Agility – Freizeitsport mit Hund

Im Gegensatz zu vielen anderen Hundesportarten stammt Agility aus England und hat mittlerweile vor allem in den westeuropäischen Ländern eine große Anhängerschaft gewonnen.

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Letzte Aktualisierung am 17.07.2018


Historie Agility

Erstmals wurde Agility (zu deutsch ,,Behendigkeit, Gewandheit“) im Jahr 1977 als Pausenattraktion während der bekannten Crufts Dog Show, damals noch in London, vorgeführt. Damals zeigten englische Dienst- und Polizeihunde ihr Können an einem, dem Pferdesport nachempfundenen Hindernisparcours.

Im deutschsprachigen Raum wurde Agility erstmals 1988 als neue Hundesportart akzeptiert. Die erste inoffizielle Agility-Europameisterschaft wurde anlässlich der IHA (Internationale Hundeausstellung) in Genf durchgeführt. Die Société Centrale Canine aus Frankreich erarbeitete noch im selben Jahr ein Agility-Reglement.

 © 4pfoten-design - Fotolia.com
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Die Dachorganisation der Hundeverbände FCI (Fédération Cynologique Internationale) erkannte dieses Reglement 1991 offiziell an und somit wurde es für alle dieser Organisation angeschlossenen Länder rechtskräftig. Dieses Reglement wurde mittlerweile überarbeitet und den Fähigkeiten der Hunde besser angepasst. Dieses neue FCI-Reglement gilt seit 01.01.1996, jedoch sind bereits weitere Änderungen vorgesehen.

Was ist Agility?

Agility ist ein Geschicklichkeitslauf, bei dem der Hundeführer seinen Hund ohne Leine und Halsband einzig mit seiner Stimme und Körpersprache durch einen Parcours führt. Der Parcours kann je nach Prüfungsstufe aus 12 bis 20 Hindernissen bestehen. Die Hindernisse bestehen aus verschiedenen Hürden die über- bzw. durchsprungen werden müssen (Stangenhürden/Reifen).

Im Weiteren gibt es Hindernisse wie den Steg, die Wippe, den Tunnel, der durchlaufen werden muss und die A-Wand die überlaufen wird, ohne die Kontaktzonen im Eifer des Gefechts zu überspringen. An aufgestellten Stangen wird Slalom gelaufen.

Hundesport Agility
Hundesport Agility

Nur vom Hund dürfen die Hindernisse überwunden werden, der jeweilige Hundeführer darf sie nur umlaufen. Dieser muss seinen vierbeinigen Freund, ohne ihn oder die Hindernisse zu berühren, in der richtigen Reihenfolge über den Parcours bringen.

Spaß und Bewegung sind bei Agility für Hund und Hundeführer garantiert. Auch bei dieser Hundesportart ist eine solide Grundausbildung erforderlich, bedingt dadurch, dass ohne Leine gearbeitet wird. Bei der Basisausbildung sollen Hund und Mensch sich besser verstehen lernen, dem Hund gutes Sozialverhalten und Gehorsam anerzogen werden.

Der Hindernisparcours ist beim Agility nie gleich, der Richter legt den Streckenverlauf, die Gerätetypen und die Reihenfolge der Hindernisse fest. Auf Prüfungen gibt es keinen Probedurchgang, der Hundeführer prägt sich bei der Parcoursbegehung an Hand der Gerätenummern den Streckenverlauf ein.

Worauf kommt es bei Agility an?

Wie bei jeder Tätigkeit mit dem Hund steht auch beim Agility im Vordergrund, dass man mit seinem Hund Spaß hat. Spaß mit seinem Hund haben, heißt hier, sich Zeit für seinen Hund zu nehmen, sich mit seinem Hund zu befassen, zu spielen, auf ihn einzugehen, ihn zu loben und ihn zu bestärken.

Und genau dies geschieht beim Agility und stärkt damit das Selbstvertrauen des Hundes und baut das Vertrauen zum Hundeführer weiter aus. Der Hund wird fit, wird geistig gefordert und bekommt Freude daran zu arbeiten.

Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass der Hund nicht dazu gezwungen wird die Hindernisse auszuführen oder er für jeden Fehler bestraft wird. Dadurch würde der Hund Angst bekommen den Parcours überhaupt zu betreten.

Aber traurigerweise gibt es auch bei dieser Sportart viel zu häufig Menschen, die diesen durch übertriebenen Ehrgeiz und falsch verstandene Tierliebe, kaputt machen.

Alles in Allem bleibt Agility jedoch ein toller Sport für Tier und Mensch, wenn man mit seinem Hund in einer angenehmen Umgebung, mit sympathischen Hundefreunden und deren Vierbeiner, aktiv werden.