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Overmeier
Wie ernähre ich meinen Hund ?

Der Zoofachhandel und die Supermärkte bieten ein breites Sortiment
an Hundenahrung an. Aber was ist beim Kauf zu beachten?
Das Tierschutzgesetz fordert vom Tierhalter "eine der Tierart und
den Bedürfnissen entsprechende Ernährung". Trotzdem sind
gerade Leute, die für ihren Hund alles tun würden oft "Verbrecher"
in diesem Sinne.
Das Schokolade weder für den Menschen noch für den Hund gesund
ist, leuchtet ja den meisten Hundehaltern noch ein, aber soll denn das
"langweilige" Futter aus dem 20 Kilogramm-Sack eine bessere
Ernährung sein?
Hundenahrung ist eines der Güter, das wie kaum ein anderes
die Ladenregale füllt. Da gibt es Schälchen und Dosen bis hin
zu riesigen Säcken von den verschiedensten Herstellern: Joghurtdrops
für den Hund, Vitaminzusätze, Kauknochen, getrocknete Pansenstücke
und vieles mehr. Jeder Hersteller bietet jeweils das von ihm erstellte
Produkt als das beste an. Gleichzeitig bekommt man von selbsternannten
"Spezialisten" gesagt, dass man mit dem falschen Futter seinem
Tier schaden kann, und schlimmste Krankheiten das Resultat der Fehlernährung
seien. Ja was denn nun , fragt sich da der frisch gebackene Hundebesitzer
und blickt verwirrt ins Hundefutterregal.
Gehen wir mal zurück in der Zeit:
Von wem stammt denn der Hund ab - vom Wolf, genau! Und das ist evolutionstechnisch
noch gar nicht so lange her.
Was hat denn der Wolf gefressen?
Wolf= Canis lupus, Hund= Canis familiaris ( Canide = Fleischfresser),
daher auch die lateinische Bezeichnung für Hunde (Canis lupus familiaris).
Reiner Fleischfresser ist aber die falsche Bezeichnung für den Wolf,
da die Beutetiere mitsamt Haut, Federn, Haaren, Knochen, Blut und Magen-/
Darminhalt gefressen werden. Wenn man Wölfe sieht wie sie ein Wild
aufbrechen, so fällt auf, dass dies meist vom After her geschieht
um schnell an den Darminhalt zu gelangen, der vorverdaut ist und somit
nun im eigenen kürzeren Darmtrakt verwertet werden kann.
So gelangt der Wolf an alle lebenswichtigen Substanzen und nicht nur
an Eiweiß und Fett (die Hauptkomponenten der Muskulatur). Außerdem
nimmt auch der Wolf von Zeit zu Zeit pflanzliches Material auf sowie Früchte,
Gräser, Blätter und sogar Exkremente von anderen Tieren. Er
kann sich also unterschiedlichen Futterarten abpassen. Eine Fähigkeit
die auch der Hund besitzt.
Eine Fähigkeit die der Hund leider nicht besitzt, ist sein Instinkt
für Ungesundes. Für seine gesunde Ernährung ist allein
der Mensch verantwortlich. Da stellt sich für den Hund das gleiche
Problem wie für den Mensch: jeder dritte ist zu dick und jeder dritte
ißt das Falsche.
Grundsätzlich braucht der Hund:
- Wasser
- Eiweiß
- Fett
- Kohlenhydrate
- Vitamine
- Mineral- und Ballaststoffe.
Die Energiegewinnung geschieht durch schrittweise Oxidierung (="Verbrennung")
der durch den Darm aufgenommenen Nahrungsbestandteile. Fett und Kohlenhydrate
sind hier die Hauptlieferanten. Eiweiß wird nur bei einem Überschuss
oder Energiemangel oxidiert. Hunde können Ihren Energiebedarf sowohl
durch Kohlenhydrate als auch durch Fette decken, wobei Tiere, die hohe
Leistungen bringen im allgemeinen fettreich ernährt werden sollen,
da Fett eine doppelt so hohe Energiedichte als Kohlenhydrate hat.
Hierbei ist aber nicht nur eine bestimmte Menge wichtig, sondern auch
das Verhältnis der Stoffe zueinander. Beispielsweise kann ein Übermaß
an Calzium bei gleichzeitigem Phosphormangel die eigentlich positive Wirkung
der Knochenstabilisierung des Calziums ins Gegenteil umschlagen lassen.
Da empfiehlt es sich schon auf Fertigfutter zurückzugreifen, denn
hier sind die Nährstoffe aufeinander abgestimmt.
Konventionelles Hundefutter gibt es als Trockenfutter (Pellets, Flocken),
halbfeuchtes Futter (Wurst) und Feuchtfutter (Dosenfutter, Schälchen).
Manche Hersteller nutzen das Farben- und Formenbedürfnis des Menschen
aus und gestalten die Pellets in ansprechendem Design um den Verkauf zu
steigern.
Wichtiger aber als das Aussehen ist der Inhalt. Ausgewogen und leistungsgerecht
sollte er sein. Außerdem muss man sich zwischen Alleinfutter (Vollnahrung),
Ergänzungsfutter und Diätfutter entscheiden.
Natürlich ist noch zu erwähnen, dass man das Futter auch selbst
zubereiten kann. Hier ist es aber zu empfehlen sich auf jeden Fall noch
Fachliteratur anzuschaffen, denn eine Ergänzung mit Vitaminen und
Mineralstoffen ist in der Regel notwendig, da sonst Mangelerscheinungen
vorprogrammiert sind.
Lesen Sie auch: Halsbänder - Welches
ist das Richtige ?
Kontakt zur Autorin:
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Homepage: http://www.hundewiese.net/
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