Einsatzgebiete der Hunde

Nicht jeder Hund ist gleich gut für jede Aufgabe geeignet. Schließlich sind wir Menschen auch höchst unterschiedlich. So ist es nicht verwunderlich, dass aus ein und demselben Wurf nicht jeder zu einem behinderten Jugendlichen kann oder jeder zu Senioren mit Gehproblemen. So vielfältig wie die Menschen sind, so vielfältig sind auch die Hunde. Meine Aufgabe besteht darin, den passenden Menschen zu dem jeweiligen Welpen zu finden. Bisher ist das auch immer geglückt.

Welche Einsatzgebiete haben nun unsere Hunde?

  • Erwachsene, Jugendliche und Kinder mit den unterschiedlichsten Behinderungen, sei es geistiger, psychischer, nervlicher und / oder körperlicher Art bekommen das Leben durch einen Vierbeiner wesentlich erleichtert.
  • Sie werden in Heimen und Institutionen des Gesundheitswesens, sowie der Bildung eingesetzt.
  • Ein sehr großer Teil unserer Hunde sind in den verschiedensten Praxen (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Psychotherapie, Psychaterpraxis, etc.) beheimatet. Diese Praxen fungieren in vielen Fällen als Multiplikator, denn nur ein bis zwei mal eine Therapieeinheit in der Woche für 20 Min. bis eine Stunde für ein Kind, sind zu wenig. So kaufen schließlich manche Eltern selbst einen Hund und bilden ihn unter der Leitung des Institutes für Therapie- und Behindertenbegleithunde aus.
  • Ein nicht unerheblicher Teil unserer Hunde sind als Demonstrationshunde in Hundeschulen integriert.
  • Das Einsatzgebiet umfasst nicht nur Deutschland und das deutsch sprechende Ausland, sondern auch andere Länder, die ihre eigene Sprache haben. So muss ein Hund dann auch diese Sprache bzw. die Befehle der dortigen Sprache lernen, es sei denn, der Eigentümer nimmt die deutschen Befehle in seinem Wortschatz mit auf.

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Er hatte sich soo sehr auf seinen Hund gefreut: Yannik Rother, siehr auch unter www.sternenkind-yannik.de
Er hatte sich soo sehr auf seinen Hund gefreut: Yannik Rother, siehe auch unter www.sternenkind-yannik.de
  • Sie werden in Heimen und Institutionen des Gesundheitswesens, sowie der Bildung eingesetzt.
  • Ein sehr großer Teil unserer Hunde sind in den verschiedensten Praxen (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Psychotherapie, Psychaterpraxis, etc.) beheimatet. Diese Praxen fungieren in vielen Fällen als Multiplikator, denn nur ein bis zwei mal eine Therapieeinheit in der Woche für 20 Min. bis eine Stunde für ein Kind, sind zu wenig. So kaufen schließlich manche Eltern selbst einen Hund und bilden ihn unter der Leitung des Institutes für Therapie- und Behindertenbegleithunde aus.
  • Ein nicht unerheblicher Teil unserer Hunde sind als Demonstrationshunde in Hundeschulen integriert.
  • Das Einsatzgebiet umfasst nicht nur Deutschland und das deutsch sprechende Ausland, sondern auch andere Länder, die ihre eigene Sprache haben. So muss ein Hund dann auch diese Sprache bzw. die Befehle der dortigen Sprache lernen, es sei denn, der Eigentümer nimmt die deutschen Befehle in seinem Wortschatz mit auf.

Dieser Wurf im Einzelnen:

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Walty-Napoleon ist zu einem schwersthörigen Ehepaar gekommen und hat sich prächtig entwickelt. Er wurde hervorragend ausgebildet und gehorcht zum Beispiel inzwischen sehr gut auf Hör- (von Normalbürgern) und Sichtzeichen (durch das Ehepaar).

Wenn z.B. die Ehefrau ihrem Mann morgens sagen will, dass er ins Bad kann, weil sie fertig ist, dann gibt sie Napoleon die Zahnbürste in die Schnauze und befielt Napoleon, zu ihrem Mann zu gehen. Dieser sieht den Hund und weiß sofort, dass das Badezimmer frei ist und er nun sich fertig machen kann.

Oder das Ehepaar möchte seinem Nachbarn etwas mitteilen.

Sie schreiben ihr Anliegen auf ein Blatt Papier, geben es Napoleon in die Schnauze und der läuft los. Wenn der Nachbar den Brief gelesen hat, reißt er lediglich ein Stück des Schreibens ein und schickt den Hund wieder zurück. So wissen die Eigentümer, dass der Nachbar die Nachricht gelesen hat.

Oder das Mittagessen ist fertig und der Ehemann soll zum Essen kommen. Frau Dethlefs nimmt einen Löffel, legt diesen in das Maul des Golden Retrievers, schickt ihn los und der Ehemann weiß, dass das Essen fertig auf dem Tisch steht.

Wenn Frauchen mal der Schlüsselbund runter fällt, dann hebt Napoleon diesen unaufgefordert wieder auf und bringt ihn Frau Dethlefs. Diese Liste der täglichen Hilfeleistungen lässt sich sehr weit fortsetzen.

Napoleon ist außerdem noch bei seinem Frauchen auf der Station im Altenheim eingesetzt. Er ist der Sonnenschein im DRK-Seniorenheim in Büsum.

Wikke lebt inzwischen in Norddänemark in einer therapeutischen Praxis und ist im DKK (Dänischer Kennel Klub) in der FCI als Zuchthündin anerkannt. Sie hat bereits schon so manchen Welpen geworfen und viele Menschen glücklich gemacht.

Warner-Anton ist ebenfalls nach Dänemark gezogen und als Demonstrationshund in einer Hundeschule für Therapiehunde zu Hause. Über seine Arbeit konnte man bereits im „Stern“ lesen.

Anton von der Stellerburg  hier im Alter von 3 Monaten
Anton von der Stellerburg
hier im Alter von 3 Monaten

Wilkin-Nelly ist nicht mehr auf Sylt, sondern in einem gehobenen Haushalt in Berlin, wo die Käufer mir gegenüber den Vertrag nicht eingehalten haben. Aber das kennt leider jeder Züchter!

Wide-Hanna versieht nach wie vor ihren täglichen Dienst bei einem mehrfach behindertem Kind . Ihre erfolgreiche Ausbildung hat etwas gedauert, da die Eltern sich überwiegend um den behinderten Jungen kümmern mussten. Nun aber arbeitet Hanna zur Freude der Eltern und des Kindes. Das Ehepaar hat sich stark beim Deutschen Berufsverband für Therapie- und Behindertenbegleithunde e.V. engagiert.

Ronjo mit Spielfressball  "Die Fixierung"
Ronjo mit Spielfressball
„Die Fixierung“

Wenzel-Ronjo war in einem Kinderheim. Das Erzieherpaar hat ihn dort erfolgreich eingesetzt. Wenzel war der Liebling der Kinder. Was mit ihm inzwischen ist, vermag ich nicht zu sagen, da die Käufer weg gezogen sind, ohne mich davon in Kenntnis zu setzten.

Wime hat es gut in einer Förderschule getroffen, denn ihr täglicher Besuch erfreut nicht nur die Kinder, sondern auch die Lehrerschaft. Die Presse hat schon so manchen Bericht über sie und ihrem Frauchen verfasst. Wenn Wime mal nicht mit in dr Schule sein kann, dann fragen gleich die Kinder nach ihr und sogar die Eltern erkundigen sich nach dem Wohlergehen der Hundedame.  Mehr darüber unter 15. Erfahrungsberichte.

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Erfahrungsberichte

Wenzel-Ronjo von der Stellerburg. Frau Monika und Jörg Wending schreiben:

„ Nach einer 8- stündigen Autofahrt, die Ronjo hervorragend gemeistert hat sind wir in Hessen angekommen. Die ersten Tage hatten wir Urlaub um viel Zeit für unseren neuen Mitbewohner zu haben. Nach einigen Tagen gab es dann den ersten Kontakt mit den Kindern unserer Wohngruppe.

Zunächst einzeln und erst später mit allen zusammen. Interessanterweise hat sich keiner unserer Vorstellungen, wie die einzelnen Kinder wohl auf Ronjo reagieren wo eingestellt.

Wir dachten, dass wir Ronjo zunächst davor bewahren müssten als Kuscheltier missbraucht zu werden und dafür Sorge tragen müssen, dass er auch zu seiner wohlverdienten Ruhe kommen könne. Das Gegenteil war der Fall. Die Kinder waren zwar sehr begeistert, dass Ronjo endlich da ist und fanden ihn auch alle schrecklich süß, blieben aber diestanziert und schienen zu überlegen, wie sie denn jetzt mit dieser neuen Situation umgehen sollten.

Nicht zuletzt lag dies aber auch daran, dass Milchzähne sehr spitz sind und für Ronjo die Welt ein großer Jahrmarkt ist in den man überall nach herzenslust reinbeißen und knabbern kann. Dies ist bei alle Arten und Weisen damit umzugehen und dem Hund zu signalisieren, dass dies nicht erwünscht ist, nach wie vor so und wir hoffen, dass dies nachlässt, wenn seine Zähne erst mal alle vollständig entwickelt sind.

Ein Kind, dass erst 7 Jahre alt ist hatte zunächst seine Schwierigkeiten damit, dass ein Welpe auch mal stürmisch herumtollt und hatte wohl auch ein bisschen Angst.

Dies legte sich aber nach ein paar Tagen. Unser Jüngster (4 Jahre) hatte beim ersten Kontakt auch etwas Angst, als er nämlich durch seine Bewegungen das Signal zum fröhlichen Spiel gab und klar wurde, dass Ronjo ihn wie einen Welpen wahrgenommen hatte. Da wurde es ihm zu toll und er hat sich zurückgezogen.

Da wir aber mit den Kindern den Umgang und die Körpersprache des Hundes besprochen haben konnten wir dem Kind auch deutlich machen, wie es sich verhalten muss um Ronjo klar zu machen, dass er so jetzt nicht spielen soll. Ein elfjähriger Junge, der stark entwicklungsverzögert und minderintelligent ist blieb zunächst auch sehr distanziert. Seine Begrüßung war „Hallo Hund“ und damit war dies Thema zunächst mal erledigt. Mittlerweile spielt er mit Ronjo, traut sich ihn zu streicheln und läuft schon auch mal um die Wette und lacht viel dabei.

Ronjo und das Knabberbedürfnis
Ronjo und das Knabberbedürfnis

Unser ältestes Mädchen spielt gerne mit Ronjo und hilft gerne beim Üben. Schwierigkeit hier auch wieder: Den Hund zu bremsen, wenn es dem Kind zu toll wird. Hier müssen alle Kinder noch an Sicherheit gewinnen und eine eindeutigere Haltung gegenüber Ronjo einnehmen.

Unser Ältester Junge (14) spielt sehr gut mit Ronjo und geht auch gut mit ihm um. Hier hatten wir zunächst Sorge, dass er zu wild mit dem Welpen umgeht.

Aber hier wurden wir positiv überrascht. Bislang schwierigste Situation in diesem Zusammenhang: Wir hatten Ronjo im Haus kurz angeleint, das Kind löste die Leine, weil Ronjo wohl nicht angeleint sein wollte, hat sich aber im weiteren Verlauf nicht weiter um ihn gekümmert.

Wir fanden ihn dann im Garten und hatten einfach Glück, dass er nicht durch das offene Hoftor auf Reisen gegangen ist… Aber so ist das mit fünf Kinern, da kann Ronjo nicht immer die erste Geige spielen und wenn es die Situation erfordert – und er bleibt leider noch nicht zuverlässig auf seinem Platz – dann müssen wir ihn auch mal kurz anleinen.

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Nachdem wir zunächst keine Vergleichsmöglichkeiten hatten, auf welchem „Erziehungsstand“ sich unser Ronjo bewegt und wir langsam den Verdacht bekamen, vielleicht dem Ausbildungsstand „hinterherzuhinken“ haben wir, wie es auch geplant war, eine Welpenschule besucht.

Hier wurde sehr schnell klar, dass Ronjo alle an ihn gestellten Anforderungen mit großem Erfolg meistert und die anderen Welpen hinter sich lässt.

Nur beim Balancieren wird deutlich, dass Ronjo entschieden zu viel Beine hat. Er ist nach wie vor sehr tapsig und sollte für seine Größe und sein Gewicht jetzt auch sehr bald motorisch sicherer werden.

Ronjo beherrscht „Sitz“, „Platz“, „Bleib“, „Hier“, „Steh“ (naja, fast…), „Nein“, „Lass es“, „Mach was“, „Lauf zu“, „Gib laut“, „Hoch“, „Runter“. Wenn ich sage beherrschen heißt das, er hat die Befehle begriffen und führt sie in der Regel auch aus. Sie sind aber noch nicht in jeder Situation sicher und wenn er gerade mal keine Lust hat, tut er gerne mal so als wüsste er noch gar nichts.

Beobachtbarer Effekt bei den Kindern ist zunächst mal, dass sie in der Gruppe und im Garten mehr Ordnung halten, damit Ronjo nicht aus Versehen Dinge frisst, die ihm schaden (Lego, etc…).

Wir sind jedenfalls sehr froh, dass wir ihn haben und er hat schon viel Freude (und auch Sorgen) gebracht und wir möchten Ronjo schon jetzt nicht mehr missen.

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Frau Obst in der Schule mit „Whime von der Stellerburg“

Frau Obst schreibt im „Schülerklecks – die total verrückte Schulzeitung“ auf den Seiten 7 bis 10:

„Auf den Hund gekommen sind wir, die 7.Förderschule, im wahrsten Sinne des Wortes! Seit einiger Zeit gibt es an unserer Schule tatsächlich einen Hund. Um genau zu sein – es ist eine Hündin der Rasse „Golden Retriever“ und heißt „Wime von der Stellerburg“. Die Kinder der Schulzeitungsredaktion besuchten Wime und stellten Frau Obst viele Fragen., die sie in der ganzen Schule zusammengetragne hatten.

Hier unser Bericht:

Wime wurde im Juni 2002 geboren. In ihrem Wurf (Geschwisterhunde) waren 6 Welpen (Hundekinder). Wime war die Kleinste davon. Ihren recht ungewöhnlichen Namen verdankt sie der Züchterin, Frau Puhl. Sie züchtet schon seit vielen Jahren Hunde. Der erste Wurf einer Züchterin erhält Namen mit „A“, der zweite mit „B“ und so geht es durch das ganze Alphab et. Jetzt war eben der Buchstabe „W“ dran!

Eine Hundeschwester von Wime heißt übrigens Wieke. Der Nachname „von der Stellerburg“ ist von einem Hügel in der Nähe des Hof’s der Züchterin abgeleitet, dieser Hügel heißt nämlich ‚Stellerburg’. Hier werden Collies und Golden Retriever gezüchtet, diese Rassen eignen sich auf Grund ihrer Wesensmerkmale besonders gut als Therapie- und Behindertenbegleithunde. Sie erhalten eine schwierige und lange Ausbildung.

Behindertenbegleithunde lernen all die Dinge, die ihren späteren Herrchen den Alltag erleichtern – z.B. Türen öffnen, Licht anknipsen oder Gegenstände aufheben. Was Wime als Therapiehund alles lernen muss, wird uns Frau Obst in der nächsten Schulzeitung berichten.

Heute schon einmal Antworten auf viele brennende Fragen:

Was frisst Wime?

„Sie frisst Hundefutter, da gibt es verschiedene Sorten. Wime bekommt Trockenfutter der Sorte ‚Royal Canin’. Früh und abends erhält sie eine Schüssel davon. Trockenfutter deshalb, weil es gut für die Zähne ist. Wasser wird ihr dazu immer angeboten, das ist sehr wichtig! Zum Zähneputzen hat sie einen Kauknochen. Sonntag und Mittwoch freut sie sich über ein Ei, ab und zu gibt es etwas Käse, Quark oder Joghurt. Und wenn Wime ganz besonders gut gehorcht, gibt es ein Leckerli. (Und heimlich bekommt Wime manchmal einen Apfelgriebs zugesteckt – den mag sie gern!)

Wime frisst nicht gern allein, wenn aber der Kater (dieser wohnt schon länger bei Frau Obst) seinen Hunger stillt, dann möchte sie auch gleich loslegen. Erst muss Wime aber warten, bis der Kater gefressen hat – er war zuerst da und hat sozusagen die älteren Rechte.“

Womit spielt Wime?

„Am liebsten spielt sie mit dem Ball, sie apportiert auch gern Spielzeug an der Schnur und sie hat so einen dicken Strick, mit dem sie auch oft spielt. Wime tollt sehr gern mit anderen Hunden umher, sie fordert andere Hunde immer wieder dazu auf. Zu Hause spielt sie auch gern mit dem Kater – aber das sieht wegen des Größenunterschiedes manchmal gefährlich aus. Trotzdem macht es beiden großen Spaß und das ist ja die Hauptsache!“

Spielt Wime gern im Schnee?

„Oh ja, Wime liebt Schnee. Wime freut sich beim Spaziergang besonders an Gerüchen und im Schnee werden diese verstärkt, das gefällt ihr natürlich. Und man kann im Schnee herrlich herumtoben.“

Hört Wime immer?

„Nein. Wime ist erst 7 Monate alt, also ein Hundekind und muss noch viel lernen. Dazu geht Wime in eine Hundeschule und lernt gehorchen. Und das müssen wir dann üben und üben und üben…“

Wime: Liegepositionierung
Wime:
Liegepositionierung

Wächst Wime noch und wann ist sie richtig erwachsen?

„Wime wird noch ein paar Zentimeter wachsen, nicht mehr allzu viel und erwachsen ist sie etwa mit einem Jahr.“

Badet oder duscht Wime gern?

„Wime ist ein Golden Retriever. Diese Rasse mag Wasser, schwimmt und planscht sehr gern, jede Pfütze ist ihr Spielteich. Wenn es nötig ist, wird sie auch mal geduscht, aber das ist nicht ihr Ding.“

Wo schläft der Hund?

„Für Wime ist in der Schule, im Auto und zu Hause ein Fell der Schlafplatz, das ist ihr „Bett“. Aber sie legt sich auch gern mal auf die Fliesen – dort ist es angenehm kühl. Sie sucht sich gelegentlich auch einen anderen Platz aus und ruht dort, wo es ihr gerade gefällt.“

Was macht Wime am Wochenende?

„Sonntag ist „Pflegetag“. DA werden die Ohren geputzt, das Fell wird gebürstet und manchmal muss man auch die Haare zwischen den Pfoten verschneiden. Einige Male war auch am Wochenende Schulzeit für Wime. Außerdem ist natürlich viel mehr Zeit für Spaß und Spiel, die nutzen wir zu ausgedehnten Spazier- und Spielzeiten.“

Wie oft muss Wime Gassi gehen?

„Früh als allererstes gehe ich mit ihr kurz hinunter, nur „zur Toilette“. Dann gehen wir ca. 10:00 Uhr hier in der Puschkinpromenade zu einem kleinen Spaziergang. Erst nach 15:00 Uhr, wenn Schulschluss ist, fahren wir zu einer langen und intensiven Spielstunde, entweder in den Wald oder irgendwohin, wo sie sich richtig austoben kann. Einmal am Tag braucht Wime das. abends, ca. 20:30 Uhr gehen wir noch mal kurz runter und dann schläft sie bis früh.“

War Wime schon einmal krank?

„Ja, Wime war tatsächlich schon einmal richtig krank. Die Hunde der Rasse Golden Retriever sind zwar besonders gut geeignet, um mit Kindern Umgang zu haben und auch sehr lernfähig, aber leider sind sie auch „lebendige Staubsauger“.

Die Hunde lesen alles auf, was sie draußen finden und schlucken alles hinter!

Wahrscheinlich hatte sie etwas vom Boden gefressen, was sie krank gemacht hat. Wime ging es zwei Tage sehr schlecht, sie musste sogar zum Tierarzt. Dort hat sie einen Tropf bekommen, um den Flüssigkeitsverlust vom Erbrechen wieder aufzufüllen und noch zwei Spritzen. Nach ein paar Tagen und noch zwei Spritzen ging es ihr dann wieder gut.“

Unsere Redaktionsmitglieder haben schließlich ganz schön gestaunt, welche Kommandos Wime schon beherrscht. Viele Dinge – vor allem zur Ausbildung von Wime – möchten wir gerne noch erfahren, aber eine Stunde ist so kurz.

Leider mussten wir schon wieder in unseren Schulteil zurück. Doch wir haben uns ganz fest vorgenommen, alle #Fragen, die uns oder euch noch einfallen, bei einem späteren Besuch zu stellen. Sicher ist eines: Die Kinder unserer Schule sind von Wime absolut begeistert und warten sehnsüchtig auf ihren nächsten Besuch in den Klassen.

Übrigens: Herzlichen Glückwunsch zu den bisher bestandenen Prüfungen und viel Erfolg für die Weitere Ausbildung.“

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Stellvertretend für die vielen, vielen Erfahrungsberichte möchte ich nun noch einen als Schluss dieser Artikelserie anschließen. Frau Dr. Krah-Huchler aus  88447 Warthausen schreibt:

„Lea (9 Jahre alt mit Dow-Syndrom, die Verfasserin) ist überglücklich mit ihrem Balu. Natürlich wäre er aus unserer Mitte nicht mehr weg zu denken. Balu bekommt „Gute Nacht“ gesagt bevor sie ins Bett geht, ihn zu begrüßen ist der erste Gang am Morgen und wenn sie von der Schule nach Hause kommt.

‚Ihr seid die besten Eltern der Welt, ihr habt mir so einen tollen Hund geschenkt!’ Dieses Zitat von Lea bedarf keiner weiteren Erklärung!

Unsere Trainingseinheiten funktionieren gut, allerdings ist unser Alltag manchmal so ‚abwechslungsreich’, dass wir weniger Zeit haben als wie geplant. …“

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Es ist eines unserer Ziele, die Menschen wieder ein Stück mehr glücklich zu machen. Hier scheint es gelungen.

Anmerkung: Zwischenzeitlich wurde ein Film durch das ZDF unter anderem mit Lea und ihrem Balu gedreht.

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