Der Reiseverlauf

Nachdem ich alles gepackt hatte (allein dies dauerte schon zwei Tage), ging es von Neuenkirchen in Dithmarschen /Schleswig-Holstein los Richtung Süden, um dort noch eine Hündin zum Probebesitz abzugeben. Sie blieb in der Nähe von Köln und ich fuhr dann Richtung Aachen und übernachtete 5 m neben einer schönen Schleusenanlage.

Erste Übernachtung bei einer Schleusenanlage
Erste Übernachtung bei einer Schleusenanlage

Der nächste Tag brachte es an Licht, dass an eine Weiterfahrt nicht zu denken war, denn einige Dinge im Auto funktionierten nicht, so z.B. der Tempomat oder das Anfahren im ersten Gang. Da ich ein Handy mit hatte, konnte ich jederzeit meine Werkstatt in Heide/Dithmarschen erreichen, die mir auch umgehend eine Werkstatt in Aachen nannten und mich schon mal anmeldeten.

Ein ganzer Tag ging drauf, um den Fehler zu suchen und zu beheben. U.a. war das Steuerungsgerät des LT 35 kaputt gegangen und mußte komplett ersetzt werden.

So kam ich dazu – ungeplant – den Kaiserdom mir anzusehen. Hunde waren normalerweise nicht erlaubt, aber meine mit Kenndecke hatten keine Schwierigkeiten. Die Menschen schauten zwar und sprachen mich an, doch es war mehr Interesse als alles andere. Auf diese Art und Weise konnte ich gleich etwas Reklame machen.

Über Belgien erreichte ich Nordfrankreich. Dort fuhr ich an der Küste entlang und machte an einem Campingplatz am Atlantik Halt. (Den Rhythmus von einem Tag Fahrt und einem Tag Ruhe, habe ich überwiegend eingehalten.) Unglaublich, wie sich Hunde freuen können: Der Strand und das Wasser versetzte sie in ein Freudentaumel.

Sie tobten miteinander, wälzten sich im Sand und Tove fand die Wellen hervorragend. Oney jedoch mochte nur bis zu den Bauchhaaren ins Wasser. Außerdem waren ihr die hohen Wellen nicht geheuer.

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Von Nordfrankreich ging es nach Nordspanien, an Portugals Küste entlang. In Lissabon erreichten wir einen super beschatteten Campingplatz, wo sich herausstellte, dass unser Vorzelt mangelhaft war und technisch nicht stehen blieb.

Die furchtbar hohen Brücken bereiteten mir manchen Adrenalienstoß, zumal wenn es mehr windete und das Auto ordentlich schaukelte. Den Hunden machte das offensichtlich nichts aus. Sie waren während der Fahrt immer extrem ruhig und zufrieden.

"Oney" Restaurantbesuch in Cap Farret
„Oney“ Restaurantbesuch in Cap Farret

Nach Portugal ging es weiter Richtung Süden. Südspanien! Die Straße von Gibraltar. Was für ein herrlicher Stellplatz! Ich konnte von meinem Autositz direkt auf Afrika schauen. Immer noch kühle, sehr angenehme Temperaturen.

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In Tarifa waren meine Hunde willkommen, jedoch wurde Oney in Portugal läufig, was sich jetzt als Magnet für die gesamte Hundemännerwelt erwies.

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Da es in Südspanien sehr viele frei lebende, verwilderte Hunde gibt, ist es für eine Rassehundedame ein Problem und für mich als Hundeführerin erst recht.

Die unendlichen Orangenplantagen von Valencia beeindruckten mächtig. Der sehr preiswerte ausgepreßte Orangensaft , den man überall kaufen konnte, beglückte bei der inzwischen eingesetzten Wärme. Die Nächte waren kühl, aber die Tage fingen an, im Wagen kaum erträglich zu sein. Durch die Klimaanlage im Auto, konnten wir gut fahren, aber im Stand brachte diese nicht genug.

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Einen Campingplatz erwischten wir, der zwar mit drei Sternen ausgewiesen war, der aber mehr einem Campingslum ähnlich war. Er wurde zudem bis 1.30 Uhr nachts mit lauter Diskomusik über den gesamten Platz beschallt. Hier sind wir schnellst möglich wieder weg.

Im krassen Gegensatz dazu war ein fünf Sterne Campingplatz an der spanisch/französischen Grenze. Ruhe, Hygiene, Service – alles vom Feinsten. Hier gab es auch die Hundedusche. Da wir einen Platz unmittelbar hinter den Dünen am Wasser erhielten, waren schöne Strandspaziergänge eine gute Erholung. Diesen Platz haben wir in vollen Zügen genossen.

Las Dunas
Las Dunas
Allein die Aussicht bei der Fahrt war ein Genuß
Allein die Aussicht bei der Fahrt war ein Genuß

Fazit

In zweieinhalb Wochen bin ich ca. 8500 km gefahren, habe eine Unmenge gesehen und gelernt, bin mit den Vierbeinern enger zusammengewachsen und – Gott sei dank! – wohlbehalten wieder zu Hause angekommen.

Diese Reise würde ich jederzeit sofort mit den Hunden wiederholen.

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