Sandmücke

Sandmücke (Schmetterlingsmücken)

Die Sandfliege überträgt bei Mensch und Hund die Leishmaniose, eine sehr ernste Parasiteninfektion.

Deshalb ist es wichtig, bei Reisen in die betroffenen Länder Hunde gegen Sandfliegen zu schützen, weil dies die einzige brauchbare Lösung zur Verhinderung einer Leishmaniose ist.

Die Sandfliege tritt besonders in Lateinamerika, und in allen mediterranen Ländern auf.

Zu letzteren gehören: 

  • Portugal
  • Frankreich
  • Spanien
  • Italien
  • Malta
  • Griechenland
  • Türkei
  • Israel
  • Ägypten
  • Lybien
  • Tunesien
  • Algerien
  • Marokko

Wie kann ich eine Sandmücke erkennen und wo lebt sie?

Sandmücken sind kleine (2,5 – 3 mm lang), haarige, zweibeflügelte Insekten, die, unüblich bei Insekten, nicht summen. Ihre Farbe reicht von strohfarben bis dunkelbraun. Wenn sie stechen wollen, hüpfen sie mit ausgebreiteten Flügeln über den Körper des Hundes.

Bild auf Wikipedia

Sie stechen sowohl Menschen als auch Hunde und einige gegen ihre Stiche sensibilisierte Individuen bekommen schwere juckende Reaktionen . Sandmücken sind tagsüber nicht zu sehen, da sie in Ritzen und Spalten ruhen.

Die Mücken, welche die Hundeleishmaniose übertragen, leben nicht an Stränden, sind aber im allgemeinen reichlich in ländlichen Gegenden oder in bewaldeten Flächen von Städten, wie Garten oder Parks, zu finden. Eine Woche nach Eiablage schlüpfen die Larven aus den Eiern.

Es existieren vier Larvenstadien, bevor die Puppe bzw. der Kokon gebildet wird. Zehn Tage später schlüpfen die erwachsenen Tiere. Bis hierhin dauert der gesamte Entwicklungszyklus, beginnend mit der Eiablage, ungefähr 2 Monate.

In den mediterranen Ländern beginnt die Sandmückensaison im Mai und endet im September bis Oktober. Die letzte Sandmückengeneration überwintert im vierten Larvenstadium.

Beide Geschlechter ernähren sich von Zucker aus Pflanzen oder von Blattlaus-Honigtau. Im Gegensatz zu Männchen ernähren sich die Weibchen auch von Blut. Innerhalb einer Woche nach einer Blutmahlzeit legen die Weibchen dann um die 100 Eier in feuchten, mit organischen Stoffen angereicherten Boden.

Der Aktivitätszyklus der Sandmücken beginnt kurz nach Sonnenuntergang und dauert bis zum Morgengrauen an.

Mediterrane Sandmücken mögen warme Nächte ( über 16 Grad C) und können aufgrund ihrer Winzigkeit nicht bei starkem Wind fliegen. Trotzdem können sie lange Distanzen zurücklegen, sogar mehr als 2 km.

Sie stechen meistens im Freien, obgleich sie auch ziemlich häufig in Wohnräumen anzustreffen sind. Sie finden eine Blutmahlzeit, indem sie ein Tier in Windrichtung wittern, dann gegen den Wind fliegen, um sich schließlich auf dem Wirt niederzulassen und zu stechen.

Wie kann ich meinen Hund schützen ?

Lassen Sie Ihren Hund zwischen Mai und Oktober von Sonnenuntergang bis zum Morgengrauen im Haus. Achten Sie auf mögliche klinische Symptome. Haben Sie den Verdacht, daß Ihr Hund infiziert wurde, so lassen sie von Ihrem Tierarzt eine Blutuntersuchung durchführen .

Die Behandlung ist um so erfolgreicher, je früher man damit beginnt.

Falls Sie in eine der genannten Regionen verreisen, fragen Sie Ihren Tierarzt einige Wochen vor Reiseantritt nach einem effektiven Schutz gegen die Schmetterlingsmücken.

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