Parasitär bedingte Dermatosen

Weltweit sind circa 1900 verschiedene Floharten bekannt, davon etwa 100 in Mitteleuropa. Sowohl die männlichen als auch die weiblichen Flöhe ernähren sich vom Blut ihrer Wirte.

Die meisten Flöhe sind nicht wirtsspezifisch und befallen auch andere Tierarten und auch den Menschen. Eine besondere Bedeutung hat der Katzenfloh, Ct. felis.

Flöhe meiden Tageslicht und suchen dunkle Stellen.

Dies ist auch der Grund, weshalb sie sich z.B. in die Tiefe der Teppichfaser gern aufhalten. Optische oder akustische Reize, Erschütterungen, Wärme, Luftdruckveränderungen und Geruch dienen den Flöhen zur Wirtsfindung.

Sie bewegen sich durch Sprünge fort, die das 100- bis 150-fache der Körperlänge betragen können. Die Blutmahlzeiten erfolgen meist täglich und dauern zwischen 2 und 15 Minuten. Dabei stechen die Flöhe oft mehrfach in die Haut ein, bevor sie Blut saugen.

Deshalb treten Flohstiche meistens mehrfach linear oder in Gruppen auf. Besonders oft betroffen sind Gliedmaßen, Gesicht, Hals, Nacken, Hüften und Schultern.

Ungefähr 5 bis 30 Minuten nach dem Stich bildet sich eine Quaddel in der Haut und die Umgebung des Bisses rötet sich. Flohbisse sind oft stark juckend und in vielen Fällen erreicht der Juckreiz erst nach 24 bis 72 Stunden seinen Höhepunkt.

Durch intensives Kratzen entstehen offene Wunden und so infizieren sich die Läsionen oftmals.

Der direkte Nachweis beim Menschen oder auf befallenen Haustieren bestätigt die Verdachtsdiagnose und grenzt andere Ursachen aus. Bei Flohstichen wird symptomatische Therapie zur Linderung des Juckreizes durchgeführt. Wichtig ist die Behandlung der befallenen Tiere und der Umgebung.

Abb.: Floh unter dem Mikroskop
Abb.: Floh unter dem Mikroskop

Hierbei nimmt die Umgebungsdesinfektion einen besonders hohen Stellenwert ein, denn für jeden Floh auf dem Tier oder auf dem Menschen findet man mindestens 20 Flohentwicklungsstadien wie Eier, Larven und Nymphen in der häuslichen Umgebung.

Aus den vom weiblichen Floh abgelegten Eiern entwickeln sich Larven, die sich auf dem Boden, in Ritzen oder in der Tiefe des Teppichbodens aufhalten. Sie ernähren sich vom Kot erwachsener Flöhe und von organischen Materialien, wie z.B. Hautschuppen.

Nicht jedes Kontaktinsektizid ist gegen alle Entwicklungsstadien gleich gut wirksam.

Deshalb ist es in jedem einzelnen Fall wichtig, entsprechend den individuellen Gegebenheiten passende Wirkstoffe für das Tier und die Umgebung auszusuchen.

Hunde und Katzen sollten vorbeugend mit gut wirksamen und für Tier und Umgebung unschädlichen Mitteln behandelt werden.

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