der deutsche schäferhund

Polizeihund

Dieser Hund flößte mir enormen Respekt ein. Er war ein ganz besonderer Deutscher Schäferhund. Er war ein Polizeihund im aktiven Dienst der Polizei und im fast täglichen Einsatz.

Schon viele, sehr viele Einsätze hatte er hinter sich und war seinem Herrchen absolut gehorsam. Dieser nahm ihn mit auf die tägliche Streife zum Beispiel nachts auf den Hammer (NRW) Weihnachtsmarkt. Immer wieder kam es vor, dass sich dort in den Verkaufsbuden Menschen versteckten.

 

Des Polizeihundes Aufgabe war es nun, diese zwielichtigen Gestalten aufzuspüren und der Polizei zuzuspielen. Dies ist ein Beispiel von 1974. Der Polizist mit Familie und Hund waren unsere damaligen Nachbarn.

Ebenfalls aus dieser Zeit stammt vom selben Polizisten ein anderes Erlebnis:

Ein Einbruch wurde in einer Villa in Hamm gemeldet und mein Nachbar musste mit Hund dorthin. Von der Gartenseite aus war der Einbrecher ins Haus eingedrungen indem er eine Fensterscheibe eingeschlagen und dann den Fensterriegel betätigt hatte, so dass er unverletzt einsteigen konnte.

Der Polizist kam mit seinem Hund noch vor der Flucht des Einbrechers an und rief: „Hier spricht die Polizei. Kommen Sie mit erhobenen Händen raus.“ Aber der Einbrecher kam nicht, so dass der Polizist weiter rief: „Wenn Sie jetzt nicht raus kommen, dann schicke ich meinen Diensthund“. Der Einbrecher kam nicht. Folglich schickte der Polizist seinen Hund durch das Fenster, der den Einbrecher stellte.

Dieser hockte in der Zimmerecke, als der Polizist den Einbrecher fand. Davor saß, mit fletschenden Zähnen, der Polizeihund.

Ein neueres Beispiel spielt 2012 statt.
Herr König, von der Hundestaffel Ulm erzählte dies mir.

Sein Kollege ist mit seinem Hund zu einer Rauschgiftsuche gerufen worden. Das Team durchstöberte nach Rauschgift die Räumlichkeiten, doch es war nichts zu finden. Dann sind sie in den Keller und auf den Dachboden gegangen und haben auch dort gesucht. Aber der Polizeihund zeigte keinen Fundort an.

Schließlich wurde die Suche ergebnislos abgebrochen. Der Hundeführer wollte seinen Hund nur noch mal kurz sich lösen lassen und ging in den Garten. Dort zeigte der Hund durch kratzen auf einer Gehwegplatte an, dass er etwas gefunden hätte. Der Hundeführer informierte den Einsatzleiter.

Dieser wollte aber nicht weiter dieser Spur nachgehen, da sie schließlich bereits alles abgesucht hätten. Daraufhin meinte der Hundeführer, dass sein Hund nur äußerst selten sich vertan hätte und der Einsatzleiter bitte die Genehmigung zum Aufdecken der Gehwegplatten geben möge. Nach einigem Hin und Her wurde die Genehmigung erteilt und siehe da, dort versteckte sich das Rauschgift.

Der Star des Tages war dieses Polizeihundeteam.

Kollege Supernase bei der Polizei führt seit über 100 Jahren seinen Dienst aus. Silas, ein Belgischer Schäferhund in der Hundestaffel in Hamburg, geht auf Kokain, Heroin, Marihuana oder Ecstasy.

Findet er etwas, legt er sich einfach still daneben. Die Ausbildung zum Drogensuchhund dauert ca. 10 Wochen.

Sabrina Schmidt (33) hat ihren Silas auch in Ihrem privaten Heim dabei. Es ist inzwischen guter Brauch, dass die Polizeidiensthundeführer Ihre Hunde mit nach Hause nehmen und rund um die Uhr für sie da sind.

Chicco sucht Leichen oder Vermisste und erledigt seinen Dienst mit Henry Wagner in Hamburg.  Tores (Deutscher Schäferhund) mit Mirjam Lamberty sind Experten in Waffensuchen. Er hat ca. 225 Millionen Geruchszellenrezeptoren, wogegen es bei einem Mensch lediglich 5 Millionen sind.

Dagegen hat Beppo über 350 Millionen Geruchsrezeptoren. Er wird als Gebirgsschweißhund für die Menschensuche eingesetzt, die er bis zu ca. 20 Kilometer Entfernung riechen kann.

Die Ausbildung eines solchen Hundes liegen bei 92000 Euro (Stand August 2012)

So ließe sich die Liste von Erlebten mit und durch diese Polizeisuchhunde sehr lange fortsetzen. Dank an Euch tollen Polizeihunde für Eure hervorragende Arbeit.

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