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| Die Auwaldzecke
Die Auwaldzecke ( Dermacentor reticulatus )
Mit Babesien infizierte Auwaldzecken übertragen
bei Hunden die gefürchtete [ Babesiose.]
Ähnlich der Malaria beim Menschen, werden bei befallenen Hunden die
roten Blutkörperchen zerstört. Der Hund kann bereits nach vier
bis fünf Tagen an Blutarmut oder innerhalb von zehn Tagen an Nierenversagen
sterben.
Beschreibung der Auwaldzecke
Die Auwaldzecke ist größer und bunter als andere Zeckenarten.
Nüchtern ist sie etwa fünf, vollgesogen mit Blut bis zu 16 Millimeter
groß. Ein weißer Schild mit dunklen Flecken bedeckt beim Weibchen
den vorderen Teil des Rückens, bei der männlichen Auwaldzecke
den ganzen Rücken.

Herkunft der Auwaldzecke
Die Auwaldzecke war früher vornehmlich in Ungarn, Österreich
und Südpolen heimisch. Dort bevorzugt sie als Lebensraum feuchtere
Gebiete wie Auwälder und Moore. Durch den Tourismus begünstigt,
hat die Auwaldzecke auch unsere Gefilde erobert und trat bei uns bisher
hauptsächlich am Oberrhein, im Saarland und in Rheinland-Pfalz auf.
Die FU-Berlin warnte kürzlich vor dem Vormarsch der Auwaldzecke
in Berlin-Brandenburg
[ mehr
Informationen ]
Tierärzte haben dort den ersten Babesiosefall bei einem Hund
nachweisen können, der Brandenburg nicht verlassen hat und durch
einen Biss der Auwaldzecke infiziert wurde.
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Babesiose (Piroplasmose)
Auslöser der Babesiose sind Zecken, die mit Babesien [ einzellige
Parasiten ] befallen sind. Diese Parasiten befinden sich in den
Speicheldrüsen der Zecke und werden beim Blutsaugen übertragen.
Die Babesien befallen und zerstören die roten Blutkörperchen
des Hundes. Die Inkubationszeit bei natürlicher Infektion beträgt
10 Tage bis 3 Wochen.
Typische Symptome
Fieber (bis 42 °C), Mattigkeit, Schwäche, blasse bis gelbliche
Schleimhäute, rötlich bis brauner Harn, Gelbsucht (Ikterus),
Leber- und Milzvergrößerung.
Behandlung:
Blutransfusionen, Antibiotika, Chemotherapeutika (Clindamycin, Chininsulfat).
Im Ausland existieren zugelassene Medikamente, die Ihr Tierarzt
über eine internationale Apotheke beziehen kann.
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Weitere Auskünfte erfragen Sie bitte bei
Ihrem Tierarzt
Vorbeugende Massnahmen:
Einsatz von Zeckenhalsbändern, oder entprechenden Produkten
wie Frontline oder Exspot.
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