Übergewicht bei Hunden

Das Thema Übergewicht beim Hund gewinnt bedauerlicherweise in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung.

Ähnlich wie bei der menschlichen Bevölkerung der sogenannten „reichen“ Länder ist bei den Vierbeinern vermehrt Fettleibigkeit festzustellen.

Woher kommt das?
Gibt es eine Parallele zu dem Gewichtsproblem der Menschen ?

Und: ab wann gilt ein Hund überhaupt als übergewichtig, und wie genau stelle ich das fest?

Viele Besitzer von Hunden haben generell ein Problem damit, zu erkennen, inwieweit der Hund an Gewicht zugelegt hat.

Eine recht einfache Regel ist:

Wiegen Sie den Hund regelmäßig – am besten einmal wöchentlich und einem festgelegten Tag. Das Wochenende eignet sich dazu hervorragend. Sie stellen zuerst sich selbst auf die Waage, um das Gewicht festzustellen, und dann wiederholen Sie den Wiegevorgang, wobei Sie Ihren Hund auf den Arm nehmen.

übergewicht bei hunden
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Der Differenzbetrag ist das Gewicht Ihres Hundes. Notieren Sie sich dieses Gewicht, um eventuelle Abweichungen schnell feststellen zu können. Es spricht übrigens nichts dagegen, den Hund öfter oder sogar täglich zu wiegen – immerhin machen das sehr viele Menschen ja auch.

Etwas problematisch kann es sein, den Hund selbst zu wiegen, wenn er sehr groß ist, z. B. über 25 kg wiegt. Dann sollten Sie beim Tierarzt vorsprechen und dort nachfragen, ob Sie den Hund regelmäßig zum Wiegen bringen dürfen. Kaum ein Tierarzt wird das ablehnen – im Gegenteil, die Tierärzte schätzen es sehr, wenn die Halter sich so um Ihre Schützlinge kümmern.

Wenn Sie eine Gewichtszunahme bei Ihrem Hund feststellen, kann es dafür verschiedene Gründe geben.

Entweder er frisst zuviel, oder er bewegt sich zuwenig. Eine Kombination aus beiden Faktoren ist natürlich auch möglich und denkbar schlecht. Es kann aber auch sein, dass der Hund krank ist und seine Verdauung nicht optimal arbeitet.

© Willee Cole - Fotolia.com
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Wenn man trotz des regelmäßigen Wiegens nicht sicher ist, ob der Hund Übergewicht hat oder nicht, dann machen Sie folgendes: betrachten Sie Ihren Hund ganz genau von oben. Stellen Sie sich über ihn und überprüfen, ob unmittelbar hinter seinem Brustkorb der Körper etwas schmaler ist – also in etwa, was unserer Taille entspricht. Ist der Hund nicht sichtbar schmaler an dieser Körperstelle, so lässt dies den Schluss zu, dass er zu viel Gewicht mit sich herumträgt.

Ein weiteres, gutes Indiz, um „Normalgewicht“ festzustellen ist die Hände an den Seiten des Brustkorbes Ihres Hundes aufzulegen. Dabei sollten Sie die Rippen leicht spüren. Wenn die Rippen nicht fühlbar sind, dann liegt eine zu dicke Fettschicht darüber. Sind die Rippen stark hervortretend, kann es sich möglicherweise um Untergewicht handeln.

Um ganz sicherzugehen, ob Ihr Hund sein ideales Gewicht hat, fragen Sie Ihren Tierarzt oder Tierhomöopathen. Wenn einmal dieses optimale Gewicht feststeht, sollte man es halten.

Ihr Tierarzt wird auch gerne Empfehlungen aussprechen über die Menge des Futters, dass der Hund täglich bekommen soll, um gut versorgt zu sein. Hier sollten Sie keinesfalls mehr füttern, als empfohlen.

Gerade die „kleinen Leckerchen“ zwischendurch sorgen dafür, dass der Hund an Gewicht zunimmt. Man sollte bei der täglichen Futterplanung auch diese Naschereien oder Belohnungen für zwischendurch mit einrechnen, damit der Hund nicht zuviel Kalorien aufnimmt.

Gesund für Hund und Halter sind tägliche Spaziergänge und regelmäßiges Bewegungstraining. Der Hund braucht das auch, um seinen natürlichen Bewegungstrieb ausleben zu können.

Ein Hund, der seiner Größe und seinem Gewicht entsprechen ernährt wird und täglich ausreichend Auslauf bekommt, sollte nicht zu dick sein. Ist er dies doch, lassen Sie die Ursachen bitte durch einen Fachmann überprüfen.