|
Startseite Welpen.de | Gesamte Artikel | Artikel der Redaktion |
Die Wahl des richtigen TierarztesFalls sie mit ihrem neuen Hund bisher noch nie bei einem Tierarzt gewesen sind, scheuen sie sich nicht, andere Hundebesitzer nach ihren Empfehlungen zu fragen. Jeder Hundehalter benötigt einen Tierarzt, denn selbst bei stabilster Gesundheit ihres Vierbeiners sind immer wieder regelmässige Impfungen und Wurmkuren notwendig. Ideal wäre es, wenn der Tierarzt ihren Hund ein ganzes Leben lang betreut.
So kennt er mit der Zeit alle Besonderheiten und kann dann viel besser darauf reagieren, als ein Veterinär, der ihren Hund überhaupt nicht kennt. Ausserdem hat ein Haustierarzt alle relevanten Daten ihres Hundes gespeichert, wie etwa die durchgeführten Impfungen, Erkrankungen, Laborbefunde und die ihrem Hund verordneten Medikamente. Er kennt ihren Hund mit Namen und hilft ihm alleine dadurch schon, Ängste abzubauen. Einen Tierarzt, der nur bei Grosstieren praktiziert, können sie eigentlich nur in dringenden Notfällen um Hilfe bitten. Er wird im Notfall auch ihr Tier versorgen und ihnen raten, wie sie die Behandlung am besten fortsetzen. Nach Vereinbarung eines Termins führt er auch die üblichen Impfungen durch. Es gibt mittlerweile aber auch schon Grosstierpraktiker, die regelmässige Sprechstunden für Kleintiere abhalten. Auch dort ist das Interesse am Wohl ihres Tieres gross und die fachliche Qualifikation ist auch meist ganz ausgezeichnet. Wenn sie allerdings in der Stadt leben, ist es wichtig, einen Tierarzt möglichst in der Nähe ihres Wohnortes auszuwählen. Kleintierpraktiker haben ihre Praxis überwiegend in der Stadt und halten dort regelmässige Sprechstunden ab. Hausbesuche finden in der Regel gar nicht statt und wenn doch, dann nur in ganz dringenden Fällen. Durch die Nähe der Praxis zu ihrer Wohnung ersparen sie ihrem Hund im Notfall lange Anfahrtszeiten. Zudem sollten sie bedenken, dass es immer noch weitaus billiger für sie ist, mit dem Taxi zur Praxis des Tierarztes zu fahren, als die Rechnung für einen Hausbesuch zu bezahlen, bei dem der Arzt auch erst noch herumfahren muss, um ihre Wohnung zu finden.
Trotzdem ist es natürlich auch sehr wichtig, dass der Tierarzt auch ihnen sympathisch ist und sie das Gefühl haben, dass sie ihm voll vertrauen können. Nach Möglichkeit sollten sie darauf achten, ob der Arzt geduldig und liebevoll mit den Tieren umgeht, aber dass wird auch ihr Hund später von selbst spüren. Mit Unterstützung von geschickten Praxishelfern wird auch der frechste und lauteste Hund im Sprechzimmer des Tierarztes normalerweise sehr schnell lammfromm und dadurch auch viel leichter zu behandeln. Würde man den Hund zuhause in seinem gewohnten Umfeld behandeln, würde er sich wehren, weil er glaubt, er müsse jetzt unbedingt sein angestammtes Revier verteidigen. Falls es also irgendwie möglich ist, bringen sie ihren Patienten zur Tierarztpraxis und verzichten sie auf Hausbesuche, die eh nur ihren Geldbeutel sehr stark belasten. In Deutschland gibt es neben tierärztlichen Hochschulkliniken mittlerweile auch zahlreiche Tierkliniken, die sich vorwiegend auf die Behandlung von Kleintieren und Pferden spezialisiert haben. Für ihren erkrankten Hund bieten diese Kliniken den unschätzbaren Vorteil, dass sie ihren Hund nach einem grösseren Eingriff zur Nachbehandlung dort lassen und nach einer angemessenen Genesungszeit wieder abholen können. So ersparen sie sich nicht nur Unruhe und Hektik im eigenen Haushalt und jede Menge Sorgen. Ihr Hund wird dort nach einer Operation mit Infusionen, Wärmelampen und anderen modernen Techniken versorgt, die sie ihm bei sich zu Hause niemals bieten könnten. Dies ist besonders bei grossen Eingriffen lebenswichtig. Nach kleineren Eingriffen ist es aber immer noch am besten, wenn ihr Hund sich in seinem gewohnten Heim auskurieren kann, anstatt sich in ungewohnter Umgebung noch zusätzlich mit Heimweh zu plagen. Neben diesen Tierärzten gibt es noch den sogenannten Amtstierarzt. Er hat keine eigene Praxis, sondern macht die Lebensmittelüberwachung auf Schlachthöfen, ist für den Tierschutz zuständig und tritt beispielsweise dann in Aktion, wenn ein Hundezüchter angezeigt wurde, der seine Tiere nicht artgerecht hält. In enger Zusammenarbeit mit den Tierschutzvereinen sorgt er dann dafür, dass die Hunde ein artgerechtes neues Zuhause erhalten. Der Amtstierarzt bekämpft auch die gravierendsten Tierseuchen, jeder Seuchenverdacht muss ihm sofort gemeldet werden und er entscheidet dann über die Massnahmen, die zu treffen sind. Zudem ist er auch allein zuständig, wenn es beispielsweise um den Verdacht einer vorliegenden Tollwut geht. Gehen sie so bald wie möglich mit ihrem neu ins Haus gekommenen Hund zum Tierarzt. So kann ihr Hund den Arzt bereits kennenlernen, ohne das er Schmerzen hat oder Hilfe benötigt. Dadurch wird ihr Hund viel weniger Angst haben und ihr Tierarzt kann gleichzeitig einen genauen Zeitplan für die notwendigen Impfungen und Entwurmungen machen. Normalerweise sollte ein ansonsten gesunder Hund einmal jährlich zum Tierarzt gebracht werden, zum einen wegen der jährlichen Impfungen, zum anderen wegen der Gesundheitsvorsorge. Ältere Hunde sollte sich der Tierarzt zweimal im Jahr ansehen. Wenn sie mit ihrem Hund zum Tierarzt gehen, dürfen sie auf keinen Fall den Impfpass vergessen. Ist ihnen etwas ungewöhnliches im Kot oder im Erbrochenen des Hundes aufgefallen, sollten sie ausserdem davon Proben mitbringen. Da alles Ungewöhnliche und jede Verhaltensänderung für eine korrekte Diagnose von grösster Wichtigkeit sein kann, sind hier einige Fragen aufgelistet, die sie dem Arzt auf jeden Fall beantworten sollten:
Denken sie bei der Erziehung ihres Hundes auch unbedingt daran, was er bei einer tierärztlichen Untersuchung alles über sich ergehen lassen muss. Deshalb sollten sie ihren Hund sehr frühzeitig daran gewöhnen, das Maul zu öffnen und die Lefzen hochzuziehen. Ein gut erzogener Hund lässt sich auch einzeln die Pfoten hochheben und die Ohren untersuchen. So können sie ihn dann hoffentlich ohne grosse Probleme auf den Untersuchungstisch stellen. Hilfreich ist natürlich auch hier, wenn der Arzt den Hund schon gut kennt und ihn gegebenenfalls beruhigen kann. Um dem Hund aber die allerletzte Angst zu nehmen, müssen auch sie unbedingt anwesend sein. Der Tierarzt wird dann bei seiner Untersuchung den Zustand des Hundes beurteilen, indem er auf äusserlich sichtbare Anzeichen einer Erkrankung achtet, den Hund abtastet, sein Gewicht und sein Aussehen überprüft und nach empfindlichen oder schmerzhaften Stellen am Körper des Tieres sucht.
Zu einer normalen Untersuchung gehört ausserdem, dass der Tierarzt die Temperatur des Hundes misst, den Bauch abtastet, um so die Grösse, Lage und Zustand der wichtigsten inneren Organe zu erfühlen. Weiterhin wird er Lungen und Herz des Hundes mit dem Stethoskop abhören oder diese beiden Organe durch Beklopfen des Brustkorbes mit der Fingerspitze untersuchen. Er wird dann auch das äussere Ohr auf eventuell vorhandene Erkrankungen hin untersuchen sowie andere Körperbereiche wie Pfoten, Genitalien, Anus und Bauchdecke überprüfen. Schliesslich wird er sich die Augen, die Nase und die Maulhöhle ansehen. Er zieht dabei das Augenlid nach unten, um so die Farbe der Bindehaut zu überprüfen. Dann wird er dem Hund das Maul öffnen, um so den Zustand der Zähne, des Zahnfleisches, der Zunge und des Rachens zu untersuchen. Falls dies alles immer noch nicht genügt, um eine sichere Diagnose zu stellen, wird der Tierarzt eventuell vorschlagen, speziellere Untersuchungen oder besondere Methoden der Diagnose anzuwenden.
Teil 4 : Wie transportiere ich meinen kranken Hund
Die Haltung des kranken Hundes Die Fütterung des kranken Hundes Die Wahl des richtigen Tierarztes Wie transportiere ich meinen kranken Hund
(C) Welpen.de, alle Rechte vorbehalten |
Weitere Rubriken: | Hundezüchter | Hundenamen | Hunderassen | Wurfmeldungen |