welpe zu kaufen gesucht

Welpen zu kaufen gesucht ?

Bevor Sie einen Welpen kaufen…

Was gibt es schöneres als junge Hunde? Wenn Sie auf ihren tapsigen Pfoten auf den Menschen zulaufen und ihn mit ihren großen Augen ansehen, schmilzt auch das härteste Herz und meistens verschwinden auch alle guten Vorsätze.

Es ist schwer sich dieser Wirkung zu entziehen (ich selber bin sehr anfällig dafür) und schon mancher fand sich nach einem unverbindlichen Besuch, frei nach dem Motto: „Ach komm, wir gehen nur mal gucken“, anschließend als stolzer Hundebesitzer wieder.

Weigel - Fotolia.com
Weigel – Fotolia.com

Ist er nicht süß ?

Sicher, aber widerstehen Sie dem spontanen Welpenkauf ! Sie tun weder sich noch dem Hundewelpen einen Gefallen. Die übervollen Tierheime zeugen leider davon.

Damit Ihr neuer vierbeiniger Mitbewohner Ihnen viel Freude macht gilt es einiges zu bedenken. Wir wollen Ihnen keinesfalls die Anschaffung eines Hundes ausreden ! Aber im Interesse der Hunde möchten wir Sie an einige Pflichten , die als Hundehalter auf Sie zukommen werden , erinnern.

Wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte auf Sie zutreffen, sollten Sie keinen Welpen kaufen.

© Radoslaw Korga - Fotolia.com
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Sie sind allein und ganztägig berufstätig oder außer Haus.
Auch wenn die Sehnsucht nach einem „Kameraden“ noch so groß ist, Sie tun weder sich noch dem Hund einen Gefallen.

Sie fürchten den Aufwand, den Hund in der Wohnung zu halten (der Hund kann haaren und riecht manchmal), und wollen Ihn deshalb ständig im Zwinger halten.
Der Hund ist ein Rudeltier und braucht die sozialen Kontakte zu „seinen“ Menschen, ansonsten verkümmert er.

Ihre Freizeit oder Gesundheit erlaubt es nicht, ihrem Hund täglich mindestens zwei Stunden Bewegung im Freien zu ermöglichen.

Sie haben keine Lösung bei unvermeidlichen längeren Abwesenheiten, z.B. Flugreisen im Urlaub.
Es gibt zwar hervorragende Hundepensionen, aber die Unterbringung Ihres Hundes dort sollte eher die Ausnahme denn die Regel sein.

Nicht alle Mitglieder Ihrer Familie stehen ausnahmslos hinter der Entscheidung, sich einen einen Hund anzuschaffen.

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Kaufen Sie NIE einen Hund, nur weil ihre Kinder den Welpen so süß finden. Die Begeisterung läßt meistens sehr schnell nach und die Pflege, das Gassigehen, Sauberhalten und die Tierarztbesuche bleiben dann an der Hausfrau oder dem Hausmann hängen.

Pflichten und Einschränkungen, die auf Sie zukommen werden:

Mit der Anschaffung eines Hundes binden Sie sich für 10 Jahre und länger. Die tägliche Pflege, Auslauf und das Spiel mit Ihrem Hund gehören dazu. Ein Hund wird nie „selbständig“. Er wird immer auf Sie angewiesen sein.

Die Folgekosten für einen Hund übersteigen die Anschaffungskosten bei weitem.

  • Futterkosten
  • Tierarztkosten
  • Hundesteuer
  • Versicherungen usw.

Dies alles summiert sich im Laufe eines Hundelebens zu einer nicht unerheblichen Summe.

  • Bei großen Hunden ist evtl. irgendwann die Anschaffung eines Kombis erforderlich.
  • Die Auswahl der Urlaubsorte ist eingeschränkt. Nicht jedes Hotel oder Campingplatz erlaubt das Mitbringen von Hunden.
  • Ein Hund macht ebensoviel Mühe wie die Erziehung eines Kindes.

Hund und Kind – so klappt das Zusammenleben

Für viele ist das ein Angstthema – in der Regel völlig unbegründet. Lebt der Hund bereits in der Familie, wenn sich Ihr Nachwuchs einstellt, wird der Hund es als Rudelmitglied akzeptieren. Voraussetzung ist, dass Sie den Hund auch in Kontakt mit dem Baby kommen lassen und ihn nicht etwa wegsperren.

© Sergey Nivens - Fotolia.com
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Geben Sie ihm keinen Grund zur Eifersucht, und Sie werden keine Probleme haben. Aus eigener Erfahrungkönnen wir sagen daß sich das Zusammenleben mit Hunden auf die Entwicklung von Kindern positiv auswirkt. Die Kinder müssen frühzeitig auf gewisse Regeln aufmerksam gemacht werden.

Dazu gehört:

Den Hund nicht am Schwanz zu ziehen oder mit den Fingern in die Augen oder in die Nase zu stechen. Dies wird immer wieder gerne ausprobiert und gefällt den wenigsten Hunden. Wenn der Hund dann knurrt oder schnappt ist Ärger vorprogrammiert.

Nicht aus Bellos Trink und Futternapf essen (Unser Junior hat sich zu unserem Entsetzen einmal die Kellogs im Futternapf unseres Hundes zubereitet. Er hat zwar keine Schäden davongetragen, aber von einer Nachahmung raten wir Ihnen trotzdem ab)

Dem Hund während des Fressens nicht den Futternapf wegnehmen. Dies läßt er sich zwar meist von Ihnen als Rudelführer gefallen, aber nicht unbedingt von Kindern.

Wenn die Kinder lernen auf die Bedürfnisse des Hundes Rücksicht zu nehmen, steht einer innigen Freundschaft nichts im Wege.

Grundaussstattung für den Welpen

Bevor der Welpe ins Haus kommt, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen.

 © weekender120 - Fotolia.com
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Notwendiges Zubehör

Der Schlafplatz:

Zuallererst braucht der Hund einen Platz zum Schlafen und Ruhen. Das kann eine Decke, eine Matratze oder ein Korb sein. Es soll auch Tierliebhaber geben, die ihre Hunde bei sich im Bett schlafen lassen.

Das kommt gar nicht so selten vor, wie Sie jetzt vielleicht glauben werden. Aber gehen wir mal davon aus, dass Ihr Hund seinen eigenen Platz zugewiesen bekommt, der nur für Ihn bestimmt ist. Was Sie auch wählen, es muß groß genug sein, damit der meist zusammengerollt schlafende Hund darauf oder darin liegen kann. Denken Sie auch daran den Liegeplatz mit einer Unterlage gegen Kälte vom Boden zu schützen.

Wenn Sie sich für einen Weidenkorb entscheiden, denken Sie daran, dass der Junghund ins Knabberalter kommt. Er wird den Korb dann unter Umständen zerlegen. In den Korb gehört eine Decke die wasch- und desinfizierbar sein muß.

Omas alte Sofadecke ist dafür wahrscheinlich nicht besonders geeignet. Es gibt im Zoofachhandel genügend Decken zur Auswahl, die wärmen und trocknen und gleichzeitig pflegeleicht sind.

Fressgeschirr:

Der Hund braucht sein eigenes Geschirr. Dazu zählt eine Schüssel für frisches Wasser, das immer in ausreichender Menge vorhanden sein muß und eine Schüssel für das Futter. Diese Gefäße können aus glasiertem Ton oder aus Metall sein.

Achten Sie darauf, dass der Untergrund rutschfest auf Gumminoppen steht. Sehr praktisch ist auch ein Gestell, in dem die Schüsseln nebeneinander Platz haben. Das erleichtert großen Hunden übrigens das Fressen ungemein. Die tägliche Reinigung des Fressgeschirres ist eine selbstverständliche Pflicht.

Hier noch ein Tip von Frau Hildebrand.

Wer seinem Hund einen kleinen Luxus gönnen möchte, sollte z.B. im Garten ein automatisches Selbsttränkebecken installieren. (Anschluss an die Wasserleitung) Wir sehen bei unseren Hunden wie sehr alle es genießen, ständig frisches Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben. (mit ca. 70 Euro sind sie dabei). Besonders große Rassen haben meist auch großen Durst.

 Leine oder Brustgeschirr?

Das erste Halsband für den Welpen ist in der Regel sehr einfach und wird oft beim Kauf des Welpen vom Züchter dazugegeben. Fragen Sie einfach mal danach. Wenn der Hund größer und kräftiger wird, müssen Sie sich für eine stabilere Ausführung entscheiden. Empfehlenswert sind Halsbänder mit Schlinge, die bei Bedarf angelegt werden.

© javier brosch - Fotolia.com
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Brustgeschirre eignen sich für weniger zugstarke Hunde. Ausnahmen sind die die Zuggeschirre für Schlittenhunde.

Bürsten und Striegel:

Für kurzhaarige Hunde gibt es Striegel aus Gummi oder weichem Kunststoff, um loses Haar durch elektrostatische Aufladung zu entfernen.

Für langhaarige Hunde brauchen sie einen grob- und einen feinzinkigen Kamm und eine Drahtbürste mit abgerundeten Ecken.

Hunde wie der Airedaleterrier werden getrimmt. Dabei wird das Haar gezupft . Wenn Sie darin noch unerfahren sind, besuchen Sie einen Hundesalon und schauen der Fachkraft beim Trimmen zu. Mit etwas Übung können Sie das auch bald selbst erledigen.