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Alljährlich steigt in der warmen Jahreszeit das Risiko eines Zeckenbisses. Ein Spaziergang bei warmen Wetter ist immer verlockend, aber leicht bekleidet durch den Wald zu laufen, erhöht die Gefahr von einer Zecke gebissen zu werden ganz erheblich.
Warum eigentlich sind Zeckenbisse gefährlich? Ein Mückenstich ist doch auch nicht schlimm, und Zecken sind ja auch nicht viel grösser. Das besonders tückische an einem Zeckenbiss sind die Erreger, die bei einer derartigen Verletzung übertragen werden können. Am häufigsten genannt werden hier Infektionen mit Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis, die sogenannte FSME. Erkrankungen, die durch diese Erreger hervorgerufen werden, können im schlimmsten Fall zum Tode führen. Was passiert bei einem Zeckenbiss? Die Zecke beisst, um Blut zu saugen. Das ist ja an sich schon unappetitlich, aber viel schlimmer ist, dass die Zecke dabei die in ihrem Speichel vorhandenen Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Einzeller übertragen kann. Die bekanntesten Erkrankungen sind die oben genannten Borreliose und FSME. Sie können zu schlimmen Langzeitschäden wie z. B. Veränderungen in der Psyche des Betroffenen führen. Genannt werden aber auch Anfallsleiden, langwierige Hirnerkrankungen, die zum Pflegefall führen können und unterschiedliche Lähmungen. Es gibt aber auch andere Erkrankungen, die durch Zecken verursacht werden können: Ehrlichiose Auch in Europa kam es bereits zu Infektionen dieser Art, in Deutschland allerdings jedoch bisher kein einziges Mal bei Menschen. Es scheint, dass hier die Erreger harmloser sind als die Verwandtschaft jenseits des Atlantiks. Die Ehrlichiose-Bakterien befallen - ähnlich wie bei dem HI-Virus - die im Blut vorhandenen Abwehrzellen und vermehren sich dort üblicherweise sehr schnell. Meist verläuft die Infektion völlig ohne Symptome, es können aber auch grippeähnliche Symptone wie mit Fieber verbundenen Kopf- Glieder und Muskelschmerzen vorkommen. Babesiose Auch die Babesiose wird durch Zeckenbisse verursacht. Sie tritt
meist im Mittelmeergebiet - allerdings ausserordentlich selten - auf.
Die Erreger werden Babesien genannt und weisen Ähnlichkeiten mit
Malaria-Erregern auf. Als Symptome einer solchen Infektion sind Fieber,
Gliederschmerzen, Anämie und Gelbsucht, sowie blutiger Urin bisher
bekannt. Die Babesien reagieren auch auf Medikamente gegen Malaria. Sowohl die Ehrlichiose-Bakterien als auch die Babesien sind in der Lage, das menschliche Immunsystem zu schwächen und können durchaus die Symptome einer Borreliose oder FSME-Erkrankung verstärken.
Tragen Sie auch bei warmem und heissem Wetter grundsätzlich lange
Hosen und geschlossene Schuhe beim Waldspaziergang. Da die Zecken
in einer Höhe bis zu 80cm auf Sträuchern hängen können,
ist auch langärmelige Oberbekleidung zu empfehlen. Untersuchen
Sie nach jedem Aufenthalt im Freien den ganzen Körper nach Zecken,
vor allem bei Ihren Kindern. Was tun bei einem Zecken-Biss? Sollte dennoch eine Zecke gefunden werden, so ist dies kein Grund zur
Panik. Allerdings sollte der Plagegeist möglichst schnell entfernt
werden. Zecken entfernen geht sehr leicht mit einer speziellen Zeckenzange.
Damit greift man die Zecke hinter dem Kopf und zieht sie langsam, jedoch
ohne sie dabei zu drehen, aus der Haut heraus. Neuerdings werden auch Zeckenkarten angeboten - eine sehr praktische Alternative zur Zeckenzange. Die Zeckenkarten haben Scheckkarten-Format und passen somit sehr gut in jedes Portemonnaie. Sie erhalten Sie in Apotheken oder im Internet. Die Zeckenkarte ist genau so geformt, dass Sie sowohl grosse als auch sehr kleine Zecken auch an schwierigen Stellen (z. B. hinter den Ohren) problemlos entfernen können.
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