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Kleine Hunde - groß im Kommen…

Kleine Hunde sind seit jeher beliebt - insbesondere Frauen sind recht häufig in die kleinen Vierbeiner vernarrt.

Dies erklärt z. B. die schnelle Verbreitung der Mopsrasse ab dem 15. bis 16. Jahrhundert. Möpse fanden damals vor allem in den Kreisen der adligen Damen großen Anklang.

Rennender Mops

Orec Zvonimir - Fotolia.com | Mops

Eben diese Damen pflegten ihre gesellschaftlichen Beziehungen auch über größere Entfernungen aufrechtzuerhalten, und nahmen ihren Hund, bzw. ihre Hunde häufig mit auf ihre Reisen. So wurde der Mops recht schnell überall in Europa bekannt.

 

Chihuahua

Bild © Steven Pepple - Fotolia.com | Chihuahua Welpe

In der jüngeren Zeit erfuhr die Rasse des Chihuahuas einen starken Boom. Ein solcher Hund erschien als Begleiter von Reese Witherspoon in den Filmen "Natürlich blond" und "Natürlich blond, Teil II". Richtig ausgelöst wurde der Hype um diese Rasse jedoch durch das in die Öffentlichkeit getragene Exemplar von Paris Hilton (der Chihuahua mit Namen Tinkerbell). Es folgte eine unbeschreibliche Nachfrage nach Chihuahuas zunächst in Kalifornien, später ergriff die Begeisterung den Osten Amerikas. In den großen Städten der Ostküste findet man sehr viele Chihuahuas.

Insbesondere in den Städten der USA sind kleine Hunderassen inzwischen sehr angesagt. Man kann sie gut auch in kleineren Wohnungen halten und so mancher Arbeitgeber erlaubt sogar, dass der Hund mit ins Büro gebracht werden darf - er ist ja so klein und niedlich und stört den Tagesablauf nicht nennenswert.

West Highland Terrier

Bild © Waldemar Dąbrowski - Fotolia.com | West Highland White Terrier Welpen

In den letzten Jahren ist generell verstärkt zu beobachten, dass Hunde immer mehr zu Statussymbolen werden, bzw. einer modischen Erscheinung unterliegen. So gab es mit Erscheinen der "Cesar" Hundefutter Werbung plötzlich eine erhöhte Nachfrage nach West-Highland Terriern, da dieser Hund in dieser Hundefutter-Werbung gezeigt wurde. Das ging sogar so weit, dass die Leute - in Unkenntnis der Rasse - nach einem Cesar-Hund suchten, wenn sie einen solchen kaufen wollten.

Dalmatiner Welpen beim Spielen

Bild © majtas - Fotolia.com | Dalmatiner Welpen

Auch Dalmatiner erfuhren kurzfristig eine Welle der Begeisterung, ausgelöst durch den Film "101 Dalmatiner". Golden Retriever werden gleichfalls seit längerer Zeit regelmäßig nachgefragt.



Sie passen sehr gut in das Bild eines erfolgreichen Jeep Fahrers, der als sportlich und unabhängig gelten will. Golden Retriever und Labradore tauchen auch regelmäßig in der Werbung auf. Hunde als Werbefaktor sind eine längst erkannte Einnahmequelle.

Golden Retriever Welpe

Bild © nicouane - Fotolia.com | Golden Retriever Welpe

Die Tierliebe der Menschen scheint ungebrochen, und insbesondere Hunde stehen ganz oben auf der Rangliste der Haustiere. Sie sind ein unglaublich großer Wirtschaftsfaktor. Für viele Besitzer gilt ein Hund inzwischen als Kind-Ersatz, und damit es diesem Familienmitglied an nichts fehlt, ist ihnen kein Aufwand zu hoch. Für Hunde wird sehr viel Geld ausgegeben, und die Tendenz ist - im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaftszweigen - seit Jahren regelmäßig steigend.

Labrador Welpe

Bild © foto_design - Fotolia.com | Labrador Retriever Welpe

Besonders einfallsreich sind unsere Freunde auf der anderen Seite des Atlantiks, wenn es um das - manchmal zweifelhafte - Wohl des Hundes geht. Und hier treibt der Umgang mit den Haushunden skurrile Blüten.

So entsteht gerade eine ganz neue Dienstleistungssparte für 4-Beiner in den großen Städten. In New York z. B. hat man erkannt, dass Hundebesitzer es oft nicht schaffen, ihren Hund Gassi zu führen. Manchmal fehlt auch schlichtweg etwas Grünfläche in der näheren Umgebung.

Findige Geschäftsleute haben sich dazu etwas einfallen lassen: sie liefern die Grünfläche ins Haus. Dies kann man sich ansehen auf der Homepage der Firma GreenDog - immerhin ein rechtlich geschütztes Unternehmen (http://www.greendogpotty.com).

Man verspricht hier den Hundebesitzern zu helfen, indem man einen so genannte PottyBox anbietet, die der Hundebesitzer mieten oder kaufen kann. Eine Pottybox ist eine kleine rechteckige Rasenfläche, die im Haus bzw. in der Wohnung abgestellt werden kann, und auf der der Hund sein "Geschäft" erledigen soll. Die Rasenfläche wird von dem Unternehmen regelmäßig (meist alle 2 Wochen) entsorgt und gegen eine frische Rasenfläche ausgetauscht.

Uns hat das nachdenklich gestimmt. Denn erstens sind wir der Ansicht, dass ein solches Rasenstück keinen Spaziergang ersetzen kann und absolut nicht den Bedürfnissen des Hundes nach ausreichend Bewegung entspricht.

Zweitens kennen wir die Angewohnheiten von Hunden, nicht noch einmal dort hinzupinkeln, wo sie sich vorher schon einmal erleichtert haben. Zumindest unser Hund zeigt dieses Verhalten.

Er wäre sicherlich nicht fröhlich, einen Quadratmeter Rasen für ca. 70 Geschäfte (14 Tage x 5 Geschäfte/Tag) zur Verfügung zu haben. Und auch wir fänden das zum einen unhygienisch und zum anderen abstoßend.

Ein Hundebesitzer, der nicht in der Lage ist, seinen Hund wenigstens 3 mal täglich auszuführen, sollte sich erst gar keinen Hund zulegen. Natürlich kann es immer mal Notfälle geben, die kurzfristig andere Maßnahmen erfordern (z. B. Krankenhausaufenthalt des Hundehalters), aber zur Gewohnheit sollten solche "künstlichen Hundeklos" nicht werden.



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