Cheyletiella-Milben

Abb. 4: Cheyletiellamilbe
Abb. 4: Cheyletiellamilbe

Abb. 1: Cheyletiellamilbe – auch genannt: Raubmilben, Cheyletiellose, Wandernde Schuppen

Was ist Cheyletielliose?

Die Cheyletielliose ist eine Hauterkrankung, die durch Cheyletiella-Milben hervorgerufen wird (Abb. 1). Diese relativ großen Milben befallen Hunde, Katzen, Kaninchen und Menschen und leben oberflächlich auf der Haut.

Sie sind hochansteckend und werden durch direkten Kontakt von Tier zu Tier übertragen. Durch vermehrten Einsatz von vorbeugenden Antiflohmitteln sind diese Milben seltener geworden, da einige Flohmittel auch gegen Cheyletiella-Milben wirksam sind.

Wie sieht Cheyletiellose aus?

Die meisten Tiere zeigen Schuppenbildung im Bereich des Rückens (Abb. 2). Die Schuppenbildung kann sich auf große Hautbereiche ausbreiten. Auch der verursachte Juckreiz ist sehr unterschiedlich: das eine Tier zeigt überhaupt keinen Juckreiz, während ein anderes Tier sich sehr stark kratzt.

Tiere mit Cheyletiella-Milben können Menschen infizieren. Bei Menschen ist die Erkrankung häufig mit sehr starkem Juckreiz verbunden.

Abb. 2: Schuppenbildung durch Cheyletiellen
Abb. 2: Schuppenbildung durch Cheyletiellen

Abb. 2: Schuppenbildung durch Cheyletiellen

Wie wird Cheyletiellose diagnostiziert?

Die Diagnose der Cheyletiellose basiert auf dem Nachweis von Milben oder ihren Eiern auf der Hautoberfläche oder an den Haaren. Hierzu setzt man verschiedene Techniken, wie z. B. Hautgeschabsel, Tesafilmpräparate und Fellausbürstungen ein. Die Milbe ist in manchen Fällen schwierig zu finden, besonders dann, wenn sich das Tier intensiv leckt und so einen Großteil der Milben von der Haut entfernt.

Wie wird es behandelt?

Glücklicherweise gibt es eine ganze Anzahl von Mitteln, die eine gute Wirkung gegen Cheyletiella-Milben haben. Welche Behandlung durchgeführt wird, ist davon abhängig, welche Tierart betroffen ist, wie alt die Tiere sind, wieviele Haustiere in dem Haushalt leben und wie die Umgebung des Haustieres aussieht.

In manchen Fällen empfehlen wir neben der Behandlung des Tieres eine zusätzliche Behandlung der Umgebung, um das Problem schneller in den Griff zu bekommen. Sind die Milben erst einmal beseitigt, verschwinden die Hautsymptome des befallenen Tieres von allein.

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