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Desensibilisierung einer Hundephobie am Beispiel eines behinderten Mädchens.
Ein Artikel von Barbara Puhl

Barbara Puhl

Die persönlichen Daten wurden von der Therapeutin, aus datenschutzrechtlichen Gründen, verändert.


Inhaltsverzeichnis:
1. Einführung
2. Grundsätze
3. Verfahren


1. Einführung
Nachdem sich über Jahre in der Desensibilisierung von Hundephobien bei mir viele Erfahrungen gesammelt hatten, wurde ich von Menschen im In- und Ausland gebeten, diese einmal in einem Fallbeispiel für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nun kann nicht jeder kommen und sagen, ich kann das jetzt auch, weil sie mein u.g. Beispiel kennen, denn 1. liegt jeder Fall anders und 2. braucht jeder eine individuelle Behandlung. Für die Therapeuten unter Ihnen jedoch, mag es ein Ansatz sein, eine Anregung, wie u.U. vorgegangen werden könnte.

Das unten aufgeführte Beispiel hat ca. 11 Monate gedauert, bei einem wöchentlichen Treffen von jeweils ca. 1,5 Stunden. Es gibt Fälle, wo dies wesentlich schneller geht und die Angelegenheit in nur wenigen Wochen erledigt ist, aber es gibt auch Bemühungen, die einige Zeit länger dauern. Die Behandlungsdauer ist entscheidend z.B. davon abhängig, wie alt das Problem ist und wie tief es sitzt.

Selbstverständlich geht jeder Desensibilisierung eine Anamnese und gezielte Absprachen mit dem Fachpersonal/Eltern voraus. Oft genug muss vor allem die Mutter eines Kindes mit behandelt werden, da diese ihre eigene Angst Hunden gegenüber auf das Kind übertragen hat, sich dessen aber u. U. nicht bewußt wurde.

In dem nachfolgenden Fall geht es um ein Mädchen, welches 16 Jahre alt und in einem Heim als mehrfach Behinderte untergebracht worden war. Das Mädchen konnte verbal nicht sprechen. Es war jedoch eine Verständigung über die Gebärdensprache möglich. Aufgrund der Bitten des Fachpersonals und der Anstaltsleitung wurde ich mit dem Fall betraut, da bei Ausflügen die Klientin unberechenbar reagierte und z.B. urplötzlich sich von der Gruppe losriß und blindlings über die Straße rannte, nur weil in der Ferne ein Hund in ihr Gesichtsfeld trat. Die Gefährlichkeit solchen Tuns, veranlasste schließlich die Leitung, mich mit in den Schulalltag zu integrieren.

Danken möchte ich denjenigen, die mir mit meinen Hunden die Möglichkeit gaben, die Desensibilisierung durchzuführen, sowie dem Fachpersonal von Schulen, Wohnheimen, Praxen und anderen Einrichtungen. Selbst das Fernsehen hat in zwei Fällen von solchen therapeutischen Bemühungen meinerseits berichtet, wofür ich ebenfalls hier meinen Dank bekunden möchte.

Teil 2 : 2. Grundsätze

 

Kontakt zur Autorin:

E-Mail : therapiehunde-deutschland@t-online.de
Homepage: http://www.therapiehunde-deutschland.de


 

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