Königliche Tränen für Hündin Swift

…um einen ihrer geliebten Vierbeiner. Einst ein Geschenk der Queen Mum, starb Hündin Swift nun eines natürlichen Todes.

Ihr Biograf Graham Turner schreibt:“Sie mag – und zwar in dieser Reihenfolge – Hunde, Pferde, Männer und Frauen.“

Die Königin hat im Laufe ihrer Regierungszeit über 30 Corgis besessen. Ihren ersten Corgi, Susan, bekam sie 1944 zum 18. Geburtstag geschenkt, und viele der Corgis waren direkte Nachkommen von Susan.

Ein kleiner Unfall mit Prinzessin Margarets Dackel Pipkin führte zu einer neuen ‚Rasse‘, den Dorgis, von denen die Queen auch heute noch drei ihr eigen nennt.

Gehätschelt und Getätschelt

Insgesamt tummeln sich neun Hunde im königlichen Palast aus, drei Dorgis und sechs Welsh Corgis. Sie tragen für sie eigens angefertigte Gummischühchen, die sie beim Herumtollen im königlichen Garten zum Schutz vor dem scharfkantigen Kiesel tragen.

hunderasse corgi
Hunderasse Corgi

Eine Hofköchin bereitet Tag für Tag die Mahlzeiten für die kleinen Hunde zu und ist damit gut und gerne drei Stunden am Tag beschäftigt.

Serviert wird dieses Mahl natürlich auf einem Silbertablett, das Auge isst schließlich mit. Während die Hunde der Queen Hühnchen bevorzugen, bekamen die Hunde der inzwischen verstorbenen Queen Mum in Würfel geschnittenes Beef mit Rührei.

Bei der Zubereitung und Fütterung ist die Queen gern selbst dabei und ihr ehemaliger Butler Paul Burrell verriet, dass wenn sie das Futter mischt, man mit ihr über alles reden kann.

Nach Recherchen der Mail on Sunday, lässt die Queen zum gemeinsamen Nachmittagstee ihren Lieblingen traditionelle englische Rosinenbrötchen mit Sahne und Erdbeermarmelade servieren.

Fraglich ob das der Tierarzt gerne sieht. Auch ist sie bei offiziellen Banketten schon dabei beobachtet worden, wie sie mehr oder weniger heimlich Essensreste unter den Tisch fallen ließ. Und wie kann es anders sein, standgemäß ihres königlichen Hunderanges legen sich die Vierbeiner zum Ausruhen und Schlafen in von Hand gemachte Betten.

Und wehe dem, der die kleinen Schützlingen nicht mit angemessenen Respekt behandelt. So degradierte die Queen im Jahr 1999 Matthew King, einen ihrer Top-Lakaien, der sie bei Paraden und Kutschfahrten in roter Uniform begleitete.

Dieser habe den Hunden regelmäßig Gin und Whisky ins Futter gemischt, da er es amüsant fand die Tiere herumstolpern zu sehen. Als die Queen dahinterkam, wurde Matthew King auf den Rang eines normalen Lakaien zurückgestuft und verdient nun statt 1800 nur noch rund 1500 € im Monat.

Das Privileg mit der Rasselbande Gassi zu gehen wurde ihm auch entsagt, allerdings ist es fraglich, ob der Rest der Dienerschaft sich um diesen Dienst reißt.

Beiße nie die Hand, die Dich füttert

Was für normale Hunde gilt, hat im königlichen Palast keinerlei Wirkung. Nachdem die Lieblingstiere der Queen Lakaien, Butler, Stallmeister, Polizisten, Bodyguards und natürlich den Postboten gebissen hatten, machten sie auch für ihrer Majestät selbst nicht halt.

Bei einem Spaziergang, bei dem die Queen acht eigene Corgis und zwei der Königinmutter spazieren führte, sollen die Tiere aneinandergeraten sein. Während des Versuchs die Hunde zu trennen sei sie laut der Boulevardzeitung ‚Sun‘ so heftig in die Hand gebissen worden, dass diese genäht werden musste.

Und auch andere Vierbeiner sind nicht sicher vor ihnen. Im Jahr 1994 attackierten sie einen Deutschen Schäferhund auf dem Flughafen Heathrow. Als wohlerzogen kann man dieses Verhalten sicherlich nicht bezeichnen.

Die kurzbeinigen Lieblinge machten sogar vor dem königlichen Land Rover keinen Halt und ruinierten dessen Polster. Mindestens ein offizieller Gast der Queen konnte sich über ein feuchtes Hosenbein erfreuen, nachdem ein Corgi sein Bein bei ihm hob.

Die letzte Ruhestätte

Verblichene Hunde des königlichen Hauses werden traditionell im Garten von Schloss Windsor zur letzten Ruhe gebettet. Kleine Gedenksteine erinnern dort an die treuen Begleiter.

Zuletzt verschied der Leitrüde Kelpie im für einen Hund enorm hohen Alter von 17 Jahren. Hündin Swift folgte ihm nun im Alter von acht Jahren, laut Angaben sei sie eines natürlichen Todes gestorben.

Wie passend ist da wohl eine Zeile aus dem Daily Express:“Wenn der Reinkarnationsglaube doch wahr sein sollte, dann wäre eine Rückkehr als einer der Corgis Ihrer Majestät eine attraktive Option.“

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