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Parodontitis beim Hund

Hundeparodontose ist eine der häufigsten Zahnerkrankungen beim Hund.

Generell sind bei den Hunden Erkrankungen der Mundhöhle extrem verbreitet, und zwar mit stark steigender Tendenz.

Allerdings wird die Diagnose bedauerlicherweise in sehr vielen Fällen viel zu spät festgestellt, manchmal bemerkt der Tierarzt auch gar nicht, dass der Hund im Maul nicht in Ordnung ist.

Dies kann zum Teil auch daran liegen, dass gerade diese Krankheitsbilder sich schleichend und sehr langsam über einen längeren Zeitraum entwickeln können.

Je weiter die Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose fortgeschritten ist, umso schwieriger wird die Behandlung und Wiederherstellung.

 © Christoph Hähnel - Fotolia
© Christoph Hähnel – Fotolia

Sehr schwierig ist eine Behandlung der Parodontitis beim Hund deshalb, weil sie sehr viele unterschiedliche Erscheinungsformen aufweist.

Im Grunde ist eine Parodontose eine Entzündung im Bereich zwischen Zähnen und Zahnfleisch. Der sog. Zahnhalteapparat wird durch eine Parodontose stark geschwächt. Der Halteapparat beginnt bei den Kieferknochen, zu ihm gehören aber auch das Zahnfleisch und die Parodontalfasern sowie das Wurzelzement.

Eine Hundeparodontose kann bereits bei sehr jungen Hunden auftreten und in schlimmen Fällen sogar schon die Milchzähne des Tieres befallen.

Eine Statistik zeigt, dass schon bei vielen Hunden im Alter von nur 2 Jahren eine Parodontitis ihren Lauf nimmt und dass 4/5 der Tiere mit sechs Jahren eine gravierende Hundeparodontose aufweisen. Diese Zahlen sind erschreckend.

Eine Parodontose entsteht durch Bakterien. Diese Bakterien arbeiten an der Plaque (Zahnbelag), wodurch es zu einer Entzündung des umliegenden Zahnfleisches kommt. Das führt dazu, dass das Zahnfleisch nicht mehr so dicht am Zahn anliegt, und schädliche Substanzen können näher an den Knochen gelangen.

Außerdem werden auch die Parodontalfasern zerstört, was zu den parodontalen Taschen führt, und der Knochen in dem befallenen Bereich geht zurück.

© aceshot - Fotolia.com
© aceshot – Fotolia.com

Unsere Hunde haben ziemlich viele Bakterien in ihrem Maul. Bedingt durch das feuchte und warme Klima in der Mundhöhle fühlen Bakterien sich gerade hier pudelwohl und neigen auch noch dazu, sich schnell zu vermehren.

Außerdem stecken unsere Hunde ja gerne ihre Nasen in alles Mögliche, so dass permanent neue Bakterien aufgenommen werden.

Wenn der Hund über ein gutes Abwehrsystem verfügt – sprich: über eine saubere, gesunde Mundhöhle – dann stellt dies kein ernstes Problem für ihn dar. Wenn jedoch bereits Zahnbeläge vorhanden sind, dann bieten diese eine hervorragende Brutstätte für Bakterien.

Eine Parodontose beim Hund entwickelt sich bedauerlicherweise sehr viel schneller als beim Menschen.

Und auch die Behandlung ist – gerade im fortgeschrittenen Stadium – weitaus schwieriger. In vielen Fällen ist der schlechte Zahnzustand gar nicht mehr zu beheben.

Lassen Sie daher mindestens 2 x jährlich die Zähne Ihres Hundes durch einen Fachmann überprüfen, um eine mögliche Erkrankung frühzeitig genug zu erkennen und gut behandeln zu lassen.

Damit Ihr Bello auch noch im hohen Alter bissfeste Zähne hat!