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Besonderheiten über den Mops

Seit dem 16. Jahrhundert gibt es den Mops in Europa. Er war immer schon ein besonderer Hund, wie die Geschichte seiner Herkunft (sh. Rassebeschreibung) zeigt. Aber auch seine Stellung und sein Ansehen in der westlichen Welt waren oft von Besonderheiten geprägt:

Brettener Hundle

So erzählt eine Sage, dass im Jahre 1504 ein Mops die Belagerung Brettens Ort in der Nähe von Karlsruhe) beendet und die Stadt somit gerettet hat. Bretten wurde seinerzeit durch Ulrich von Württemberg mit einem 30.000 Mann starken Heer belagert. Da die Stadt nicht eingenommen werden konnte, beschlossen die Angreifer, die Belagerung so lange aufrechtzuerhalten, bis die Städter ausgehungert waren.

Diese wiederum ersannen eine List: ihnen war bewusst, dass sie den Belagerungszustand nicht lange würden durchhalten können. Sie beschlossen daher, einen kleinen Hund besonders fett zu füttern und diesen dann nach draußen zum Feind zu schicken, um zu demonstrieren, dass bei ihnen noch lange keine Not herrschte. Der Trick war erfolgreich - enttäuscht hieben die Belagerer dem Hund seinen Schwanz ab (der wurde als vermeintliche Trophäe mitgenommen), aber sie zogen ab.

 

Bei dem kleinen, fetten Hund handelte es sich um einen Mops, der als Brettener Hundle in die Geschichte einging. Ein entsprechendes Denkmal, das den Hund mit dem abgehackten Schwanz zeigt, steht in der Melanchthonstraße in Bretten (1880 errichtet) und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Auch in der heutigen Stiftskirche des Ortes (vormals Laurentiuskirche) ist das "Hundle" als Fresko auf einem Pfeiler zu sehen.

Pompey - der Mops

Der niederländische Fürst, Wilhelm von Oranien hatte einen Mops namens Pompey. Pompey war immer in Begleitung seines Herrn und rettete diesem in einer Nacht (1570, während des spanischen Krieges) das Leben, als Attentäter den Fürsten heimtückisch ermorden wollte. Pompey bemerkte das rechtzeitig und warnte den Herzog durch lautes Bellen vor den Mördern (spanische Schergen).

Wie der Mops nach England kam

Der aus Holland stammende Herrscher Wilhelm III reiste 1688 nach England, um dort den Thron zu besteigen. Begleitet wurde er von Maria II, deren große Liebe ihren Möpsen galt. Diese beiden waren verantwortlich dafür, dass der gesamte englische Adel sich in kürzester Zeit für den Mops begeisterte. Dies führte dazu, dass insbesondere in England seit Ende des 17. Jahrhundert eine intensive Mopszucht betrieben wurde.

Soweit die Füße tragen: der Mops von Winnenden

In der Stadt Winnenden (Schwaben) findet sich das Denkmal, das den Mops des Herzogs von Württemberg zeigt. Eben dieser Mops war während der Schlacht gegen die Türken in Jahr 1717 auf dem Schlachtfeld in Belgrad verloren gegangen, tauchte aber nach einiger Zeit wieder zuhause in Winnenden auf.

Ganz allein hatte erden ganzen langen Weg zurückgefunden. Auf Google-Maps kann man nachrechnen lassen, wie weit das ist: Belgrad - Winnenden = 1.301 km - eine ganz schön weite Strecke für diese kurzen Beinchen!

Der Mopsorden

Der als Ersatz für die Freimaurerloge gegründete Mopsorden trug den Mops im Namen und als Symbol. Noch heute existieren zahlreiche Mopsfiguren aus Porzellan, die dem Mopsorden zugeschrieben werden.

Carlin, der Mops

Auch das berühmte italienische Volkstheater, die so genannte Commedia dell'Arte konnte nicht auf den Mops verzichten. Man hatte den Mops als Ersatz für Affen genommen, da Affen viel teuerer und schwieriger zu beschaffen waren. Der berühmte italienische Harlekin Carlo Bertinazzi - überall als Carlin bekannt - brachte den Mops im 18. Jahrhundert in Mode und sorgt für dessen Verbreitung überall im Land. Und so erhielten diese Hunde im Theater immer den Namen Carlin.

 

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