Gesundheit

Pflege des Mauls und der Zähne

Aktualisiert Mai 2nd, 2019

Beschwerden im Bereich der Mundhöhle des Hundes zeigen sich unter anderem durch vermehrten Speichelfluss, Empfindlichkeit beim Kauen, übertriebene Kaubewegungen, Kratzen des Maulbereichs und schlechte Zähne.

Um solchen Störungen vorzubeugen, sollten sie die Mundhöhle ihres Hundes regelmäßig inspizieren und ein- bis zweimal wöchentlich die Zähne mit einer weichen Zahnbürste, möglichst mit Spezialhundezahnpasta oder mit einem mit Salzwasser getränktem Wattebausch putzen.

So beugen sie auch gleichzeitig Zahnstein und Entzündungen im Maulbereich des Hundes vor.

Zahnstein ist eine gelblich-braune Substanz von zementähnlicher Konsistenz, die sich an den Zähnen festsetzt.

Sie verletzt die Ränder des Zahnfleisches und Bakterien haben dann die Möglichkeit, Infektionen in den Zahntaschen zu verursachen. So verursacht der Zahnstein nicht nur Zahnfleischentzündungen und schlechten Atem, sondern auf langer Sicht lockern sich auch die Zähne.

Der Tierarzt kann den Zahnstein nach Verabreichung eines Beruhigungsmittels oder eines kurzzeitig wirkenden Narkosemittels mit speziellen Kratzinstrumenten oder mit Hilfe von Ultraschall problemlos komplett entfernen.

Um Zahnstein vorzubeugen, können sie ihrem Hund einen speziellen Kauknochen aus entsprechend behandelter Tierhaut geben. Gegebenenfalls können auch Fremdkörper, die eventuell zwischen den Zähnen steckengeblieben sind, in der Mundhöhle entsprechende Symptome verursachen.

Meist lassen sich solche Fremdkörper mit etwas Geduld und der Hilfe eines stumpfen Gegenstandes wie beispielsweise einem Löffelstiel ohne grosse Probleme wieder entfernen. Zeigen sich an den Zahnreihen hellrote Zahnfleischränder, ist das ein untrügliches Zeichen für eine Zahnfleischentzündung.

Untersuchen sie das Gebiss ihres Hundes durch vorsichtiges Klopfen auf lockere oder weiche Zähne.

© Christoph Hähnel – Fotolia

Alles weitere ist dann Sache des Tierarztes. Schlechte Zähne müssen so schnell wie möglich gezogen werden, damit es nicht zu Abzessen an der Zahnwurzel und zu Entzündungen des Zahnbettes kommt. Ansonsten könnten Blutvergiftung, Sinusitis oder Nierenschädigungen die Folge sein.

Auch eine Mandelentzündung, ein Tumor oder ein Geschwür in der Mundhöhle kann die oben genannten Symptome verursachen. In solchen Fällen ist allerdings die Diagnose und die Behandlung durch den Tierarzt unabdingbar.