Trichogramme

Aktualisiert April 11th, 2019

Untersuchung von Haaren (Trichogramme)

Für ein Trichogramm werden Haare mit einer Arterienklemme in Haarwuchsrichtung ausgezupft und auf einen Objektträger verbracht.

Sie werden hier durch einen Tropfen Mineralöl und ein Deckgläschens oder durch einen Tesafilmstreifen fixiert. Nun können die Haare auf Eier von Läusen oder Cheyletiellamilben untersucht werden.

Auch zum Nachweis von selbstverursachtem Haarverlust durch Lecken, Beißen oder Kratzen sind Trichogramme gut geeignet.

Besonders bei Katzen vorkommende symmetrische Haarlosigkeit (Alopezie) ist das Trichogramm ein gutes Mittel, durch Lecken bedingte Haarlosigkeit von hormoneller Alopezie zu unterscheiden.

Normalerweise stellen sich die Haarspitzen fein auslaufend und spitz dar. Nach Selbsttraumatisierung sind die Haarspitzen abgebrochen, unregelmäßig begrenzt und häufig sogar aufgesplittert.

Auch Demodexmilben und Pilzsporen können sich an ausgezogenen Haaren finden und so die entsprechende Verdachtsdiagnose bestätigen.

Durch Trichogramme läßt sich auch die Farbmutantenalopezie diagnostizieren. Die Haare von diesen Tieren zeigen grobe Melaninklumpen anstatt fein verteilte Melaninpartikel.

Haar mit festgeheftetem Parasitenei
Haar mit festgeheftetem Parasitenei

 

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