Rüden oder Weibchen?

Zur Erklärung: Wir züchten nicht nur. Wir sind auch aktiv mit der Hundeerziehung beschäftigt. Mein Mann arbeitet nun schon seit über 30 Jahren mit den Hunden.

Wir organisieren hier regelmäßig Treffen, sind aber auch im ganzen süddeutschen Raum unterwegs, um auf „Arbeitstagen des Clubs“ zum Einsatz zu kommen.

Die Hundeerziehung und die richtigen Hundehalter für unsere Welpen ist ein ganz großes Thema. Welcher Welpe in welche Familie geht, entscheiden wir.

Viele Faktoren spielen da eine Rolle, die weit über Läufigkeit oder Revier markieren hinausgehen, wie z.B. nicht gerade den lebhaftesten Welpen zu einem ruhigen Ehepaar oder einer Familie mit Kleinkindern (die haben so schon Power genug).

Kein Rüde an Personen, wo man eindeutig merkt, das der, der sich hauptsächlich mit dem Hund abgeben möchte zu „soft“ ist und evtl. auch noch keine Hundeerfahrung hat usw.

In den 9 Jahren, die wir jetzt züchten, hat sich das absolut bewährt. Wir haben zwar so manches Stirnrunzeln gesehen, aber nach unseren Erklärungen hat das jeder Welpenkäufer akzeptiert.

Sind Sie bei einem gewissenhaften Züchter gelandet, dann erzählen Sie viel von dem was sie mit dem Hund vor haben, wie sie leben, wer mit dem Hund arbeiten möchte usw. und vor allem beantworten Sie sich selbst die Fragen gewissenhaft!

© Sergey Nivens - Fotolia.com
© Sergey Nivens – Fotolia.com

Der Züchter muss sich ein Bild von Ihnen machen können, um danach den richtigen Welpen für Sie auszusuchen. Wichtig ist für uns bei der Auswahl unserer Welpenkäufer, die einen Rüden wollen, ob sie auch die nötige Dominanz mitbringen.

Ein Rüde braucht eine konsequentere Hand als eine Hündin. Vor allem in der „Sturm-und-Drang-Phase“, sprich Pubertät,  werden die Grenzen oft gnadenlos ausgetestet und mit Streicheleinheiten und lieben Worten werden diese Probleme auf keinen Fall gelöst. „Er ist halt so“ ist nur eine Bestätigung für menschliche Schwäche. Man hat nicht gelernt, den Hund richtig zu führen.

Ohne Durchsetzungsvermögen geht es nicht!

Dies von Anfang an richtig eingesetzt, läßt viele Probleme erst gar nicht entstehen. Genug Leute kommen damit überhaupt nicht klar und ziehen sich somit einen Tyrannen heran, der die ganze Familie beherrscht und zu einem Problemhund wird, den man am liebsten zu Hause läßt.

Dies trifft natürlich für alle Rassen zu. Nur, je größer die Rasse Ihrer Wahl wird, desto „ge“-wichtiger ist die richtige Entscheidung.

Die Impfung:

Auf Grund der Ostimporte gab es vor einen paar Jahren ein Boom an Parvovirose und „viele“ Rassehunde starben (nachweislich) daran. Von der Dunkelziffer z.B. der Mischlinge ganz zu schweigen. Hier waren vor allem Welpen im ersten Jahr und alte Hunde getroffen.

Nach diesen Schreckensmeldungen hat der Club und somit auch wir reagiert und das Impfschema geändert. Das haben sicher noch viele getan, denn es wurde Gott sein Dank wesentlich ruhiger. Aber 1996 hielt sich eine Welpenkäuferin nicht an die von uns gegebenen Empfehlungen und ging auf einen öffentlich Hundeplatz.

Nach 48 Stunden war „unser“ Welpe tot – Parvo. Er hatte keine Chance und war gerade mal 15 Wochen alt.

Es ist ein neuer Virenstamm, der aus dem Ostblock zu uns fand und unsere Impfstoffe griffen nicht. Ein gesunder Hund kann Überträger dieses Virus sein!

Der Virus hält sich in günstigen Lagen JAHRELANG!

Hygiene in der Wurfkiste und mit der Mutterhündin ist das oberste Gebot!

Besucher müssen ihre Schuhe ausziehen, weil man nicht weiß, wo sie überall gelaufen sind und selbst über die Schuhsohlen übertragen werden kann. Und vor allem in den ersten vier Wochen müssen sie sich die Hände desinfizieren. Erst dann lassen wir sie an unsere Welpen.

Das die Mutterhündin nach jedem Spaziergang mit einem desinfizierenden Mittel abgewaschen wird, versteht sich von selbst.

So empfehlen wir unseren Welpenkäufern, erst nach der letzten Impfung mit 16 Wochen etwas freier zu sein, aber im ersten halben Jahr grundsätzlich „wilde Hundewiesen“ zu meiden und sich nur dort aufzuhalten, wo man einigermaßen sicher sein kann, das dort nur gesunde und geimpfte Hunde sind.

Ich weiß, das ist schwierig, denn der Hund soll ja geprägt werden und das geht nicht in der Isolation. Aber man kann einfach nicht vorsichtig genug sein. Unsere Welpen werden bis zur 16. Woche 4 x gegen Parvo geimpft.

Kleiner Tip am Rande (für Welpen):

Wir nehmen immer ein flüssiges Entwurmungsmittel. Auf einer Spritze (ohne Nadel) aufgezogen kann man es problemlos seitlich in die Lefzen einspritzen.

Empfehlungen für die richtige Zuchtstätte, den richtigen Welpen:

  • Sehen Sie sich mehrere Zuchtstätten an.
  • Machen Sie sich so ein Bild über verschiedene Züchter und ihre Hunde, um dann eine Zuchtstätte auszusuchen, wo einfach alles paßt.
  • Geben Sie nie am Telefon eine feste Zusage, dass Sie den Welpen kaufen.
  • Kaufen Sie nicht die Katze im Sack!
  • Unterschreiben Sie keinen Kaufvertrag oder leisten gar eine Anzahlung, bevor Sie nicht ganz sicher sind, daß Sie bei diesem Züchter einen Welpen nehmen. In der Regel macht man den Vertrag, wenn man den Welpen abholt.
  • Anzahlung auf einen Welpen, den man vielleicht noch nicht einmal gesehen hat oder man sich noch gar nicht sicher ist, ob man aus dieser Zuchtstätte einen nehmen möchte – auf keinen Fall.
  • Die Aussage, daß das weit und breit der einzige ….-welpe und er der einzige Züchter ist, brauchen Sie nicht glauben und auf ein „jetzt oder nie“ auch nicht reagieren.

Bei einem Rassehundverein gibt es das nicht, auch wenn es sich um eine wenig verbreitete Rasse handelt.

Im schlimmsten Fall muss man auf seinen Hund einfach etwas warten.

Empfehlung an die Welpeninteressenten:

Mehrere Eisen im Feuer – das kann für manchen Züchter ärgerlich sein. So appellieren wir an das faire Verhalten der Interessenten!

So hat ein Interessent mehrere Züchter besucht und überall einen Welpen „bestellt“ mit der Aussage: „Wir möchten auf jeden Fall von Ihnen einen Welpen!“. Als der Wurf nun endlich da ist, setzt sich der Züchter daran und bestimmt die Reihenfolge der in Frage kommenden Interessenten.

Natürlich werden die bevorzugt, die schon persönlich da waren, dem Züchter zusagten und fest einen Welpen bestellt haben. Da wird dann dem einen oder anderen Interessenten abgesagt, weil man zu wenig Welpen oder nicht mehr das hat, was er möchte usw.

Kommt man dann zu denen, die fest eingeplant sind, hört man immer wieder: „Ich habe schon einen Welpen“. Na, Bravo. Soll man jetzt den „Abgesagten“ wieder anrufen. Wie sieht das denn aus?

Die Krönung ist allerdings, wenn so mancher Interessent nicht ehrlich mit sich selbst ist.  Eigentlich weiß er, daß er vernünftig wäre, keinen Hund zu kaufen, aus was für Gründen auch immer.

Ärgerlich, aber immer noch besser, ist, wenn der Interessent ein paar Tage vor der Abgabe sein Fehlverhalten einsieht und dem Züchter absagt. (Wer weiß, wieviel Interessenten der Züchter in dieser Zeit schon abgesagt hat, weil er der Meinung war, das dieser Welpe nicht mehr zu vergeben ist?)

Aber so richtig ärgerlich wird es, wenn innerhalb von ein paar Wochen rauskommt, dass es familiäre Änderungen geben wird (von denen man eigentlich schon lange wußte) und nun niemand mehr Zeit für den Hund hat.

Also überlegen Sie sehr gut!

Sie übernehmen die Verantwortung für ein Lebewesen, das nicht in die Ecke gestellt werden kann, wenn es im Weg ist. Seien Sie nicht leichtfertig, nur weil Ihnen diese kleinen Welpen so gut gefallen und Ihnen das Herz überläuft.

Noch ein nützlicher Tip zum Schluss:

Wir empfehlen unseren Welpenkäufern nur Näpfe aus Kunststoff oder Ton und das hat einen guten Grund. Vor ein paar Jahren hatten wir im Bekanntenkreis einen Hund, der ziemlich an Hautekzemen und stumpfen und brüchigen Fell litt.

Herkömmliche Untersuchungen brachten keine Erklärung. Erst eine Haaranalyse brachte es an den Tag. Der Hund hatte eine toxische Vergiftung.

Der Besitzer verwendete, wie so viele, Metallnäpfe. In diesem Napf stand das Wasser immer (natürlich immer wieder frisch aufgefüllt). Aber dieser Napf sondert ab, vor allem, wenn etwas lange darin steht und so hatte der Hund eine Aluminium / Nickel-Vergiftung.

Diese „Blechschüsseln“ haben aber auch noch einen weiteren Nachteil:
Sie sind sehr leicht und werden nur so durch die Gegend geschoben. Am besten hat sich eigentlich der Tonnapf bewährt. Durch sein Gewicht rutscht er kaum und Wasser bleibt schön kühl

Elmato 10437 Futternapf, Ton, 1/2 ltr.
  • aus glasiertem Ton
  • leicht zu Reinigen
  • Fassungsvermögen 1/2 l

Letzte Aktualisierung am 13.12.2018