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hunderasse collie
Hundethemen

Das Hundefell – Pflege der Fellarten

Pflege des kurzhaarigen Fells

Hunderassen mit kurzem Haar, wie z.B. Boxer, Kurzhaardackel oder Labrador sind am leichtesten zu pflegen. Sie benötigen nur ein Frottierhandtuch, einen Kamm und eine Bürste, möglichst aus Naturborsten.

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Letzte Aktualisierung am 25.05.2017


Auch Gumminoppenbürsten und –handschuhe sind für diesen Felltyp geeignet. Zuerst wird das Fell mit der Bürste kräftig gegen den Strich gestriegelt, wodurch die abgestorbenen Haare ausfallen werden.

Dann mit der Gumminoppenbürste mit dem Strich, also von Kopf bis zum Schwanz, bürsten, um das Fell zu reinigen. Zuletzt wischen sie das Fell mit dem angefeuchteten Frottierhandtuch ab. Hunde mit diesem Felltyp dürfen nur selten gebadet werden, da das natürliche Fett, welches das Fell u.a. wasserabweisend hält, mindestens sechs Wochen benötigt, um sich komplett zu regenerieren.

Pflege des langhaarigen Fells

Hunde mit langem Haar sind z.B. Collies, Bobtails aber auch der Deutsche Schäferhund. Bürsten sie solches Fell zunächst mit einer Borstenbürste oder einer weichen Drahtbürste nach vorne über den Kopf und die Schultern.

Dann mit dem Strich zurückbürsten und zuletzt die Flanken ebenfalls mit dem Strich ausbürsten. Zu Zeiten des Haarwechsels, aber auch weil dieser Felltyp zu Verfilzungen neigt, sollten sie das Fell zusätzlich regelmäßig mit einem weitzahnigen Kamm vorkämmen, dann mit einem feineren Kamm nachkämmen.

hunderasse collie
© Willee Cole – Fotolia.com

Verfilzte Haarknoten vorsichtig mit den Fingern auflösen, oder, bei starker Verfilzung, mit der Schere abschneiden. Abschließend können sie das Fell mit einem feuchten Ledertuch abreiben. Zwei Bäder pro Jahr, im Frühjahr und im Herbst, sind für diesen Felltyp notwendig.

Pflege des rauhhaarigen Fells

Zu diesem Felltyp gehören Rassen wie Rauhhaardackel, Schnauzer und die meisten Terrier. Ein Merkmal dieses Felltyps ist eine starke Unterwolle, welches ein gründliches Ausbürsten verlangt.

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© jagodka – Fotolia.com

Aber auch um ein stumpfes Fell zu vermeiden, muss regelmäßig ausgebürstet werden, am besten mit der sogenannten Zupfbürste. Dabei handelt es sich um eine Bürste aus Draht mit an der Spitze gebogenen Borsten. Wie beim kurzhaarigen Felltyp zuerst gegen, dann mit dem Strich bürsten.

Neben der regelmäßigen Pflege durch Kämmen und Bürsten muss der Hund mindestens zweimal im Jahr, besser noch alle drei bis vier Monate, getrimmt und gebadet werden.

Auch ein Scheren etwa alle zwei Monate ist möglich. Dabei können Haare, welche die Augen und Ohren bedecken, mit einer abgerundeten Schere abgeschnitten werden.

Pflege des lockig-kraushaarigen Fells

Hunderassen mit gelocktem, kraushaarigen Fell sind u.a. der Pudel, Bedlington-Terrier und Kerry Blue.

Auch dieser Felltyp hat ein ausgeprägtes Unterfell, welches regelmäßig mit der Zupfbürste gepflegt werden muss. Kämmen und Bürsten erfolgen ebenfalls so wie beim rauhhaarigen Typ.

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© Dirk Schäfer – Fotolia.com

Dabei ist es sehr wichtig, die Ohren auf zu lange Haare im Gehörgang hin zu überprüfen. Diese müssen dann ausgezupft werden, auf keinen Fall darf man dazu eine Schere verwenden. Hunde dieses Haartyps machen zwar keinen Haarwechsel durch, trotzdem sollten sie ca. alle zwei Monate getrimmt und gebadet werden.

Ein erstes Trimmen darf jedoch erst mit vierzehn oder fünfzehn Wochen vorgenommen werden.

Pflege des seidigen Fells

Die meiste Pflege verlangen Hunde mit seidigem Fell, wie etwa der Afghanische Windhund, Spaniel, Setter, Malteser, Yorkshire-Terrier, Pekinesen und Lhasa Apso.

© Lars Kilian – Fotolia.com

Die ersten drei Rassen in dieser Reihe müssen mindestens alle drei Monate gebadet und durch entsprechendes Bürsten und Kämmen von abgestoßenen Haaren befreit werden.

Das Fell der Spaniel, Malteser und Yorkshire-Terrier muss ebenfalls alle drei Monate getrimmt werden. Beim Spaniel müssen zusätzlich zum Fell auch die Haare der Pfoten und der Ohren getrimmt werden, um eine Ansammlung von Dreck etc. an diesen empfindlichen Stellen zu vermeiden.

Pflege des extremen Fells

Manche exotische Rassen weisen ein ungewöhnliches Fell auf, welches eine spezielle Pflege notwendig macht. Fragen sie am besten den jeweiligen Züchter oder den Tierarzt, wie man dieses Fell richtig pflegt.

Der Ungarische Puli etwa hat ein Fell, welches wie die Locken der jamaikanischen Rasta-Männer absichtlich verfilzt ist und in langen Strähnen herunterhängt. Das ist jedoch kein Zeichen einer Vernachlässigung, im Gegenteil: Um auf Ausstellungen gezeigt werden zu können, darf dieses Fell extra nicht ausgekämmt werden.

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© Callalloo Twisty – Fotolia.com

Der Mexikanische Nackthund jedoch, der so gut wie haarlos ist, muss sanft aber regelmäßig gebürstet und gekämmt werden.

Pflege spezieller Fellpartien

Zu lange Haare in der Augenumgebung können die Sicht des Hundes beeinträchtigen und die Binde- und Hornhaut des Auges verletzen. Deshalb sollten diese Haare mit einer abgerundeten Schere vorsichtig kürzer geschnitten werden.

Im Gehörgang dürfen zu lange Haare nur ausgezupft werden, eine Schere könnte hier zu schweren Verletzungen führen.

Haare zwischen den Ballen, die zu lang werden, können zu Verfilzungen führen. Sie müssen deshalb geschnitten werden.

Verklebte Haare im Analbereich sollten sie mit einem Kamm von der Haut wegziehen und dann oberhalb des Kammes abschneiden.

Bei einer eitrigen Vorhautentzündung müssen die Haare im Genitialbereich abgeschnitten werden. Um obengenannten Beschwerden vorzubeugen, sollten aus hygienischen Gründen die Haare im Genitial- und Analbereich regelmäßig gekürzt werden.

Auf keinen Fall dürfen sie die sehr empfindlichen Schnurr- oder Tasthaare schneiden.