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Erkältungen beim Hund

Erkältungen beim Hund – die kalte Jahreszeit steht unmittelbar bevor und mit ihr kommen auch wieder die alljährlichen Krankheiten wie Erkältung, Schnupfen oder Grippe. Wer sich eine Krankheit zugezogen hat und ansteckend für sein Umfeld ist, sollte nicht nur auf seine Mitmenschen sondern ebenso auf seinen Hund Rücksicht nehmen.

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Letzte Aktualisierung am 18.12.2018


Hunde können sich nämlich ebenfalls beim Menschen anstecken und im Folgenden die Krankheit weiter verbreiten. Bei Hunden ist die Ansteckungsgefahr für den Menschen noch größer, da man ihn oft streichelt oder Körperkontakt mit ihm hat.

Hunde können sich eine Erkältung und einen grippalen Infekt hinzuziehen, sind jedoch von dem Influenza-Virus (der „echten“ Grippe) ausgeschlossen.

Wenn der Fall eintrifft, erleidet ihr Hund in etwa dieselben Symptome wie sie beim Menschen auftauchen. Im Falle einer Erkrankung sollten sie ihren Hund weniger beanspruchen als normalerweise und dem Tier viel Ruhe gönnen.

© ots-photo - Fotolia.com
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Die Spaziergänge sollten ebenfalls kürzer gehalten werden für den Zeitraum der Erkrankung. Falls ihr Hund bei einem Spaziergang im Regen nass wird, sollten sie ihn danach gründlich trocken reiben. Wenn zum Schnupfen bzw. zur Erkältung zusätzlich noch rasselnder Atem, Würgen, Husten, eitriger Augenausfluss oder eine erhöhte Körpertemperatur auftreten, sollte der Hund zu einer Untersuchung beim Tierarzt gebracht werden.

Symptome von Hundeschnupfen

Schnupfen ist bei Hunden keinesfalls so harmlos wie beim Menschen. Hat ihr Hund also Schnupfen, beobachten sie dessen Symptome aufmerksam und analysieren sie diese. Neben einer Infektion kommen für einen Schnupfen auch andere Gründe in Frage wie zum Beispiel Fremdkörper, vorrübergehende Reizungen, Tumore oder Allergien.

Wer sich über die Symptone ausreichend informiert und diese rechtzeitig informiert, verringert somit das Risiko einer ernsthaften Erkrankung des Haustieres um ein Vielfaches. Im Folgenden sind die Schnupfensymptome beim Hund aufgeführt:

  • Niesen: Ein erstes Zeichen für eine Reizung der Nasenschleimhäute. Vereinzelte über den Tag verteilte Nieser sind kein Grund zur Besorgnis. Heftige Niesanfälle in Begleitung von Nasenlaufen sind dagegen Zeichen für eine ernsthaftere Erkrankung. Kopfwackeln beim Niesen und ein Berühren der Nase mit den Pfoten können ein Hinweis auf einen Fremdkörper in der Nase sein. Durch längeres Niesen angeschwellte Nasenschleimhäute erschweren die Atmung (hörbar)
  • Laufende Nase: Wässrige bzw. schleimige Absonderungen aus der Nase sind ein Hinweis auf eine Reizung der Nasenschleimhäute. Wenn das Nasenlaufen mehrere Stunden anhält, sollte das für den Besitzer ein alarmierendes Zeichen sein. Bei allergischen Reaktionen sind die Absonderungen klar und wässrig, ebenso wie bei einer Infektion durch Viren. Wenn die Absonderungen gelb, grünlich und dickflüssig sind, weist das auf eine Bakterien- oder Pilzinfektion der oberen Atemwege hin. Wenn stets nur eins der Nasenlöcher betroffen ist, könnte ein Fremdkörper, eine Nasenfistel oder ein Tumor das andere Loch verstopfen.
  • Würgen und Husten: Als postnasales Tropfen wird bezeichnet, wenn die Schleimansammlungen aus der Nasenhöhle bei verschnupften Hunden sowohl aus der Nase hinaus als auch zurück in den Rachen fließen. Dies kann einen Husten- bzw Würgereiz auslösen.
  • Augenreiben: Begleitet mit wässrigem Nasenausfluss ist dies ein typisches Symptom für eine Allergie
  • Nasenbluten: Die Nasenhöhlen können über die Zeit durch Fremdkörper, Parasiten, chronische Infektionen mit Bakterien, Tumoren oder Pilzen wund werden. Achten sie auf Blutbeimengungen in den Absonderungen aus der Nase.
  • Mundatmung: Im Ruhezustand atmen Hunde stets durch die Nase. Sollte ihr Hund spontane Mundatmung aufweisen ist dies ein Zeichen für die Verstopfung beider Nasengänge
  • Fieber: Der Bereich der normalen Körpertemperatur bei Hunden liegt zwischen 38,0 und 39,0 Grad Celsius (rektal gemessen). Temperaturen ab 39,7 Grad Celsius werden als Fieber angesehen und sollten beim Tierarzt untersucht werden.

Vorgehen bei Nasenbluten

Nasenbluten bei Hunden ist in der Regel ein ernstzunehmendes Symptom. Gründe für das Nasenbluten können äußerlicher (Stürze, Verletzungen vom Spielen) oder innerer (Infektionen, Fremdkörper, Tumore) Natur sein. Ist das Nasenbluten einmalig und kurzfristig, dürfte weniger Grund zur Besorgnis bestehen. Wenn jedoch die Blutung wiederholt auftaucht oder über einen längeren Zeitraum anhält, ist tierärztliche Hilfe umgehend zu ersuchen.

Dauer der Erkrankung

Die Dauer der Erkrankung hängt hauptsächlich von 3 Faktoren ab: Der genauen Ursache, dem Immunsystem des Hundes und dessen Behandlung. Es ist eine Krankheitsdauer von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen möglich. Ältere Hunde oder Welpen sind logischerweise eher anfällig für Erkrankungen als adulte Tiere die in der Blüte ihrer Jahre stehen.

Eine ungefähre Einschätzung der Erkrankungsdauer lässt sich vom Hundebesitzer beim Tierarzt einholen. Folge- bzw. Kontrolluntersuchungen sollten davon abhängig gemacht werden, ob die Symptome sich nach dem ersten Besuch nicht deutlich verbessern oder sogar verschlechtern.

Im Zweifelsfall oder wenn man einfach ein schlechtes Bauchgefühl hat, sollte man lieber nochmal den Hund zur Untersuchung bringen. Lieber einmal zu viel als zu wenig.

Behandlungsverlauf

Der Behandlungsverlauf spielt oft eine große Rolle wenn es um die Erkrankungsdauer des Hundes geht. In ernsteren Fällen ist eine richtige Therapie der Erkrankung natürlich am wichtigsten. Wird ihrem Hund eine Fehldiagnose erteilt oder wird ihm nicht genügend Ruhe zuteil, kann sich der Schnupfen über einen längeren Zeitraum hinziehen. Dementsprechend ist bei einer korrekten Behandlung die Dauer der Erkrankung kürzer.

Hausmittel bei infektiösem Schnupfen

  • Liegeplätze trocken und warm halten, vom Spaziergang feuchte Decken ggf. wechseln
  • Genügend Flüssigkeit um die Nasenschleimhäute feuchtzuhalten und dem Kreislauf die benötigten Nährstoffe zuzuführen. Falls sie ihrem Hund Trockenfutter geben, sollten sie dieses vielleicht einweichen bzw. platzieren sie ein paar Leckerchen im Napf
  • Kurze Spaziergänge, vorzugsweise nicht im Regen (würden sie mit einer Erkältung lange durch den Regen laufen?)
  • Ruheplätze abseits von Zimmertüren und Geräuschkulissen, damit der Hund sich gesundschlafen kann
  • Führen sie dem Hund viele Nährstoffe in Form von hochwertiger und Proteinreicher Nahrung zu
  • Fenchelhonig: Vorsicht: Nicht bei Welpen anwenden, nur bei erwachsenen Hunden! Lösen sie etwas Fenchelhonig im Trinkwasser auf oder mischen sie ihn unter das Futter
  • Verkrustungen an der Nase mit lauwarmer Kochsalzlösung entfernen. Die Nase vorsichtig mit Hundepflegecreme oder mit Vaseline einreiben

Hausmittel bei allergischem Schnupfen

Hat mein Hund Allergien? Das sollten sie zuerst in Erfahrung gebracht haben, wie sonst wollen sie ihren Hund davor schützen? Um das festzustellen, bringen sie ihren Hund zu einer Untersuchung beim Tierarzt. Je nach zugrundeliegender Allergie könnten folgende Maßnahmen helfen:

  • Das Tier möglichst von allen auslösenden Allergenen fernhalten
  • Ändern sie den Speiseplan ihres Hundes
  • Allergene, die sich auf dem Fell sammeln, durch regelmäßiges Baden entfernen
  • Wenn möglich den Hund keinem Zigarettenrauch aussetzen
  • Reduzieren sie in der entsprechenden Pollenflug-Saison die Spaziergänge
  • Falls sie einen Garten haben halten sie den Rasen stets kurz und lassen sie den Hund beim Rasenmähen im Haus
  • Sorgen sie dafür, dass beim Staubsaugen oder Wischen der Hund nicht im selben Raum ist

Besonders: Hausstaubmilben-Allergie

Hausstaubmilben kommen in jeder Wohnung vor. Sie ernähren sich von unseren Hautschuppen (wovon sie vor allem auf unseren Kopfkissen genug finden) und ihr Kot enthält allergieauslösende Bestandteile, die sich als Staubpartikel verteilen und dann eingeatmet werden, was zur Hausstauballergie und in extremen Fällen zu allergischem Asthma führen kann.

Falls ihr Hund unter einer Hausstaubmilben-Allergie leiden sollte, gibt es folgende Maßnahmen um die Belastung durch die Allergene im direkten Umfeld des Hundes zu reduzieren:

  • Reinigen sie das Schlafkissen/die Schlafdecke mindestens einmal die Woche mit heißem Wasser
  • Hausstaubmilben bevorzugen ein feucht-warmes Klima, halten sie daher die Luftfeuchtigkeit unter 55% und die Temperatur unter 21 Grad Celsius um der Milbenpopulation entgegenzuwirken
  • Ersetzen sie Hundespielzeuge aus Stoff oder mit Stoffanteilen durch Spielzeug aus Gummi, Kunststoff oder Knochen. Besonders Kuscheltiere sind ein Brutkasten für Hausstaubmilben!
  • Halten sie ihre Wohnräume soweit es geht staubfrei. Möbel oder Gegenstände mit Textilfasern sollten mindestens einmal pro Woche, vorzugsweise mit einem Feinpartikelstaubsauger, abgesaugt werden
  • Besorgen sie ihrem Hund ein Schlafkissen gefüllt mit Polyester-Fasern statt Federn
  • Glatte Oberflächen oder Fußböden aus beispielsweise Laminat mindestens einmal die Woche wischen
  • Platzieren sie die Schlafstelle ihres Hundes nicht auf Betonboden oder im Keller. Diese Gegebenheiten begünstigen Feuchtigkeitsansammlungen und sind zu vermeiden.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit kommt dem Heilungsprozess des Hundes ebenfalls zugute. Dazu eignet sich ein Luftbefeuchter, vorzugsweise mit Meersalz oder verschiedenen Teesorten. Ätherische Öle können giftig für Tiere sein, daher sollten sie diese auf keinen Fall anwenden.

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Ebenfalls verzichtet werden sollte auf Raumdüfte, Räucherstäbchen und Sprays.

Falls ihr Hund an eine Transportbox gewöhnt ist, können sie ihn auch darin kurzzeitig einschließen, einen Topf mit beispielsweise Meersalz zum Inhalieren davorstellen und eine Decke über Topf und Box legen. Die Inhalationsflüssigkeit sollte sehr warm sein, aber nicht kochen.

Welpen sind besonders gefährdet

Infektionserkrankungen stellen für Welpen ein größeres Risiko dar als für erwachsene Hunde, da das Tier erst ein bestimmtes Alter erreicht haben muss, um bestimme Impfungen wie zum Beispiel gegen Staupe oder Zwingerhusten zu erhalten.

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Daher sollten sie diese Krankheiten als Ursache für den Schnupfen bei Welpen nicht ausser Acht lassen. Außerdem kann ein Niesen bei Welpen noch durch eine Gaumenspalte verursacht werden. Eine Gaumenspalte ist eine angeborene Missbildung des Oberkiefers, bei der die Gaumenplatte sich im Laufe der Entwicklung des Tieres nie richtig geschlossen hat und in einem Spalt zwischen der Maul- und Nasenhöhle resultiert. Diese Missbildung führt zu Niesen und Problemen bei der Futteraufnahme durch Verschlucken.

Vorbeugung

Natürlich ist das beste Mittel gegen Krankheit die Prävention. In der Schnupfenzeit haben auch Hunde einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Proteinen, achten sie daher auf das Futter das sie ihrem Hund in dieser Zeit geben. Präparate, die unters Futter gemischt werden können, sind zum Beispiel Aloe Vera, Echinacea oder Vitamin C.

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Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft stärken das Immunsystem von Mensch und Tier und sind zu empfehlen. Besonders in der dunklen Jahreshälfte ist der beste Freund des Menschen ein ausgezeichneter Motivator, um sich aus dem Haus zu bewegen.