|
Startseite Welpen.de |
Gesamte Artikel | Vorstellung von Peter Löser
| Artikel
von Peter Löser
Üble Weihnachten, traumatisches Silvester
|
|
Wie Hunde- und Katzenbesitzer ihre Tiere vor den Gefahren
des Jahreswechsels schützen können
Kommt Ihnen das bekannt vor? Spätestens am zweiten Feiertag
rufen Sie verzweifelt die Nummer des Tierärztlichen Notdienstes
an, weil Ihr Hund nur noch zittert, das Kätzchen nicht dazu
zu bewegen ist, unter dem Sofa hervorzukommen oder Ihr Tier unter
Durchfall, Erbrechen, plötzlichem Haarausfall leidet. Mit dem
Rummel und der Freude zur Weihnachtszeit beginnt für so manches
Haustier ein Albtraum:
Jeder Tierliebhaber zeigt sich zum Fest der Liebe noch generöser
und möchte seinem treuem Freund gern an den Köstlichkeiten
der Küche teilhaben lassen. Doch Vorsicht! Fettreiche und stark
gewürzte Speisen können schnell zu Verdauungsproblemen
führen. Erhitzte Geflügelknochen splittern wie Glas und
führen nicht selten zu Verletzungen im Verdauungstrakt, zumindest
ist eine Verstopfung vorprogrammiert.
Plätzchenteller und Schokolade haben in der Reichweite unserer
Haustiere nichts zu suchen. Zucker bleibt generell ungesund, und
Schokolade kann durch das in Kakaokernen enthaltene Theobromin in
höheren Dosen zu Vergiftungserscheinungen, bis hin zum Tod
führen. Besser ist es, sich einen ausreichenden Vorrat an gesunden
und gewohnt gut verträglichen Leckerchen bereit zu halten.
|
Eine stete Gefahrenquelle stellt auch die gewohnte Weihnachtsdekoration
dar. Glitzernd dekorierte Weihnachtsbäume verleiten gerade Katzen
und junge Hunde zum Spielen. Brechende Glaskugeln rufen Verletzungen hervor,
abgeleckte Schneesprays Vergiftungen. Auf echte Kerzen und Lametta sollte
man bei Tieren in der Wohnung ganz verzichten wie auch auf andere Gefahrenquellen:
Wasser im Christbaumständer, heißes Kerzenwachs, Duftöle,
giftige Pflanzen wie Weihnachtsstern, Mistel und Stechpalme.
Haben wir die Weihnachtsfeiertage noch gut überstanden, folgt für
viele Tiere die eigentliche Traumatisierung: Silvester.
Unser empfundenes "Ah" und "Oh" angesichts eines
Feuerwerks können geräuschempfindliche Haustiere nicht teilen.
Stattdessen erfahren sie puren Stress, Panik und Angst.
Mit dem Verkauf von Silvesterartikeln geht es meist schon mit der Knallerei
los. Hundebesitzer sollten zu dieser Zeit mit einem ängstlichen Tier
nur noch angeleint Gassi gehen. Beachten Sie auftretende Schreckreaktionen
so wenig wie möglich! Verhalten Sie sich so, als wäre die Ballerei
völlig normal. Sich intuitiv dem erschreckten Hund zuzuwenden, um
ihn zu trösten, wäre das Verkehrteste, was Sie tun könnten.
So schwer es Ihnen auch fällt: Ihr Hund ist kein Kind und wird die
Aufmerksamkeit als Belohnung für seine Angstreaktion verstehen, wodurch
diese immer mehr verstärkt wird. Geben Sie Katzen in dieser Zeit
eine
Rückzugsmöglichkeit, etwa eine Höhle aus Kissen und Decken,
und lassen Sie Ihr zur Panik neigendes Tier so selten wie möglich
allein.
Allein die Anwesenheit einer vertrauten und ruhigen Person hat beruhigende
Wirkung. Ein verschrecktes Tier, das sich zurückgezogen hat, sollten
Sie zunächst in Ruhe lassen. Katzen und Hunde können in ihrer
Panik unberechenbar reagieren, wenn Sie versuchen, sie aus einem Versteck
hervorzuholen.
Achten Sie in solchen Situationen darauf, dass Kinder
dem verschreckten Tier fernbleiben.
- Gestalten Sie Ihre Räume zu Silvester so gemütlich wie sicher.
- Bei geschlossenen Jalousien basslastige Musik zu hören, übertönt
so manchen Silvesterknaller und wirkt beruhigend.
- Bleiben Sie ruhig und gelassen.
- Sprechen Sie mit fester und ruhiger Stimme mit Ihrem Tier und bewegen
Sie sich selbstsicher, ohne zu trösten.
- Gerade Hunde suchen die Nähe des Menschen noch mehr als Katzen.
- Es reicht wenn Sie anwesend sind, Sie brauchen in Angstphasen nicht
beruhigen oder trösten!
Was aber, wenn Ihr Tier eine akute Panikattacke durchleidet?
Leichte Fälle lassen sich gut mit Futter, Suchspielen oder Spielen
im Generellen ablenken. Andere hingegen wollen vor lauter Angst gar nichts
mehr wissen.
Rescuetropfen (Notfalltropfen nach Dr. Bach), alle 10 Minuten - 4 Tropfen
ins Maul verabreicht, können im Akutfall lindern und verhindern,
dass sich ein Trauma festsetzt.
Homöopathisch können wir mit Aconitum D30, bei Bedarf, oder
bei schwerem Schock - D200, eine Gabe helfen. Angezeigt bei Unruhe, Furcht,
schreckgeweiteten Augen, panischer Angst bis zur Todesangst.
Vorbeugen ist auch hier besser als heilen. Ein junges Tier das an solch
außergewöhnlichen Geräusche gewöhnt wurde wird kein
Problem mehr damit haben. Doch auch bei bekannter Geräuschephobie
kann gut geholfen werden.
Mit der passenden Bachblütenmischung und Homöopathisch - Borax
D3, 4-8x tägl. 5-10 Globulis, 14 Tage zuvor beginnend werden teils
grosse Erfolge verzeichnet. Zu begleitenden Desensibilisierungsmaßnahmen
berät sie Ihr Tiertrainer.
In Zweifelsfällen bleiben Sie bei jedem Tierarzt, Heilpraktiker
und Tierpsychologen gut beraten.
Kontakt zum Autor:
E-Mail: peterloeser@freenet.de
Homepage: http://www.phoenix-bulls.de
C) , alle Rechte vorbehalten
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Autors!
|