barf hund

Barf Rohfütterung

Alternative Barf: Rohfütterung bei Hunden

So geht es vielleicht vielen von uns: man steht im Tiergeschäft vor den fast unendlich langen Regalen an Fertigfuttersorten in allen erdenklichen Variationen. Da gibt es Futter für Welpen, Futter für aktive Hunde, Futter für alte Hunde, Futter für allergische Hunde, Futter für dicke Hunde und so weiter.

BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde
  • Swanie Simon
  • Herausgeber: Drei Hunde Nacht
  • Auflage Nr. 2 (16.04.2008)
  • Taschenbuch: 80 Seiten

Letzte Aktualisierung am 17.04.2018


Schon jetzt gibt es über doppelt so viele Katzen- und Hundefuttersorten wie es Babynahrung gibt.

Doch was füttern wir unseren Hunden wirklich? Wir und unsere Hunde als Endverbraucher können nicht mehr nachvollziehen, was die Bestandteile der Pellets ursprünglich mal waren. Und die Inhaltsangaben lesen sich doch fast so wie die Gebrauchsanleitung eines günstigen japanischen Videorekorders…

Was ist drin im Fertigfutter?

Die größten Bestandteile der meisten handelsüblichen Fertigfuttersorten sind Getreide, Mais und Reis sowie deren Nebenprodukte. Diese Zutaten sind für Hunde schlecht bis gar nicht verwertbar, da der Verdauungstrakt des Hundes auf die Verwertung von tierischen Eiweißen ausgelegt ist.

 © Elisabeth Coelfen - Fotolia.com
© Elisabeth Coelfen – Fotolia.com

Dann folgen die Angaben der „Fleisch“-Zutaten, meistens mit der Beschreibung „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“.

Leider ist es so, dass das verwendete „Fleisch“ bei weitem nicht das ist, was wir es vielleicht vom Metzger kennen. „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ sind zum Beispiel:

  • Hühner: Füße
  • Schnabel
  • Federn
  •  Kot
  • Rinder: Blut
  • Fell
  • Hufe
  • Hoden
  • Kot
  • Urin… nicht sehr lecker…

Dies alles wird dann ultrahocherhitzt, dann werden künstliche Vitamine zugesetzt, Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe und schließlich wird alles in Trockenfutter-Pellets gepresst.

Heutzutage leiden sehr viele Hunde an typischen Zivilisationskrankheiten:

  • Allergien
  • Krebs
  • Pankreatitis
  • Hautprobleme
  • Nieren- und Lebererkrankungen
  • Immunschwächen sowie Fruchtbarkeits- und Wachstumsstörungen.

In den meisten Fällen wird das Futter als Auslöser gesehen und schon der Wechsel auf eine bessere Futtersorte kann deutliche Besserungen bringen. Und trotzdem sind die Inhaltsstoffe nicht transparent für den Verbraucher.

Was ist BARF?

BARF ist ein englisches Akronym für „Bones and Raw Food“, was übersetzt so viel wie „Knochen und rohes Futter“ heißt. Man geht hier von der Annahme aus, dass es sich bei unseren Hunden um Fleisch- und Aasfresser handelt, die als Ergänzung auch pflanzliche Erzeugnisse brauchen.

Die Ernährung besteht aus :

  • überwiegend rohem Fleisch und Knochen
  • Innereien
  • sowie Gemüse
  • Obst
  • hochwertige Öle
  • und anderen natürlichen Nahrungsergänzungen.

Gefüttert werden

  • Hühnerhälse
  • Hühnerrücken (Karkassen)
  • Putenhälse
  • Hühnermägen
  • Innereien wie Leber und Herz von Huhn und Rind
  • Pansen
  • Brustbein
  • Gurgel und Schlund
  • sowie Schaf und Wild.

Es darf kein rohes Schweinefleisch gegeben werden, da dieses einen für Hunde und Katzen tödlichen Virus tragen kann.

 © Phil Stev - Fotolia
© Phil Stev – Fotolia

Zu den Fleischmahlzeiten gibt man gelegentlich im Mixer zerschlagenes Gemüse und Obst. Dieser Gemüsebrei ist für Hunde zu verdauen, da die Zellwände zerstört sind und somit angedaut werden können.

Wichtig ist in jedem Fall, dass alles roh gegeben wird. Erstens werden durch Abkochen Vitamine, Mineralstoffe und andere natürliche Inhaltsstoffe zerstört. Zweitens ist gekochte Nahrung schwerer verdaulich und drittens trocknen gekochte Knochen aus und können splittern.

Sie haben doch garantiert schon mehrere Horrorgeschichten gehört, bei denen ein Hund an einem Knochen erstickt ist. Fragen Sie noch mal nach und Sie werden erfahren, dass es in den meisten Fällen Essensreste der Menschen waren, also gekochte, gebackene oder gegrillte Knochen.

Die Vorteile von BARF sind überzeugend:
  • glänzendes Fell
  • kaum Mundgeruch oder „Hunde“-Körpergeruch
  • weiße Zähne ohne Ablagerungen
  • kleine Kotmengen, die kaum riechen
  • starkes Immunsystem
  • erhöhte Resistenz gegen Darmparasiten
  • Senkung des Allergierisikos
  • langsames, gleichmäßiges Wachsen

Ich bin sehr zufrieden mit dieser Fütterung und kann nur sagen, dass es meinen Hunden schmeckt und eine wahre Freude ist, ihnen beim Fressen zuzusehen. Meine zweite kleine Hündin wurde schon beim Züchter so ernährt und sie entwickelt sich prächtig!

Wer sich ausführlicher über dieses Thema informieren möchte, der sollte sich die folgenden Internetseiten einfach einmal durchlesen:

www.barfers.de – sehr ausführliche Seite auch über die Rohfütterung

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