|
Startseite Welpen.de |
Gesamte Artikel | Alle Artikel von Barbara Puhl
|
Hundehaar(-allergie)?
Eine Artikelserie von Barbara Puhl
Inhaltsverzeichnis:
Einführung
1. Haarwachsstum
2. Haartypen
3. Haarstruktur
4. Haare von Welpen, erwachsenen und alten Hunden
4.1. Haare von Welpen
4.2. Haare erwachsener Hunde
4.3. Haare von alten Hunden
5. Trockene Haare
6. Fettige haare
7. Ansonsten gilt
8. Schuppen
9. Wo setzen sich Allergene ab?
10. Pflege der Hundehaare
11. Für Ausstellungen "schöne" Hundehaare?
12. Verfilzungen
13. Elektrisch aufgeladene Hundehaare
14. Schlußbetrachtung
Einführung
Streicht der Mensch über ein Hundefell, so öffnet sich die
Seele des Menschen. Diese Handlung stellt oft eine Brücke zum Leben,
zum Nächsten, zum Hundeführer da. Manchmal kann dann der Mensch
am Leinenende den Wortschwall des Streichelnden gar nicht stoppen. Eine
Therapie der besonderen Art.
 |
Vortrag und Einsatz im Altenheim
Friedenshorst in Wuppertal -Ronsdorf. |
Es gibt aber auch genau das Gegenteil von Menschen, die einen großen
Bogen um Hunde machen, weil z.B. Ihnen Entsprechendes irgendwann einmal
eingeimpft wurde. Oder es gibt Menschen, die ihre Umwelt mit der Behauptung,
sie haben eine Hundehaarallergie, unter Druck setzen.
In dieser Artikelserie will ich darlegen, wie wahrscheinlich eine Hundehaarallergie
ist. Unsere Erfahrungen decken sich hier mit denen , die im europäischen
Bereich ebenfalls an der Therapie mit Menschen und Hunden arbeiten.
Dies wurde jedenfalls übereinstimmend festgestellt auf dem internationalem
Seminar über tiergestützte Therapie vom 25. - 27.6.2004 in Brünn/Tschechien
welches von der Vereinigung Filia Brünn durchgeführt wurde.
(Zusammenfassung unter ISBN 80-239-2592-5)
 |
Frau Ilona Krause, Praktikantin mit einem Welpen
beim Schmusen. Glückliches Gespann mit Haarpracht. |
Wie bei den Menschen, so auch beim Hund: So vielfältig es
Menschen gibt, so vielfältig gibt es auch Menschenhaare. So vielfältig
es Hunde gibt, so vielfältig gibt es auch Hundehaare.
Darum vorweg die Frage: Warum spricht man dann nicht auch von Menschenhaarallergie?
Das kann sicher nicht an den weniger Haaren beim Menschen als beim Hund
liegen. Die Haare beim Hund sind über den ganzen Körper angesiedelt.
Mit der Haut zusammen nennt man sie dann "Fell".
Dieses ist ursprünglich zum Schutz des Hundes da. Vor Wind und Regen,
vor Sonne und Schnee, vor Hagel und Nebel soll es den Vierbeiner schützen
und ihm eine immer gleichbleibende Körpertemperatur gewährleisten.
Es schützt vor Verletzungen, wenn z.B. der Hütehund durch das
Dickicht des Untergestrüpps eines Waldes streift. Dabei nimmt er
notgedrungen Staubpartikel in sein Fell mit auf. Wenn er dann nach Hause
kommt und seine Herrschaft eine Blütenstauballergie hat, wird diese
zwangsläufig bei dem Zweibeiner dadurch ausgelöst.
Das betrifft jeden Hund und auch jeden Menschen, wenn er denn sich in
entsprechenden Ländereien aufhält. Diese Blütenstaubaufnahme
im Fell bzw. Kopfhaaren bei den Mensch ist also keine Hundehaarallergie
oder Menschenhaarallergie!
 |
Tove von der Stellerburg mit zwei
ihrer Welpen aus 2004. Jeder hat andere Haare! |
1. Haarwachstum
Wie wächst denn ein Haar beim Hund?
Der Haarfollikel (Follikel = "kleiner Schlauch") bestimmt die
Wuchsrichtung und den Fall der Haare durch seine Schräglage in den
verschiedenen Hautschichten, in der Oberhaut, Lederhaut und im Unterhautfettgewebe.
Die Haarwurzel ist der Teil des Haares, welcher in der Haut steckt.
Ob diese nun dort gekrümmt drin steckt oder glatt nach außen
verläuft bestimmt, ob der Hund glattes oder naturgewelltes Haar hat.
Außerhalb der Haut sind nur die Anteile des Haares sichtbar, die
bereits verhornt sind. In der Matrix werden ständig neue Mutterzellen
gebildet, die sich im Laufe der Zeit ständig nach oben schieben.
Dabei wachsen im Durchschnitt die Haare 0,6 bis 1,2 cm im Monat. Da eine
fortlaufende Erneuerung der Haare stattfindet, bleibt das Haarkleid insgesamt
konstant, bis auf drei Ausnahmen:
- Der Wechsel vom Winter- zum Frühjahrsfell und
vom Sommer zum Winterfell.
- Die dritte Ausnahme betrifft Hündinnen, die einen Wurf
hatten und durch die Hormonumstellung nach ca. 4 Monaten mehr
oder weniger ein Fellkleidwechsel vornehmen.
 |
Aufbau des Haares:
Schaubild:
a. Schuppenschicht
b. Faserschicht
c. Mark
|
2. Haartypen
Wir unterscheiden bei unseren Hunderassen die unterschiedlichsten Haartypen:
1. Langhaar mit und ohne Unterwolle, wie z.B. der Collie oder der Afghan
Hound.
2. Kurzhaar mit und ohne Unterwolle, wie z.B. der Labrador Retriever oder
der Boxer.
3. Stockhaare finden wir bei Schäferhunden.
4. Kraushaar bzw. Locken sehen wir beim Chesapeake Bay Retriever oder
dem Pudel.
5. Flaum ist bei jungen Welpen zu beobachten.
 |
Big "T" eine Chesapeake
Bay Retrieverin im Einsatz |
::: Lesen Sie auch >: "3.Haarstruktur"
und "4. Haare von Welpen, erwachsenen und alten Hunden"
Kontakt zur Autorin:
E-Mail : therapiehunde-deutschland@t-online.de
Homepage: http://www.therapiehunde-deutschland.de
(C) Barbara Puhl , alle Rechte vorbehalten
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Autorin!
|