hund loben

Hunde richtig loben

Wie beim Menschen auch, ist in der Erziehung des Hundes ein gut angebrachtes Lob das beste Mittel, um das Tier zum gewünschten Verhalten zu bringen.

Dies beginnt schon beim Welpen: sobald der Kleine etwas gut macht, ist ein Lob angesagt. Damit der Welpe das auch richtig versteht, sollte sich das Lob vom Tadel deutlich unterscheiden: loben Sie den Welpen mit einer etwas höheren, freundlichen Stimme, wohingegen Sie ihn beim unerwünschten Verhalten mit dunkler Stimme tadeln.

Es ist sehr wichtig, dass der Welpe diese beiden gegensätzlichen Reaktionen deutlich unterscheiden kann.

Bei der Erziehung mit der Stimme kommt es nicht auf die Bedeutung der Worte an, die Sie verwenden. Vielmehr bemerkt der Welpe deutlich Ihre Körpersprache und Ihre Stimmung – und diese sollten Sie dann auch deutlich durch Ihre Stimmlage mitteilen.

© olly k - Fotolia.com
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Durch das Lob erfährt der Hund eine Bestätigung und wird gleichzeitig zu weiterem, positivem Verhalten motiviert.

Natürlich kann man den Welpen auch noch durch andere Methoden motivieren: nämlich mit Futter, durch Streicheln mit der Hand und durch fröhliches Spiel. Dabei sollte das Futter nur gezielt eingesetzt werden, und ein Leckerchen sollte der Welpe wirklich nur dann erhalten, wenn er etwas „gut“ gemacht hat.

Häufig werden die kleinen Futterhäppchen zu allen möglichen Gelegenheiten gegeben und man vergisst völlig, dass sie auch ganz nebenbei erheblich zur täglichen Kalorienaufnahme beisteuern können.

Bitte berücksichtigen Sie beim täglichen Füttern immer auch eine evtl. Menge an „zwischendurch“ verfütterten Belohnungshäppchen.

Wichtig ist es, der Situation angemessen zu loben. So ist es z. B. nicht gut, den Welpen grundsätzlich dann zu loben, wenn er auf Zuruf zu ihnen zurückkehrt.

Denn wenn er vorher weggelaufen ist, um einen vorbeigehenden Jogger anzukläffen, so sollte er nicht Belohnung erfahren, wenn er zurückkommt, weil er das gleichsetzen wird mit Bestätigung des Verbellens des fremden Menschen. Achten Sie daher immer darauf, dass die Situation, für die gelobt wird, eindeutig ist.

Letztendlich sollte man das kontinuierliche Loben einstellen, wenn ein Erziehungsprozess abgeschlossen ist. Sicherlich wird Ihr Hund immer mal wieder einige „Aufwärm-Stunden“ benötigen, um das Gelernte zu festigen, man sollte jedoch vermeiden, nach jedem guten Benehmen zu loben. Vielmehr sollte das Loben in zunächst kleineren und später in größeren Abständen erfolgen, jedoch nie ganz wegfallen.

Um noch einmal auf die Erziehung mit Leckerlis zurückzukommen: die kleinen Belohnungen in Form von Futter sind durchaus begrüßenswert und gut geeignet, um den Hund zu einem gewünschten Verhalten zu bewegen. Werden diese jedoch ausschließlich zur Erziehung eingesetzt, so wird der Hund Sie nur als Futterreservoir ansehen. Das soll so nicht sein.

Vielmehr ist gewünscht, dass der Hund Sie als Autorität betrachtet. Sie sind immer derjenige, der in der Rudel-Hierarchie über dem Hund stehen muss.

Insofern sollte die Erziehung grundsätzlich auch immer mit gesprochenem Lob oder Tadel einhergehen, damit der Hund bemerkt, dass Sie unmittelbar an der Erziehung teilhaben, und dass Sie es sind, der Dinge von ihm verlangt. Wichtig dabei ist es, konsequent und liebevoll zu erziehen und Aggressivität zu vermeiden.

Wenn der Hund bemerkt, dass sein Halter zuverlässig und authentisch ist, wird er sich ihm gerne anschließen und das Erlernen neuer Dinge wird ihm Spaß machen.

© Conny Hagen - Fotolia.com
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Eine wichtige und sinnvolle Ergänzung im Rahmen der Erziehung des Hundes ist die Körpersprache. Oftmals wird diese völlig unterschätzt. Wenn der Hund etwas richtig macht, dann ist es sinnvoll ihn zu loben indem man das sagt und ihn liebevoll hinter den Ohren krault oder an anderen Stellen, von denen man weiß, dass er sie gerne hat.

Vermeiden sollte man anerkennendes Klopfen auf die Rippen, vergleichbar mit dem „Schulterklopfen“ bei Menschen.

Bei Hunden ist diese Art der Berührung nicht angenehm sondern kann eher bedrohlich wirken. Berührungen als Lob sollten immer sanft erfolgen, so dass der Hund sie ohne Zweifel als positiv einordnen kann.

Sehr beliebt als Lob ist bei den Hunden das gemeinsame Toben und Spielen. Lernen und Spielen miteinander zu verbinden sind ohnehin eine optimale Methode, um den Hund zu erziehen.

Denn daran haben fast immer sowohl Hund als auch sein Herrchen Spaß – da kann der Erfolg gar nicht ausbleiben.