Hund hat Grasmilben!

Grasmilben, korrekt als Herbstgrasmilben bezeichnet, sind Spinnentiere. Ihre lateinische Bezeichnung lautet (Neotrombicula autumnalis) und man zählt sie zu den Spinnentieren.

Man findet sie unter den verschiedensten Bezeichnungen, so werden sie auch:

  • Erntemilben
  • Herbstlaus
  • Erdlaus
  • Gras- oder Pfirsichlaus
  • Herbstmilbe genannt.

Sie sind auf der ganzen Welt verbreitet, ihr Erscheinen ist jedoch abhängig von der Jahreszeit. So findet man sie auf der nördlichen Erdhalbkugel in den Monaten April bis Oktober, auf der anderen Seite der Erde dagegen von November bis März.

Beeinflusst wird ihr Erscheinen auch von der Landschaft, in der sie leben und von den jeweiligen Witterungsverhältnissen. Sie leben gerne in Wiesen und Gärten.

Grasmilben sind unbeliebt.

Dies hat mehrere Gründe: die Larven dieser Tiere sind Parasiten. Meist befallen sie Mäuse, nicht selten aber auch Katzen und Hunde. Auch andere Säugetiere und sogar Menschen können von den Parasiten heimgesucht werden. Beim Menschen sind die Larven der Herbstgrasmilben verantwortlich für die Entstehung der sog.Erntekrätze (Trombidiose).

Das Problem ist, dass die Larven ziemlich klein sind und man sie mit bloßem Auge meist gar nicht erst erkennen kann.

Wenn man jedoch vermutet, dass Grasmilbenlarven vorhanden sein könnten, dann sollte man einfach ein weißes Blatt Papier in den Garten legen, die Larven werden dadurch angelockt und man kann sie darauf leicht entdecken, denn ihre Farbe ist ein leuchtendes orangerot.

Sie sind ca. 0,3 mm groß, unter einer Lupe kann man sehr gut ihren recht breiten Rückenpanzer und die zwei recht großen Doppelaugen erkennen. Wenn die Milben ausgewachsen sind, beträgt ihre Größe immerhin zwei Millimeter.

© tyurina - Fotolia.com
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Die Herbstgrasmilbe legt ihre Eier üblicherweise auf moosigen Flächen und/oder auf Grashalmen ab.

Sind die Larven aus den Eiern geschlüpft, wandern sie an Grashalmen hoch und warten dort in einer bevorzugten Höhe von 5 cm bis 20 cm auf ein passendes Wirtstier.

Dies können alle möglichen Tiere sein: häufig sind es kleiner Nager, manchmal auch Vögel, Katzen, Hunde und Menschen. Streift der Wirt an dem Grashalm vorbei, wechseln die Larven geschickt und schnell auf ihn über, um sich sofort an der Haut festzubeißen. Extra zu diesem Zweck haben sie starke Mundwerkzeuge entwickelt.

Doch damit nicht genug: sie sondern zusätzlich eine Art Speichelsekret ab, das dazu dient, die unteren Hautschichten des Wirtes zu lösen, damit sie an ihre eigentliche Nahrung kommen. Diese besteht aus Lymphe und Zellflüssigkeiten, jedoch nicht aus Blut.

Einmal auf dem Wirt festgesetzt, bleiben die Larven für einige Stunden und saugen sich voll. Wenn sie gesättigt sind, lassen sie sich kurzerhand abfallen und entwickeln sich über weitere Stadien zu erwachsenen Herbstgrasmilben. Diese wiederum sind völlig ungefährlich und auch nicht lästig für Menschen, Katzen und Hunde.

Das unangenehme der Grasmilbe sind ihre Larven, die sich ja auf Mensch und Katze gerne festbeißen. Lästig sind die dadurch verursachten Symptome. Diese bestehen in Juckreiz, stark juckenden Quaddeln und Hautrötungen. Diese können einige Stunden nach Befall mit den Larven auftreten, manchmal aber auch erst einen Tag nach Abfallen der Larve.

Typisch sind verkratzte Stellen an dünnen Hautfalten (Arm- und Kniebeuge). Die Beschwerden dauern jedoch nicht länger als 10-14 Tage.

Als Prophylaxe wird empfohlen, Vitamin-B-Komplex Tabletten einzunehmen. Offensichtlich verändert sich dadurch der Körpergeruch derart, dass die Milben abgehalten werden, sich niederzulassen.