Grau und rüstig: Der alte Hund

Alter Hund. Die Haare werden grau, die Bewegungen langsamer und die Zipperleins häufen sich. Keine Frage: Ihr Hund ist in die Jahre gekommen. Was nun?

Letzte Aktualisierung am 18.12.2018


Eines Tages wird Ihnen auffallen, dass Ihr Hund alt wird. Wann dieser Zeitpunkt genau sein wird, hängt von vielen Faktoren ab. Die Haltung spielt eine wesentliche Rolle, denn hat der Hund genügend Bewegung und Beschäftigung, kein Übergewicht und genießt auch sonst eine „artgerechte“ Haltung, wird man ihm sein Alter erst später anmerken als einem Hund aus schlechter Haltung.

Ein weiterer Faktor, der die Alterung Ihres Hundes beeinflusst, ist die Rasse. Bei großen Rassen, wie Dogge und Bernhardiner, ist es schon ein Glück, wenn die Tiere ein Alter von zehn Jahren erreichen. Andere Rassen, wie Pudel oder Dackel, sind oft bis ins hohe Lebensalter von 15 Jahren „fit wie ein Turnschuh“.

© fotowebbox - Fotolia.com
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Dass Ihr Hund alt wird, erkennen Sie schon daran, dass aus dem wilden Feger von einst ein ruhiges, genügsames Tierchen geworden ist.

Die Hunde schlafen mehr und ihre Körperhaltung wirkt auf einmal viel steifer. Bei Hunden mit sehr dunklem Fell sieht man, dass sie im Gesicht grau werden, bei helleren Hunden fällt dies erst sehr viel später auf.

Vorbeugung

Natürlich können Sie nicht verhindern, dass Ihr Hund älter wird. Sie können aber dafür sorgen, dass ein alter Hund möglichst lange gesund und fit bleibt.

Wichtig ist, dass Sie ihren Hund regelmäßig bei einem Tierarzt vorstellen, um altersbedingte Krankheiten rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Gerade Herzerkrankungen können so im Vorfeld erkannt werden und durch richtige Medikation ihrem Hund ein langes Leben bescheren.

Um Fettleibigkeit im Alter vorzubeugen, sollten Sie die Futtersorte und -menge den Lebensumständen ihres Hundes anpassen. War Ihr Hund beispielsweise ein sehr aktives Tier und bekam Premiumfutter, sollten Sie ihn jetzt, da er weniger Bewegung hat, auf ein anderes Produkt umstellen.

In einem guten Fachgeschäft werden Sie ein umfangreiches Sortiment an Light- und Seniorprodukten finden und auch eine angemessene Beratung bekommen.

Passen Sie die Spaziergänge an die Bedürfnisse Ihres Vierbeiners an und überfordern Sie ihn nicht. Gehen Sie, wie damals, als er ein kleiner Welpe war, lieber öfter am Tag eine kürzere Runde. Ihr Hund wird es Ihnen danken. Sorgen Sie dafür, dass er möglichst nicht auf sehr kaltem und hartem Untergrund liegt.

Ein alter Hund verträgt, genau wie ältere Menschen, die schwüle Hitze im Hochsommer nicht. Meiden Sie also die pralle Sonne und gehen hauptsächlich in den frühen und späten Tageszeiten mit ihm raus.

Solange ein alter Hund keine schweren Leiden hat, kann er jede Menge Spaß und Freude bis ins hohe Alter haben und sein Leben genießen.

Unser Familienhund Charlie ist mittlerweile zwölfeinhalb Jahre alt und trotz seiner Größe und seines Gewichtes (64 Zentimeter bei 40 Kilogramm ) noch richtig fit. Er tobt und tollt mit anderen Hunden herum und macht den jungen Hunden manchmal noch etwas vor.

Er leidet unter Arthrose und hat einen altersbedingten Herzschaden. Allerdings gibt er uns keinen Grund, ihn deshalb einschläfern zu lassen. Sollte aber der Tag X kommen, ab dem er dauerhaft unter starken Schmerzen leidet, werden wir ihn nicht dahin vegitieren lassen. Das wäre falsch verstandene Tierliebe und egoistisch von uns.

Auch hier hilft es, sich rechtzeitig mit einem Tierarzt in Verbindung zu setzen. Wir haben einen sehr guten Tierarzt gefunden und haben mit diesem schon im Vorfeld abgesprochen, dass er an diesem Tag X zu uns kommt und Charlie hier erlösen wird.

Selbstverständlich werden wir Charlie auf diesem letzten Weg begleiten und ihn sanft hinüberstreicheln. Das sind wir unserem treuen Freund eines Tages schuldig.

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