Wenn ein junger Hund ins eigene zu Hause einzieht, bedeutet das jede Menge neuer Abenteuer. Sie sind wahrscheinlich mindestens genauso aufgeregt wie der Vierbeiner und der große Wunsch besteht darin, von Anfang an alles richtig zu machen. Während sich Rituale, Gassirouten und Lieblingsspielzeuge erst nach einer Weile herauskristallisieren, sollten Sie beim Futter keine Abstriche machen. Gesunde Hundeernährung beginnt bereits im beim Welpen!

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Ein kleiner Welpe muss noch viel lernen, mit einem ausgewogenen Futter ist er vorbereitet.

Welpen haben in der Wachstumsphase besondere Ansprüche

Im Volksmund werden Hunde gern als Allesfresser tituliert, doch das ist eine falsche Annahme aus vergangen Jahrhunderten. Früher wurden Haus- und Hofhunde mit Küchenabfällen gefüttert und verhungerten tatsächlich nicht. Stattdessen entwickelten sie Krankheiten und starben früh. Die Lebenserwartung eines Hundes hängt maßgeblich mit seiner Ernährung zusammen.


Ein passendes Futter für Welpen sorgt dafür, dass Ihr Vierbeiner mit all den nötigen Nährstoffen versorgt wird, die er braucht.

Hätten Sie es gewusst? Bis zur dritten Lebenswoche trinken Welpen ausschließlich Muttermilch, erst danach beginnen seriöse Züchter mit dem Zufüttern.

Einmal, zweimal, dreimal? So oft sollten Sie Ihren Welpen füttern

Kleine Kinder schreien, wenn Sie hungrig sind und auch der Welpe macht sich lautstark bemerkbar. Da das Sättigungsgefühl jedoch erst noch entwickelt werden muss, würde Ihr Vierbeiner immer dann futtern, wenn Sie ihm den Napf füllen. Und das zu vermeiden ist es wichtig, ein bestimmtes Futterschema einzuhalten. So könnte das aussehen:

  • Füttern Sie Ihren Welpen maximal drei- bis viermal täglich in den ersten sechs Monaten.
  • Ab dem sechsten Monat reduzieren Sie die Futtergaben auf drei Portionen.
  • Ab dem ersten Geburtstag reichen ein bis zwei Portionen pro Tag aus.

Wichtig: Bei schweren Rassen wie dem Appenzeller Sennenhund lohnt es sich auch das erwachsene Tier mit zwei kleineren Portionen zu versorgen. Da der Futterbedarf bei großen Hunden höher ist, steigt die Gefahr einer Magenverdrehung durch Überladung.

Naschkatze Welpe – sind Leckerlies erlaubt?

Kleine Naschereien zwischendurch sind für den Welpen nicht nur ein geschmackliches Highlight, sondern erleichtern außerdem das Training mit dem Tier. Dabei ist es wichtig, dass die Auswahl der Snacks an die Bedürfnisse des Jungtiers angepasst ist.

Füttern Sie bitte keine Snacks vom Tisch oder von großen Hunden, denn auch hier kommt es maßgeblich auf die Inhaltsstoffe an. Ein guter Snack sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • angenehm kleine Größe, gut zu kauen
  • viel Fleisch enthalten
  • keine Gewürze und kein Zucker
  • Verzicht auf Farbstoffe
  • viele Vitamine enthalten

Diese Inhaltsstoffe braucht Ihr Hund für ein gesundes Wachstum

In den ersten Wochen wächst Ihr Welpe rasant heran, doch bis sich sein Immun- und Verdauungssystem entwickelt hat, vergeht eine Weile. Klassisches Hundefutter für ausgewachsene Tiere würde den Vierbeiner überfordern und könnte im schlimmsten Fall zu Verdauungsstörungen führen. Zu den wichtigen Inhaltsstoffen gehören:

  • Fettlösliche Vitaminsorten (A, D, E, K)
  • Wasserlösliche Vitaminsorten (B1, B2, B6)
  • Ballaststoffe für die Verdauung
  • Phosphor und Calcium
  • Kohlenhydrate und Eiweiß
Wichtig zu wissen: Welpen können bei einem Calcium-Überschuss Skeletterkrankungen entwickeln. Ein ausgewogenes Phosphor-Calcium-Verhältnis ist daher wichtig!

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Eine ausgewogene Portion Welpenfutter sorgt für Agilität und Fitness beim Vierbeiner.

Trocken- oder Nassfutter – was mag der Welpe lieber?

Grundsätzlich können Sie sich für beide Futtervarianten entscheiden, beides hat Vor- und Nachteile. Trockenfutter ist besser zu handhaben und weniger geruchsintensiv. Beachten Sie dabei aber, dass im Alleinfutter ausreichend Vitamine und Nährstoffe enthalten sein müssen, um den Tagesbedarf des Welpen zu decken.

Idealerweise denken Sie schon vor dem Einzug Ihres tierischen Kumpels darüber nach, auf welches Futter Sie setzen möchten.

Wenn Sie während der Wachstumsphase plötzlich von Trocken- auf Nassfutter wechseln oder umgekehrt, kann das empfindliche Verdauungssystem Ihres Welpen geschädigt werden. Wenn Sie einen Wechsel vornehmen möchten, dann gewöhnen Sie den Vierbeiner Schritt für Schritt daran.

Warum Welpenfutter für Ihren Hund wirklich wichtig ist

Der Hund ist das zweitbeliebteste Tier der Deutschen, darüber steht nur noch die Katze. Damit der Alltag mit Hund auch wirklich spannend und aufregend wird, ist die richtige Fütterung entscheidend. Auch wenn die Werbung anderes suggeriert, ist das klassische Supermarkt-Futter für Ihren Liebling nicht geeignet. Aber warum eigentlich? Was sind die wichtigen Bestandteile, die der Hund braucht?

  • Die richtige Menge Eiweiß: Um das Immunsystem vollständig zu entwickeln und den Stoffwechsel zu stimulieren, ist Rohprotein im Welpenfutter wichtig. Darin sind Peptide, Proteine und Aminosäuren enthalten. Ein klassisches Futter für ausgewachsene Hunde enthält ca. 20 % Rohprotein, ein Welpe benötigt aber mindestens 30 %.
  • Die richtige Menge Fett: Viele Futterarten für Welpen sind mit Omega-3-Fettsäuren angereichert, damit Ihr Welpe von Anfang an hochwertige und fettlösliche Vitamine erhält. Auch Fischöl und Leinöl gehören zu den gut verträglichen Fettsorten, die das Verdauungssystem anregen können.
  • Die richtige Menge Rohasche: Zink, Jod, Calcium und Magnesium sind für Ihren Welpen lebenswichtig. Abweichungen von der empfohlenen Menge können allerdings gesundheitliche Folgen haben, daher muss die Dosierung optimal auf den Bedarf des Welpen abgestimmt sein. In einem Trockenfutter für ausgewachsene Hunde sind rund zwei bis drei Prozent Rohasche enthalten, der Anteil im Welpenfutter ist höher.

Wie lange muss ein Hund Welpenfutter bekommen – wann ist der Wechsel möglich?

Während die ersten Wochen mit Muttermilch überbrückt werden, frisst der Welpe spätestens ab der sechsten Lebenswoche fast ausschließlich Welpenfutter. Sie können das bis zum neunten Monat beibehalten und anschließend eine Futterumstellung in Angriff nehmen.

Achtung Ausnahme: Große Hunderassen mit einer Größe von mehr als 60 cm Schulterhöhe nach dem Wachstum brauchen im ersten Lebensjahr Welpenfutter, da sie langsamer wachsen.

Bei der Umstellung sollten Sie sich zehn Tage Zeit nehmen und täglich einen Teelöffel mehr des neuen Futters unter die Welpennahrung mischen. So gewöhnt sich der empfindliche Magen- und Darmtrakt Ihres Vierbeiners an sein neues Futter und kann es von Anfang an gut vertragen.