Artgerechte Hundehaltung

Artgerechte Haltung entsteht zunächst im Herzen, bevor sie in den Köpfen umgesetzt werden kann

Alle östlichen Heilkunden und Lehren gehen davon aus, dass die biochemischen Reaktionen im Körper durch Emotionen, also durch die Gefühlslage eines Individuums ausgelöst werden.

„Krankheit“ im östlichen Kontext ist daher die lange Kette von gefühlsmäßigen, negativen Stressreaktionen im Körper, zuletzt erkennbar durch organische Defekte. Im westlichen Denken geht man von einem umgekehrten Prozess aus.

Die östlichen Kulturen haben deswegen schon immer ihren Schwerpunkt in der Vorsorge, in der Prävention gesehen und viele Heilbehandlungen zielen einzig darauf ab, den Mensch oder das Tier wieder zu zentrieren, den Energiefluss und die Balance wieder herzustellen. (Akupunktur)

Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, hat das vor vielen Jahrzehnten erkannt und versucht, diese geisteswissenschaftliche Erkenntnis im Westen umzusetzen, indem er vorrangig die Bio-Dynamik eines Lebewesens (Pflanze, Tier und Mensch) stärkte, durch Haltung, artgerechte Fütterung, Freilauf und Stressvermeidung!

Steiner wollte eine Erweiterung der Medizin durch die Geisteswissenschaft, also eine Erneuerung der antiken Mysterienmedizin.

Für ihn war die rhythmische Ordnung der gesamten Natur von entscheidender Bedeutung. Die gegenseitige Achtung, die Gewährung eines naturbelassenen Lebensraums unter Berücksichtigung auch der eigenen Vorstellungen, das wollte er den Bauern seiner Zeit zur Verbesserung der Stallbedingungen in der Landwirtschaft vermitteln.

Die Gründung der DEMETER-Höfe war die Folge.

Ich sehe heute unsere Aufgabe als Hundezüchter mit darin, unsere Welpen in einem liebevollen Umfeld aufwachsen zu lassen, in welchem der junge Hund artgerecht gehalten wird und fröhlich und unbeschwert seine Bedürfnisse ausleben darf.

Darin liegt in meiner Betrachtung eine höhere Verantwortung, als im akribischen studieren verschiedenster Erbgänge, Wichtigtuerei in bezug auf das Erscheinungsbild eines Hundes und dem meist vergeblichen Bemühen, durch Merkmalszucht und Selektion die Erbqualität und Konstitution einer Rasse zu verbessern.

Geht es dem Hund gut, wird er nicht krank werden, obwohl vielleicht eine Disposition vorhanden wäre. Und umgekehrt! Das gesündeste Erbgut kommt nicht zum tragen, wenn der Hund unsachgemäß, lieblos und unter miserablen Bedingungen gehalten wird. Dann wird er nämlich krank, an seiner Seele und an seinem Körper, ausgelöst durch Stress, Angst und Triebstau!

Das ist meine Überzeugung, die auf viele Erfahrungen zurückgeht im Umgang mit Mensch und Tier. Jedem Züchter steht es zu, eine andere Meinung zu haben.

Wir jedenfalls haben uns zum Ziel gesetzt, durch Aufklärung und durch intensive Schulung, den uns angeschlossenen Züchtern einen Weg aufzuzeigen, wie man biologisch-dynamische Hundezucht betreiben kann, die sowohl die klassischen Elemente der Tierzucht beinhaltet als auch den Tierschutz in allen Bereichen berücksichtigt.

Gerne informieren wir Sie über unser ganzheitliches Zuchtkonzept
www.igh-zuechter.de

Karin Jetter

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