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Das geschieht entweder bei starken Schmerzen oder lässt sich auf die allgemeine Verwirrung des Tieres in dieser Ausnahmesituation zurückführen. Nach einem Unfall sollte der Hund möglichst schonend, aber doch so schnell wie möglich zum nächsten Tierarzt gebracht werden. Kann der Hund noch ohne Schmerzen gehen und liegen keine starken Blutungen oder offene Wunden vor, lässt man ihn zumindest bis zum Transportauto selber laufen. Durch diese Ablenkung werden der unvermeidliche Schock des Unfalls sowie die damit verbundene starke nervöse Anspannung für das Tier gelindert. Ist der Hund nicht mehr in der Lage, selbst zu gehen, wird man als erstes die Notversorgung sicherstellen, d.h. offene Wunden werden mit sauberen Tüchern abgedeckt, ebenso Wunden mit Sickerblutungen. Stark blutende Gliedmassen werden mit einem Druckverband versehen, ebenso pulsierende Blutungen. Bei diesen ist es aber noch zusätzlich notwendig, das betroffene Gliedmass oberhalb der Wunde abzubinden. Damit das Bein aber nicht abstirbt, muss der Druckverband jede Viertelstunde gelockert werden. Hat der Hund einen Schock, den man an einem schnellen und flachen Atem, einem schwachen Puls, starren Pupillen und kalten Gliedmassen sowie an einem Zusammenbruch erkennen kann, muss man den Hund auf die Seite legen, ihn warm halten und den Kopf tiefer als den Körper lagern.
Einen kleinen Hund transportiert man dann auf dem ihm vertrauten Arm, wobei noch zusätzlich eine warme Decke untergelegt werden sollte. Grössere Hunde sollte man auf keinen Fall mit mehreren Personen anheben, denn dies wird ihm so gut wie immer starke Schmerzen bereiten. Dagegen wird er sich dann sträuben und schlimmstenfalls wild um sich beissen. Da Tragen nur in den seltensten Fällen zur Verfügung stehen werden, muss man sich in solch einem Fall mit einer grossen, stabilen Decke behelfen, welche dem Unfallopfer zunächst vorsichtig untergeschoben wird. Anschliessend heben mindestens zwei Personen den Hund mitsamt der Decke vorsichtig an und legen ihn auf die Rückbank des Autos. Im Zeitalter der Handys wird sich mit Sicherheit jemand finden, der den Tierarzt oder die Tierklinik anrufen kann, damit man dort bereits alle notwendigen Vorbereitungen treffen kann und so keine wertvolle Zeit verloren geht. Wenn sie beim Tierarzt angekommen sind, tragen sie den Hund nicht gleich hinein, sondern benachrichtigen sie zunächst den Arzt oder sein Personal. Es könnte ja sein, dass der Hund dort nicht adäquat behandelt werden kann und zu einer Spezialklinik weitertransportiert werden muss oder vielleicht auch eine Akutversorgung im Auto notwendig ist. Auf jeden Fall ist es immer besser, wenn das Hineintragen des Hundes von geschultem Personal erfolgt. Jeder Hund ist nach einem Unfall hochgradig aufgeregt. Spüren sie dann in ihrer Umgebung Hektik und Angst, steigert sich diese Aufregung enorm. Andererseits beruhigt sich der Hund auch sehr schnell wieder, wenn er fachgerecht behandelt und versorgt wird. Man sollte deswegen zwar beruhigend auf den Hund einreden, ihn aber keinesfalls bedauern oder gar beweinen. Wer selber stark nervös ist, hat in der Umgebung eines verletzten Hundes nichts zu suchen und muss sich im Interesse des Patienten von ihm fernhalten. Wichtige Informationen, die sie dem behandelnden Tierarzt geben sollten: * Eine genaue Beschreibung des Unfallherganges mit zeitlichem Ablauf. Im nächsten Teil behandeln wir das Thema: Änderungen im Verhalten des Hundes
Die Haltung des kranken Hundes Die Fütterung des kranken Hundes Die Wahl des richtigen Tierarztes
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