Mäusegerste quält Hunde

Mäusegerste (Hordeum murinum)
Widerliche Widerhaken – Mäusegerste

Die Mäuse-Gerste war Aufhänger für einen Artikel in der Welt.
http://www.welt.de/print/wams/wissen/article130093187/Fuhrs-Hund.html

Fuhrs Hund – der Leidtragende – hatte sich eine Granne „eingefangen“.

Anzutreffen ist die Wildform der Gerste am Wegesrand,innerhalb der Stadt auch unter Bäumen und zwischen Steinen. In Notzeiten wurde die Mäusegerste zu Mehl verarbeitet, heute gilt sie allgemein als Unkraut.

Viele Hunde haben ebenfalls schon, die oft schmerzhafte, Bekanntschaft mit der Mäusegerste machen müssen. Im Herbst, wenn die Grannen der Mäusegerste ausreifen und sich verhärten, ist für Hundehalter die Zeit der regelmässigen Kontrolle nach dem Spaziergang mit dem Hund gekommen.

Warum die Grannen der Mäusegerste so gefährlich für unsere Hunde sind.

Die Grannen der Mäusegerste bohren sich in die Pfoten oder auch weichen Hautstellen wie Genitalbereich, Nase, Achseln, Augenlider, und beginnen dann zu wandern.

gerste

Dabei lösen sie in den betroffenen Partien teils schwere Entzündungen aus. Die Grannen können dann nur noch operativ entfernt werden.

Vorbeugung:

Untersuchen Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang, besonders den Bereich um die Pfoten und das Fell. Beim Stöbern fängt Bello sich die Grannen ein und die haften wirklich wie „die Kletten“. Halten sie den Bereich um die Pfoten möglichst frei von Haaren. So können sich dort keine Grannen verfangen und sie erkennen sie auch leichter.

Symptome:

Geschwollene Augen sind noch am leichtesten zu erkennen. Andauerende Niesattacken und blutiger Nasenausfluss können auf Grannen in der Nase hindeuten, starkes Kopfschütteln auf Grannen im Gehörgang, ausdauerndes Lecken an der Pfote oder anderen Körperstellen auf eingedrungene Grannen in die Haut.

Behandlung:

Suchen Sie auf jeden Fall einen Tierarzt auf. Er wird die eingedrungene Grannen operativ entfernen. Der Hund muss dafür in der Regel in Narkose gelegt werden.

Je länger sie warten umso heftiger kann die Entzündung werden.

Wissenswertes zur Mäusegerste.

Ursprünglich stammt die Mäusegerste aus dem Mittelmeergebiet und Kleinasien. Mittlerweile hat diese Pflanze den Weg in unsere Breitengrade geschafft und ist hier heimisch geworden. Die Samen der Mäusegerste sind z.B. in den Mischungen zur Vogelfütterung im Winter enthalten.

Die Mäusegerste erreicht im Durchschnitt eine Wuchshöhe von 20 bis 30 Zentimeter, selten über 40 cm. Diese Pflanzen können sowohl einjährig wachsen, als auch überwintern (überjährig).

Frostempfindliche Pflanzen wie die Mäusegerste haben in Städten eine höhere Überlebensmöglichkeit weil das Stadtklima immer deutlich wärmer ist als das umgebende Klima.

An den feinen Grannenhaaren befinden sich winzig kleine Widerhaken, womit sie sich in der Kleidung des Menschen und besonders im Fell von Hunden und Katzen festsetzen.

Die Grannen der Mäusegerste können sich überall am Körper festsetzen. Am häufigsten sind jedoch die Pfoten und der ganze Kopfbereich betroffen. Welche schlimmen Folgen dies für die Gesundheit des Tieres haben kann, können Sie im Artikel Tückische Widerhaken von Jennifer Overmeier nachlesen.

Die Mäusegerste blüht immer, wenn die Temperaturen lange genug ausreichend hoch waren, in Mitteleuropa in der Regel von Mai bis Oktober.

Die Samen der Mäusegerste – einsamige Schließfrüchte (Karyopsen) – sind essbar. Sie sind aber sehr klein. Daher rührt der Name der Pflanzenart – Gerste für Mäuse.

Quellen:
http://de.wikipedia.org