Welpen.de

Startseite Welpen.de | Gesamte Artikel | Alle Artikel von Dr. Christine Löwenstein

Sarkoptesräude

Auch genannt: Räude, Scabies, Sarkoptes

Was ist Sarkoptesräude?
Sarkoptesräude ist eine Infektion mit Sarkoptesmilben. Diese graben sich in Gängen durch die Haut und verursachen hierbei einen enormen Juckreiz. Sarkoptesräude zählt zu den Hauterkrankungen, die mit dem stärksten Juckreiz verbunden sind. Obwohl sie sich am gesamten Körper aufhalten können, leben sie besonders gern im Gesicht, an den Ohren, an Bauch, Brust und Beinen.

Sarkoptesmilbe

Abb.1: Sarkoptesmilbe

Wo kommen die Milben her?
Sarkoptesmilben werden durch Kontakt von Hund zu Hund übertragen, auch Füchse können z.B. bei Jagdhunden Ansteckungsquelle sein. Obwohl die Milben normalerweise ihren ganzen Lebenszyklus auf der Haut der befallenen Tiere verbringen, können beim Kratzen einige Milben herunterfallen. Diese sind in der Umgebung bis zu 3 Wochen infektionsfähig. Manche Hunde haben Sarkoptesmilben auf der Haut und zeigen gar keine Reaktion. Deshalb ist es ganz wichtig, nicht nur das befallenen Tier zu behandeln, sondern auch alle Tiere, die mit ihm Kontakt hatten.

Können Sarkoptesmilben auch Menschen befallen?
Ja, der Mensch ist zwar nur Nebenwirt und die Milben verlassen ihn bald wieder, aber sie können einen sehr unangenehmen und stark juckenden Hautausschlag verursachen. Wenn Sie entsprechende Symptome an sich bemerken, suchen Sie bitte Ihren Hautarzt auf.

Wie wird Sarkoptesräude diagnostiziert?
Man kann versuchen, mit einem Hautgeschabsel diese Milben nachzuweisen. Da sie oft nur in geringer Anzahl vorhanden sind, ist es oft schwierig, sie nachzuweisen. Sind die Symptome wie bei einer Sarkoptesräude und kann man die Milben nicht nachweisen, so kann der Nachweis von Antikörpern im Blut weiterhelfen. Auch eine diagnostische Therapie, eine Behandlung mit sicher wirksamen Medikamenten, kann eingesetzt werden.

Abb.2: Sarkoptesräude

Sarkoptesräude

Wie wird Sarkoptesräude behandelt?
Die Heilungsaussichten für Sarkoptesräude sind sehr gut. Ein Vielzahl von Medikamenten inform von Spülungen, Sprays, Injektionen und Spot-on-Präparate wirken zuverlässig. Die meisten Medikamente müssen mehrfach angewandt werden, um sowohl die erwachsenen Milben als auch alle Entwicklungsstadien abzutöten. In manchen Fällen sollte man auch eine Umgebungsdesinfektion mit entsprechenden Mittel durchführen. Einige Hunde haben einen so starken Juckreiz, daß sie sich selbst Schaden zufügen. Diese Tiere brauchen juckreizstillende Medikamente. Manche Tiere zeigen zu Beginn der Behandlung sogar noch eine Verstärkung des Juckreizes, dies läßt jedoch erfahrungsgemäß innerhalb von spätestens 2 Wochen nach.

zurück zum Artikel Blutuntersuchungen

 

 

Kontakt zur Autorin:

E-Mail : info@hauttierarzt.de
Homepage: http://www.hauttierarzt.de

 

| nach oben | ::: zurück

 

(C) Dr. Christine Löwenstein , alle Rechte vorbehalten
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Autors!

Weitere Rubriken: | Hundezüchter | Hundenamen | Hunderassen | Wurfmeldungen |