Hauttumore

Biopsie

Was ist eine Biopsie?

Die Untersuchung von Hautproben (Biopsien) ist eine der aussagefähigsten und daher wichtigsten Untersuchungsmethoden in der dermatologischen Praxis.

Für die Entnahme von Hautproben ist fast immer eine Lokalanästhesie ausreichend. Biopsien werden mit kleinen runden Hautstanzen mit einem Durchmesser von 6 mm entnommen .

Biopsie
Biopsie

Sie werden an Institute geschickt, die sich ganz speziell mit der Untersuchung von Hautproben bei Tieren beschäftigen.

Nicht immer verhilft die Untersuchung einer Hautprobe zur endgültigen Diagnose, in den meisten Fällen wird sie jedoch die Anzahl der möglichen Ursachen einzugrenzen.

Zelluntersuchungen (Zytologie)

Bei den Zelluntersuchungen werden von den veränderten Hautbereichen durch verschiedene Techniken Zellen abgenommen und untersucht. Diese Entnahme kann in ganz unterschiedlicher Art und Weise geschehen.

Befund bei einer zytologischen Untersuchung: veränderte Zellen bei einer Autoimmunerkrankung
Befund bei einer zytologischen Untersuchung: veränderte Zellen bei einer Autoimmunerkrankung

Bei offenen, nässenden Hautkrankheiten wird ein Objektträger gegen die Oberfläche gepresst. Bei knotigen Veränderungen, wie z.B. Hauttumoren, werden mittels einer feinen Injektionsnadel Zellen abgesogen.

Dies alles tut Ihrem Tier nicht weh und wird mit ein wenig Ablenkung problemlos überstanden. Die Schmerzen sind nicht viel schlimmer als bei einer kleinen Spritze.

Nach einer schnellen Färbung können die entnommenen Zellen sofort mikroskopisch untersucht werden. Hierbei kann beurteilt werden, ob es sich z.B. um einen entzündlichen Prozess unter Beteiligung von Bakterien handelt.

  • Welche und wieviel verschiedene Sorten von Bakterien sind vorhanden?
  • Reagiert das Immunsystem angemessen, oder liegt vielleicht eine Immunschwäche vor?

Bei Hautknoten kann man in den meisten Fällen unterscheiden, ob es sich um einen Tumor oder einen anderen Prozess handelt. Dies ist eine ganz wichtige Information, wenn es um die Entscheidung geht, ob eine Operation notwendig ist oder nicht.

Auch zur Therapiekontrolle sind zytologische Untersuchungen, besonders bei der Behandlungen von Ohrerkrankungen, unverzichtbar. Zytologische Untersuchungen sind schnell und schmerzlos durchgeführt und informieren gezielt über Ursache und Verlauf von Hauterkrankungen.

Hauttumoren

Auch genannt: Hautkrebs, Hautknoten, Zysten

Hauttumore
Hauttumore

Was sind Hauttumoren?

Unter Hauttumoren versteht man jedes unregelmäßige Zellwachstum in der Haut von Hunden oder Katzen. Sie können überall am Körper entstehen, auch im äußeren Gehörgang und im Bereich des Nagelbettes. Tumoren können in der Tiefe der Haut, in den äußersten Hautschichten oder irgendwo dazwischen entstehen.

Sie können aussehen wie oberflächliche Knoten, tiefe Schwellungen oder sogar wie nicht heilende Wunden. Manche Tumoren sind fest, andere stellen sich als flüssigkeitsgefüllte Zysten dar.

Manchmal findet man nur einen Tumor, häufig mehrere auf einmal. Hauttumoren sind bei Hunden sehr häufig, bei Katzen seltener. Tumoren entstehen, wenn Zellen in der Haut stärker vermehren als normal. Die meisten Hauttumoren bei Hunden und Katzen sind gutartig, jedoch ist es von großer Bedeutung, die gutartigen von den bösartigen zu unterscheiden.

Wie werden Hauttumoren diagnostiziert?

Bei Hunden und Katzen können jegliche Art von Hauttumoren beobachtet werden, aber einige Tumorarten kommen häufiger vor als andere. In den meisten Fällen braucht man eine Biopsie zur Diagnose. Diese kann auf unterschiedliche Weise genommen werden.

Die einfachste und schnellste Art ist die Feinnadelbiopsie. Hierbei werden mit einer Spritze mit aufgesetzter Kanüle einige Zellen aus dem Inneren der Umfangsvermehrung entnommen.

Diese Art der Biopsie gibt uns nicht in allen Fällen alle Informationen über den Tumor, braucht jedoch weder Anaesthesie noch chirurgisches Eingreifen.

Wenn wir mehr Informationen über den Tumor brauchen, empfehlen wir eine chirurgisch entnommene Biopsie, die dann durch einen speziellen Pathologen untersucht werden sollte.

Hierzu ist oft eine Sedation oder Anaesthesie notwendig, obwohl kleinere Tumoren schon mit einer Lokalanaesthesie entnommen werden können. Manchmal entfernen wir den ganzen Tumor, manchmal nur einen kleinen Teil davon.

Wie werden Hauttumoren behandelt?

Die Behandlung von Hauttumoren hängt von der Tumorart ab. Viele Tumoren werden operativ entfernt und brauchen keine weitere Behandlung. Einige Tumoren kann man mit speziellen Medikamenten zur Rückbildung bringen oder in ihrer weiteren Entwickung einschränken.

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