Herzwurm

(Dirofilariose)

Herzwurm – Erreger der Herzwurmkrankheit ist Dirofilaria immitis, eine Filarienart. Er ist obligat zweiwirtig. Stechmücken übertragen die Mikrofilarien (die Vermehrungsform). Daraus entwickeln sich Hund die adulten Herzwürmer.

Diese Herzwürmer finden sich in großer Zahl im rechten Herzen, der großen Lungenaterie, der großen Hohlvene und gelegentlich in anderen Organen. Sie sind 1mm dick und 20-30 cm lang. Das Erregerreservoir bilden latent infizierte Hunde.

Das Vorkommen der Krankheit wird duch die Verbreitung der Stechmücken bestimmt. Das größte Infektionsrisiko haben in Europa die Mittelmeerländer.

Die Ausprägung der Symptome ist von Anzahl und Lokalisation der Makrofilarien abhängig.

Die Patienten ermüden schnell und zeigen das Bild einer Herzkrankheit:

  • Atemnot
  • Husten
  • Herzrasen
  • Herzerweiterung
  • Leberstauung
  • Bauchwassersucht
  • Wasser in den Beinen.

Die Diagnose erfolgt durch Blutuntersuchungen.

Es ist zu beachten dass diese Untersuchung erst 6-7 Monate nach der Infektion aussagefähig ist, wenn die adulten Herzwürmer geschlechtsreif geworden sind. Die medikamentöse Therapie ist in der Wirkung unzureichend bei massiven Nebenwirkungen.

Das Abtöten adulter Herzwürmer ist zudem sehr riskant wegen der Gefahr einer Thrombose. Für massive Fälle bleibt dann nur noch die offene Herzchirurgie mit mechanischer Entfernung der Würmer. Risiko und Kosten sind hoch.

Zur Prophylaxe hält Ihr Tierarzt geeignete Medikamente vorrätig. Die erste Anwendung erfolgt spätestens eine Woche vor Urlaubsbeginn. Dann 1x alle 4 Wochen bis 2 Monate nach Urlaubsende.

Buchtipp der Redaktion 

Unsere Hunde - gesund durch Homöopathie: Heilfibel eines Tierarztes
  • Hans Günter Wolff
  • Herausgeber: Sonntag
  • Auflage Nr. 15 (19.09.2012)
  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten

Letzte Aktualisierung am 16.12.2018


Kommentar hinterlassen