher Zucht sind auch optimale Haltungsbedingungen
und eine gesunde, ausgewogene Ernährung Ihrer Tiere. Bedenken Sie
das bei auftretenden Schwierigkeiten.
Geburtsvorbereitung
Nach dem hoffentlich glücklich verlaufenen Deckakt kann man mit
der Hündin eine Eugenische Kur zur positiven Beeinflussung des Erbgutes
und der Gesundheit durchführen. Diese Kur erstreckt sich später
auch auf die Welpen, die mit ergänzenden Mitteln behandelt werden.
Hierzu kann ich keine konkreten Empfehlungen geben, da nur ein erfahrener
Homöopath für Ihre Zuchtlinie passende Hochpotenzen zusammenstellen
kann.
In der vorletzten Woche vor dem errechneten Geburtstermin erhalten unsere
Hündinnen eine Gabe Pulsatilla D4, in den letzen Tagen dann
täglich einmal Pulsatilla D6. Es hilft bei der natürlichen
Weitung der Geburtswege und soll auch möglichen Fehllagen von Welpen
vorbeugen. Nach meinen Beobachtungen erleichtert es den Geburtsvorgang
allgemein.
>> Im nächsten Teil lesen Sie: Die Geburt
der Welpen
Kontakt zur Autorin:
E-Mail : info@cairn-terrier.net
Homepage:
http://www.cairn-terrier.net
(C) Katrin Sabisch, alle Rechte vorbehalten
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Autors!
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