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100 x Dank an den Hund
Eine Artikelserie von Barbara Puhl

Barbara Puhl


4. Diabeteswarnhund

Nach tagelangem Regen hatte die Diabetespatientin genug. Sie wollte raus. Beim Bummel über die Straßen sah sie im Schaukasten ein Plakat, welcher für den Film „Ziemlich beste Freunde“ in Willingen Reklame machte. Sollte Sie es mal wieder wagen?

An der Kasse sagte sie dem Kassierer, dass sie seit 42 Jahren nicht mehr in einem Kino war. „Oh, dann haben Sie sich aber einen guten Einsteiger Film ausgesucht“ war seine Antwort. „Ist der Ruhig?“ fragte der Kassierer die Frau und zeigte mit seinem Zeigefinger auf den gekennzeichneten Behindertenbegleithund. „Ich denke schon, aber 42 Jahre wird kein Hund alt. Von daher haben wir das noch nicht ausprobiert.

Kinokarte Ziemlich beste Freunde

„Dann setzten Sie sich am besten an den Rand, damit im Falle eines Falles Sie gleich raus können“.
Holzklappsessel gab es hier nicht – wie vor 42 Jahren in ihrem Heimatort. Dafür waren diese hier gut gepolstert und hatten genug Beinfreiheit. Der Hund legte sich direkt vor die Füße der Patientin und war still. Das Licht ging aus. Nur noch ein Dämmerlicht war an, so dass der Vierbeiner sein Frauchen auch noch erkennen konnte.

Als der Filmvortrag begann, dachte sie, dass das evtl. zu laut für gesunde Hundeohren sei. Aber dieser machte keinerlei Anstalten, dass er raus wollte, blickte sie auch noch nicht einmal an. Schien alles okay zu sein.

Da der Streifen recht humorvoll war, war bald der Raum voller Gelächter. Auch Frauchen war begeistert und voller Konzentration dabei. Lachsalven donnerten an den Hundeohren vorbei.

Plötzlich stand der Hund auf und stupste sein Frauchen an. Immer wieder. Er gab keine Ruhe. Die Patientin gab ihm den Befehl, dass er sich ablegen sollte. Das tat der Hund auch, aber in nächsten Augenblick war er schon wieder auf seinen Pfoten und stupste mit seiner Nase den Unterarm der Frau immer wieder an. Endlich kapierte sie, was der Hund ihr sagen wollte und registrierte selbst, dass sie völlig nervös, heißhungrig und am schwitzen war. Sie hatte eine Unterzuckerung und musste sofort Traubenzucker zu sich nehmen.

Sie hatte es überhaupt nicht gemerkt, denn der Film hatte ihre ganze Konzentration gefordert. Nur der Hund hatte bemerkt, dass da etwas nicht stimmte, denn Frauchen roch inzwischen anders als normal. Sie zitterte außerdem am ganzen Körper.

Erst als die Patientin ihre Traubenzuckertäfelchen gegessen hatte normalisierte sich auch der Geruch; das Körperzittern und die Nervosität hörten auf.

„Braver Hund, hast Du gut gemacht. Ich liebe Dich“, war ihre Belohnung mit Streicheleinheiten dem Hund gegenüber. Anschließend genossen beide noch den Rest des köstlichen Films. Ob es bald wieder einen Kinobesuch geben wird?


Danke Dir Hund für Deine Sensibilität, Zuverlässigkeit und für das Aufmerksammachen.

Diabeteswarnhund

 

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E-Mail : therapiehunde-deutschland@t-online.de
Homepage: http://www.therapiehunde-deutschland.de


 

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