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Der Mops - Geschichte und Herkunft IBis heute konnte nicht eindeutig geklärt werden, wo genau der Mops seinen Ursprung hat. Es gibt unterschiedliche Theorien, die stark voneinander abweichen.
Eine dieser Annahmen geht davon aus, dass der Mops, der oft auch "holländischer Mops" genannt wird, aus Holland stammt. Es gibt jedoch auch Verfechter der Theorie, diese Rasse käme aus Russland. Eine weitere Version ist die Behauptung, Möpse seien eine Mischung aus kleinen, dänischen Hunden und Bulldoggen.
Recht häufig begegnet man jedoch der Auffassung, die Möpse seien von den Niederlanden aus in Europa verbreitet worden. In die Niederlande wiederum sollen die Hunde von China aus gekommen sein. Die meisten Hundeforscher gehen in der Tat davon aus, dass die Mopsrasse ihren Ursprung in China hat. Nachgewiesen ist in jedem Fall, dass ein Angehöriger des französischen Militärs einen solchen Hund im Jahre 1860 nach Paris gebracht hat. Er hatte das Tier in Residenz des chinesischen Kaiser in Peking erhalten. Betrachtet man die chinesische Geschichte, so fällt auf, dass bereits in den sehr alten Dokumenten, die aus der Zeit des Konfuzius (ca. 1.700 vor Christus) stammen, kleine Hunde mit kurzer Schnauze erwähnt werden. Historisch belegt ist auch, dass der damalige, berühmte Kaiser T'ai Tsung im Jahr 990 vor Christus einen Hund geschenkt bekam, der als kurzhaarig mit kurzer Schnauze beschrieben wurde. Sogar der Name des Hundes wurde erwähnt, er hieß Lo-chiang-sze. Und genau diese Bezeichnung trugen in China die Hunde mit Mopsähnlichem Aussehen bis zum Jahre 1914 - ein ziemlich eindeutiger Hinweis auf die frühen Ursprünge des Mopses. In Europa wurden Möpse ab ca. 1600 schriftlich erwähnt, in Gemälden fand man sie schon weitaus früher dargestellt (ca. seit 1420). Es ist auch historisch belegt, dass Wilhelm von Oranien diese Rasse aus den Niederlanden nach England gebracht haben soll, und zwar bereits 1688. Wie schon erwähnt - die genaue Herkunft ist strittig, da es keine exakten Beweise für die genaue Herkunft dieser alten Rasse gibt. Allerdings ist man sich in Fachkreisen einig, dass die Möpse ihren Ursprung doch in Fernost haben, und dass sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aus China stammen.
Die Zucht von sehr kleinen Hunden war in China seit jeher Tradition. Es gab sie in einigen verschiedenen Typen, und auch ihr Fell unterschied sich voneinander. Aber eines hatten sie fast immer gemeinsam: den typischen Kopf, der kurz und flach sein sollte. Das Gesicht war dabei breit.
Gerade diese Sorte von Hunden wurde als sehr wertvoll betrachtet und daher wie eine seltene Kostbarkeit behandelt. Aus diesem Grund hielt man sie ausschließlich am kaiserlichen Hof - ihr Besitz war dem Kaiser vorbehalten. Die Zucht wurde sehr akribisch betrieben und von eigens dafür bereitgestelltem Personal überwacht; meist waren dies die dem Palast zugehörigen Eunuchen. Es gibt historische Dokumente, die belegen, dass es zu der Zeit der Tang-Dynastie, am kaiserlichen Hof alleine um die 4.000 Eunuchen gab, deren Aufgabe darin bestand, gute Palasthunde zu züchten. Es wurden bereits damals strengste Maßstäbe angesetzt und es gab regelrechte Wettbewerbe, den besten Hund zu züchten und damit gleichzeitig die besondere Gunst des Herrschers zu erlange. Seinerzeit - um ca. 950 nach Christus - unterschied man nachweislich 8 Rassen, die verschiedene Merkmale im Typ, im Körperbau und im Haarkleid aufwiesen. Den "Urvater" des heute bekannten Mopses vermutet man im damaligen "Lo-Sze", einem damals schon sehr beliebten Kleinhund. Es galt als Tradition, diese außergewöhnlichen Palasthunde weiterzuverschenken an Herrscherhäuser auch im Ausland, wenn es einen besonderen Anlass dazu gab. Man geht davon aus, dass die ersten Hunde zu den Zeiten der Ming-Dynastie (1368 bis 1644 nach Christus) nach Europa gelangten, weil in diesem Zeitraum die Handelsbeziehungen zwischen Europa und Asien intensiver wurden. Man kann davon ausgehen, dass nicht nur seltene und kostbare Waren von China nach Europa gelangten, sondern auch die gleichsam wertvollen Hunde vom kaiserlichen Hof. Wann genau der erste Mops nach Europa gelangte, wird wohl immer ein Geheimnis im Dunkel der Geschichte bleiben. Aber dass es schon sehr früh einen Mops in den Niederlanden gab, das ist unbestritten. Der niederländische Herrscher Wilhelm van Oranje (Wilhelm von Nassau-Dillenburg), der auch den Beinamen "Der Schweiger" trug besaß einen Mops. Dieser Mops trug den Namen Pompey. Pompey hat seinem Herrn das Leben gerettet, als ein Attentäter ihn heimtückisch ermorden wollte, und der Hund diesen Mordversuch durch sein Gebell vereitelte. Verständlich, dass das Haus von Oranien seitdem ein sehr enges Verhältnis zu dieser Hunderasse entwickelte. Dies war auch der Grund dafür, dass ein Nachfahre von Wilhelm von Oranje die Möpse nach England brachte. Bei diesem Nachfahren handelte es sich um Wilhelm III, der im Jahr 1688 den englischen Thron besteigen sollte, und auf der Reise dahin nahm er einige Möpse mit, weil er auch in seiner neuen Heimat nicht auf die Gesellschaft dieser geliebten Hunde verzichten wollte.
Ab diesem Zeitpunkt wurden Möpse mit Begeisterung auch in England gezüchtet. Bedauerlicherweise kupierte man den Hunden zunächst immer die Ohren, eine Unsitte, die später von Königin Viktoria verboten wurde. Überhaupt war diese Rasse beim europäischen Hochadel und in den Herrschaftshäusern sehr beliebt. So ist bekannt, dass es Möpse gab bei Georg IV und Königin Charlotte Mecklenburg-Strelitz, und auch Napoleons erste Frau, Josefine de Beauharnais war glückliche Besitzerin eines Mopses (Fortune war der Name des Hundes). Die außergewöhnlichste Leistung hat jedoch der Hofmops des württembergischen Herzogs im Türkenkrieg vollbracht. Der Hund ging in der Schlacht bei Belgrad verloren, tauchte aber einige Zeit später wohlbehalten an seinem Heimatort wieder auf. Und deshalb hat man ihm ein Denkmal errichtet, das man heute noch im Winnender Schlossgarten besuchen kann. Einen regelrechten Boom erlebte die Mopsrasse im 17. Jahrhundert. Damals kam alles Chinesische in Mode und überflutete Europa in einer Massenbegeisterung, die als Chinoiserie bekannt wurde. Sehr beliebt waren zu dieser Zeit kleine Porzellanfiguren, die den Mops abbildeten, und davon sind heute noch sehr viele erhalten. Eine besondere Erwähnung verdient der Mopsorden, dessen Symbolfigur
dieser Hund wurde. Der Mopsorden entwickelte sich aus der Loge der Freimaurer.
Im Jahr 1738 erließ der damalige Papst Clemens XII ein Gesetz (päpstliche
Bulle), in der er den Katholiken die Freimaurerei untersagte, ein Zuwiderhandeln
wurde mit Exkommunikation bestraft. Aus Angst vor Strafe gründeten
Interessierte einen neuen Orden, der sich nicht als Freimauerorden bezeichnete,
sondern als Mopsorden. Wie es dazu kam, erfahren Sie in Mops - Geschichte
und Herkunft II.
Noch mehr Geschichten rund um den Mops: Mops Geschichte
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