Wenn der Urlaub tödlich endet

Schon in vergangenen Jahren verzeichneten die Tierärzte vermehrt Fälle von Babesiose, der Hundemalaria.

Viele dieser Hunde haben sich auf Urlaubsreisen infiziert, aber auch innerhalb Deutschlands verbreitet sich der Überträger der Krankheit immer weiter – die Auwaldzecke.

© Antonio Gravante - Fotolia.com
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Über 800 Hunde erkrankten in den Jahren 2005 und 2006 in Deutschland an dieser gefährlichen Krankheit, ohne dass sie im Ausland waren. In etwa jeder zehnte mit Babesien infizierte Hund erlag der Krankheit, trotz eingeleiteter Behandlung.

Auch wenn die Gefahr mittlerweile auch in Deutschland lauert, ist der Hund in südlichen Ländern rund um das Mittelmeer und in Ost- und Südosteuropa gefährdet.

Denn neben der Babesiose besteht dort das Risiko weiterer Infektionskrankheiten.

Neben der Babesiose können sich Hunde in den gefährdeten Regionen auch mit den Erregern der Leishmaniose, Dirofilariose, Anaplasmose, Hepatozoonose und Ehrlichiose infizieren.

Während die Babesiose, die Anaplasmose, die Ehrlichiose und die Hepatozoonose von Zecken übertragen werden, erfolgt die Infektion der Leishmaniose und Herzwurmkrankheit durch Mücken. Was viele Hundebesitzer nicht wissen:nicht nur Hunde können an der Leishmaniose erkranken. Die Leishmaniose ist eine Zoonose, eine Krankheit, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann.

Soll der Hund mit in den Urlaub, sollte er vor Beginn der Reise unbedingt vor saugenden Parasiten, wie Zecken und Mücken, geschützt werden.

Tierärzte empfehlen bei Urlauben in Gefährdungsgebieten einen Schutz mit Zweifachwirkung. Die Präparate müssen zum einen eine starke abschreckende (repellente) Wirkung aufweisen, zum anderen über eine gute abtötende (insektizide/akarizide) Wirkung verfügen.

Am häufigsten werden sogenannte Spot-on Produkte mit Repellenteffekt genutzt. Diese werden auf die Haut des Hundes geträufelt, verteilen sich innerhalb weniger Stunden über den ganzen Hund und dringen dabei in seine obere Hautschicht ein.

Durch den Repellenteffekt werden die Parasiten vom Hund abgeschreckt, die akarizide Wirkung tötet die Krankheitsüberträger ab. Das Ergebnis dieser Produkte ist also, dass die Parasiten nicht auf das Fell des Tieres kommen und ihn somit auch nicht stechen und infizieren können. Die Wirkung der Spot-on Produkte hält ca. 4 Wochen an und muss dann neu aufgetragen werden.

Da die Erreger der Babesiose nicht mehr nur in südlichen Ländern vorkommen, empfiehlt sich auch innerhalb Deutschlands der Schutz mit Spot on-Produkten mit Zweifachwirkung vom Frühjahr bis zum Herbst.

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