Shih TzuCharakter, Größe, Haltung und Pflege
Der Shih Tzu ist ein kleiner Begleithund aus Tibet, der am chinesischen Kaiserhof seine heutige Form erhielt.
Fellpflege und Bewegung: Einstufung des American Kennel Club (AKC), Skala 1–5

Auf einen Blick: Laut FCI-Standard misst er höchstens 27 cm und wiegt 4,5 bis 8 kg, der American Kennel Club (AKC) nennt eine Lebenserwartung von 10 bis 18 Jahren. Er gilt als freundlich und selbstständig, braucht wenig Auslauf, aber täglich Fellpflege.
Inhalt (11 Abschnitte)
Shih Tzu kaufen
Shih-Tzu-Welpen aus FCI-anerkannter Zucht finden Sie in Deutschland über die Zuchtvereine im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH). Fragen Sie den Züchter, welche Untersuchungen die Elterntiere hinter sich haben: Der AKC nennt als übliche Prüfungen Hüftgelenke, Kniescheiben (Patellaluxation) und Augen. Worauf Sie beim Welpenkauf allgemein achten sollten, lesen Sie in unserem Ratgeber Welpen kaufen.
Welpen gesucht? Im Züchterverzeichnis von welpen.de stellen sich Züchter der Rasse Shih Tzu mit Kontaktdaten, Zuchtstätte und geplanten Würfen vor: Shih Tzu Züchter und Welpen ansehen
Shih Tzu im Überblick
Die FCI führt den Shih Tzu in der Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 5 (Tibetische Hunderassen), unter der Standard-Nummer 208; das Patronat hat Großbritannien. Der Standard beschreibt einen kräftigen kleinen Hund mit reichem, aber nicht übertriebenem Haarkleid, einem Gesicht, das an eine Chrysantheme erinnert, und einer ausgesprochen stolzen Haltung. Er ist etwas länger als hoch. Seine Verwendung laut FCI: Begleithund.
Herkunft und Geschichte
Die Wurzeln des Shih Tzu liegen in Tibet, seine heutige Form erhielt er aber in China, wo solche Hunde in den kaiserlichen Palästen lebten (FCI). Nach Angaben des AKC entwickelten Züchter am Hof des Kaisers die Rasse über Jahrhunderte aus tibetischen Hunden; wahrscheinlich waren Lhasa Apso und Pekinese an ihrer Entstehung beteiligt. Der Name Shih Tzu bedeutet „Löwenhund“.
Außerhalb der Palastmauern war die Rasse bis in die 1930er-Jahre kaum bekannt. Nachdem China 1912 Republik geworden war, kamen die ersten Hunde in den Westen; der erste dokumentierte Import nach Großbritannien stammt laut FCI-Standard aus dem Jahr 1931. Dort wurde der Shih Tzu 1934 als eigene Rasse von anderen orientalischen Rassen getrennt, 1940 erhielt er beim Kennel Club ein eigenes Register, und ab 1949 konnte er Anwartschaften auf den Championtitel gewinnen. Rasseclubs in Peking und später in England arbeiteten den Typ weiter heraus (AKC). In das Zuchtbuch des AKC wurde er 1969 aufgenommen.
Größe, Gewicht und Aussehen
Laut FCI-Standard ist der Shih Tzu höchstens 27 cm hoch und wiegt 4,5 bis 8 kg, ideal sind 4,5 bis 7,5 kg. Der Standard betont, dass Typ und Rassemerkmale wichtiger sind als die Größe allein. Der AKC nennt eine Schulterhöhe von 23 bis 27 cm und ein Gewicht von 4 bis 7 kg.

Der Kopf ist breit und rund, mit kräftigem Bart und Haar, das auf dem Nasenrücken nach oben wächst. Daher kommt der Chrysanthemen-Eindruck. Die Augen sind groß, dunkel und rund, stehen aber nicht hervor. Die großen Hängeohren tragen so viel Haar, dass sie in das Halshaar übergehen. Die dicht befederte Rute trägt er hoch über dem Rücken, die Beine sind kurz und kräftig.
Fell und Farben
Das Deckhaar ist lang und dicht, nicht gelockt, eine leichte Welle ist erlaubt. Darunter liegt eine mäßige, nicht wollige Unterwolle. Das Haar soll weder die Sicht noch die Bewegung behindern; der FCI-Standard empfiehlt deshalb, das Kopfhaar ohne Schmuck hochzubinden. Zugelassen sind alle Farben außer Merle. Bei mehrfarbigen Hunden sind eine weiße Blesse und eine weiße Rutenspitze sehr erwünscht.
Wesen und Charakter
Der FCI-Standard beschreibt den Shih Tzu als intelligent, aktiv und aufmerksam, freundlich und unabhängig. Er sucht die Nähe seiner Familie, entscheidet aber gern selbst, was er mitmacht. Beim AKC erhält er für die Verträglichkeit mit kleinen Kindern und mit anderen Hunden jeweils die Höchstwertung; Fremden gegenüber ist er laut AKC durchschnittlich offen. Besuch meldet er, seine Bellfreude stuft der AKC als mittel ein.
Erziehung und Bewegung
Die Erziehung eines Shih Tzu ist nach Einschätzung des AKC unterhaltsam und manchmal mühsam, denn er versteht es, seine Menschen um den Finger zu wickeln. Geben Sie ihm zu oft nach, haben Sie bald einen pummeligen Hund, der nicht ganz stubenrein ist und sich ungern pflegen lässt. Arbeiten Sie mit Lob und Belohnung, harte Korrekturen sind fehl am Platz. Führen Sie Neues in kleinen Schritten ein und bleiben Sie dabei konsequent. Eine Welpengruppe mit belohnungsbasiertem Training hilft bei der Sozialisierung.
Viel Auslauf braucht er nicht: Kurze tägliche Spaziergänge und Spiel im Haus reichen laut AKC aus. Bei Hitze ist Vorsicht geboten, weil er mit dichtem Fell und kurzer Schnauze hohe Temperaturen schlecht verträgt. Nehmen Sie im Sommer Wasser mit und verlegen Sie längere Runden in die kühlen Stunden. Ein guter Schwimmer ist er ebenfalls nicht.

Fellpflege
Ein Shih Tzu mit langem Fell muss täglich gebürstet werden, und zwar Lage für Lage bis auf die Haut, sonst verfilzt es (AKC). Bart und Schopf kämmen Sie ebenfalls täglich, die Augenwinkel reinigen Sie vorsichtig mit einem feuchten Tuch. Ein Bad alle drei bis vier Wochen hält das Fell sauber. Damit Haare die Augen nicht reizen, binden Sie das Kopfhaar zu einem Zopf hoch oder lassen es kurz schneiden. Haben Sie weniger Zeit, kann der Hundesalon das Fell auf eine kurze Welpenschur kürzen. Krallen und Ohren gehören zur regelmäßigen Pflege. Haare verliert der Shih Tzu laut AKC nur wenig.
Gesundheit und Lebenserwartung
Der AKC beschreibt den Shih Tzu als langlebige, überwiegend gesunde Rasse und nennt eine Lebenserwartung von 10 bis 18 Jahren. Verantwortungsvolle Züchter lassen ihre Hunde unter anderem auf Hüftdysplasie, Patellaluxation und Augenerkrankungen untersuchen. Wegen der großen Augen und der kurzen Nase sollten Sie auf Augenverletzungen und Atemgeräusche achten und bei Auffälligkeiten Ihre Tierarztpraxis aufsuchen.
Bald zieht Ihr Welpe ein?
Die Welpen-Checkliste zeigt, was vor dem Einzug erledigt sein sollte – von der Ausstattung bis zum ersten Tierarztbesuch.
Häufige Fragen
Ist der Shih Tzu für Anfänger geeignet?
Der Shih Tzu kann für Anfänger geeignet sein, wenn Sie Geduld und Konsequenz in der Erziehung mitbringen. Sein unabhängiger, eigenwilliger Charakter kann jedoch eine Herausforderung sein.
Wie groß und schwer wird ein Shih Tzu?
Laut FCI-Standard wird der Shih Tzu höchstens 27 cm hoch und wiegt 4,5 bis 8 kg, ideal sind 4,5 bis 7,5 kg. Der AKC nennt 23 bis 27 cm und 4 bis 7 kg.
Wie aufwendig ist die Fellpflege beim Shih Tzu?
Langes Fell sollten Sie laut AKC täglich bürsten, sonst verfilzt es. Dazu kommen ein Bad alle drei bis vier Wochen sowie die Pflege von Augen, Krallen und Ohren. Weniger Aufwand macht eine kurze Schur im Hundesalon.
Wie alt wird ein Shih Tzu?
Der AKC nennt für den Shih Tzu eine Lebenserwartung von 10 bis 18 Jahren.
Was kostet ein Shih Tzu?
Einen festen Preis gibt es nicht. Er hängt vom Züchter, vom Zuchtverband, von den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und der Aufzucht ab; fragen Sie direkt beim Züchter nach.
Gibt es weiße Shih Tzus?
Ja. Der FCI-Standard lässt alle Farben zu, nur Merle ist nicht erlaubt. Bei mehrfarbigen Hunden sind eine weiße Blesse und eine weiße Rutenspitze erwünscht.
Ähnliche Rassen
Quellen
Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Bei gesundheitlichen oder verhaltensbezogenen Fragen zu Ihrem Hund wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.






