Künstler und ihre Hunde

Es ist schon bemerkenswert: die meisten der ganz großen und weltberühmten Künstler verewigen irgendwann einmal einen Hund in ihrem Werk.

Beschäftigt sich man mit dem Werken der alten Meister, so kann man feststellen, dass in früheren Zeiten der Hund sehr häufig in Jagdszenen abgebildet wurde. Man trug damals hauptsächlich seiner Rolle als jagdlicher Begleiter Rechnung.

In der neueren Zeit dagegen wurde der Hund dann immer häufiger als Freund und Gefährte des Menschen abgebildet. Die Beziehung zwischen Menschen und Hunden wurde oft zum Thema in gemalten Bildern und recht häufig wurde der liebste Freund des Künstlers in Öl festgehalten.

Viele Künstler waren selbst begeisterte Hundehalter und haben ihren 4-beinigen Liebling aus ganz persönlichen Gründen auf der Leinwand verewigt.

So ist z. B. bekannt, dass der große Picasso fast immer in Gesellschaft eines Hundes war, wenn er in seinem Atelier Bilder malte. Zu den Rassen dieses weltberühmten Malers sollen Dackel, Dalmatiner und Afghanen gezählt haben.

Die berühmte Künstlerin Frida Kahlo verwendete oft Hundedarstellungen in ihren Bildern und symbolisierte durch sie politische Themen.

Ganz bekannt sind auch die Darstellungen des Malers Franz Marc aus München (1880 bis 1916). Marc wurde durch seine farbigen Tiere berühmt – er erlangte mit seinen roten Rehe und blauen Pferden Weltruhm. Von ihm weiß man, dass er ab 1909 einen Hund namens „Russi“ bei sich hatte, den er auch häufig malte.

[ Link zur Website Franz Marc Museum ]

Sehr berühmt ist sein Werk „Hund vor der Welt“ aus dem Jahr 1912. Auf diesem Bild nimmt sein Hund die größte Fläche des Bildes ein, und der Künstler malt eine Szene gewissermaßen hinter dem Hund stehend. Franz Marc setzte sich hier sehr stark mit der Sichtweise seines 4-beinigen Freundes auseinander.

Wer sich intensiver mit der Bedeutung des Hundes in der Malerei auseinandersetzen möchte, dem empfehlen wir den liebevoll gestalteten Bildband von Erika Billeter: „Hunde und ihre Maler“.

Wer Picasso schätzt, dem wird das Buch „Picasso & Lump“ gefallen. Dieses Buch erschien ebenfalls im Benteli Verlag, ist jedoch leider nur in Englisch erhältlich.

Allerdings sind die hier gezeigten schwarz-weiß Aufnahmen von Picasso und seinem Dackel-Freund außergewöhnlich schön und zeigen die innige Beziehung zwischen dem Künstler und seinem Begleiter.