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Pilzkulturen

Pilzinfektionen der Haut werden am sichersten durch Pilzkulturen diagnostiziert. Hinweise auf Pilzinfektionen sind Haarverlust, Abbrechen von Haaren, Rötung aber auch manchmal entzündliche Hautveränderungen. Ein ganz besonders typisches Erscheinungsbild ist bei Tieren der kreisrunde Haarverlust.

positive Pilzkultur

positive Pilzkultur

Pilze sind in einigen Fällen sehr schwer nachzuweisen und deshalb ist die sorgfältige Auswahl des Untersuchungsmaterials für die Aussagefähigkeit der Pilzkulturen von großer Bedeutung.

Der beste Weg ist die Gewinnung von fluoreszenz-positiven Haaren bei der Untersuchung mit der Wood´schen Lampe. Sind Hautveränderungen vorhanden, sollten Haare vom Randbereich dieser frischen Hautveränderungen ausgewählt werden. Hierbei sind besonders abgebrochene Haare zu berücksichtigen.

Pilzsporen unter dem Mikroskop

Pilzsporen unter dem Mikroskop

Ist die Haut unverändert, wie dies bei symptomlosen Trägern von Pilzinfektionen häufig der Fall ist, kann die Zahnbürstentechnik nach MacKenzie angewandt werden. Dabei wird mit einer sterilen Zahnbürste mehrere Minuten durch das Haar gekämmt. Dann wird das an der Zahnbürste hängende Material vorsichtig auf die Oberfläche des Pilzmediums verbracht.

Zur Pilzisolierung werden spezielle Pilzkulturen verwandt. Diese Testmedien werden bis zu 3 Wochen auf das Wachsen von Pilzkulturen hin täglich beobachtet.

 

Die Wood´sche Lampe dient dem Nachweis von Microsporum canis, dem wichtigsten Hautpilz bei Hund und Katze. In 50-80% der Fälle produziert dieser Pilz Stoffwechselprodukte, die Fluoreszenz zeigen. Die Wood´sche Lampe produziert ultraviolettes Licht, mit dem man diese Fluoreszenz nachweisen kann. Pilzinfizierte Bereiche zeigen sich mit einer leuchtend apfelgrünen Farbe. Die Fluoreszenz sieht man meistens an den oft abgebrochenen Haarschäften, selten an einzelnen Schuppen wie beim Menschen.

Fluoreszenz bei einer Katz

Fluoreszenz bei einer Katze mit einer
Pilzinfektion an den Pfoten

Man führt die Untersuchung am besten im abgedunkelten Raum durch, damit die Fluoreszenz besser beurteilt werden kann. Da Microsporum canis nicht in jedem Fall Fluoreszenz zeigt, kann durch fehlende Fluoreszenz das Vorhandensein von Hautpilzen nicht ausgeschlossen werden. Werden fluoreszierende Haare entdeckt, so sollten optimalerweise diese zum Beschicken einer Pilzkultur verwandt werden.

 

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E-Mail : info@hauttierarzt.de
Homepage: http://www.hauttierarzt.de

 

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