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An vollen Näpfen Mangel leiden

Hundeernährung ist heutzutage eine Wissenschaft geworden und für viele Hundebesitzer ein Buch mit 7 Siegeln oder auch ein Dschungel, aus dem man nicht mehr herausfindet.

Die Futtersorten werden in einer Art und Weise angepriesen, dass man schon fast glaubt, nur diese spezielle Futtermarke garantiere dem Hund ein gesundes Leben.

Klar, dass besonders Ersthundebesitzer völlig überfordert sind mit diesem Futtermarkt und hinzu kommt, dass zu jeder Futtermarke noch hundert Meinungen von anderen Hundebesitzern hinzukommen. Die Verwirrung ist dann nahezu perfekt.

 

Nur wer sich sehr lange mit Hundehaltung befasst hat und Vertrauen zu sich und zu seinen Hunden hat, kann dabei einen klaren Kopf behalten. Die Ernährung eines Hundes ist dabei ganz einfach, überhaupt nicht mysteriös.

Wichtig ist nur als Grundregel: Füttern Sie Ihren Hund mäßig und ausgewogen mit einem großen Anteil an Frischkost.

© sonne fleckl - Fotolia.com
© sonne fleckl – Fotolia.com

Beherzigen Sie alles, was Sie bei der Ernährung Ihrer Familie auch befolgen und Ihr Hund bekommt genug von allem, was er zum wachsen und leben braucht.

Trotzdem möchte ich heute einige Grundsätze der Ernährungslehre aus einer ganz anderen Sicht vorstellen, die sicher nicht in den Glanzprospekten der Futtermittelindustrien erwähnt werden. Kein Zweifel: Auch unsere Hunde leben in einem scheinbaren Schlaraffenland.

Die Regale in den Hundeläden biegen sich und trotzdem zeigt sich ein bedenklicher Anstieg von Krankheiten wie Allergien, Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselentgleisungen und nicht zuletzt Organleiden und Krebs.

Warum ist das so, warum nehmen Krankheiten durch die Jahre zu und nicht ab und dass trotz bestem Futterangebot?

Hier meine Antworten:

1. Selbst der ausgeklügelste Ernährungsfahrplan schützt nicht vor Fehlernährung, wenn nur ein einziges Futter verfüttert wird.

Und: Es ist fast unmöglich, einen Speisezettel zusammenzustellen, der alle lebenswichtigen Inhaltsstoffe liefert.

Das wäre, als wenn Sie ihr Kind ein Leben lang mit derselben Breipackung (oder Fertiggläsern) versorgen würden, die es schon als Einjähriger bekommen hat.

Das würde uns nicht im Traum einfallen, aber genau das gaukelt uns die Industrie durch geschickte Propaganda und aggressive Marketingstrategien vor:

Es heißt nämlich meist: Behalten Sie die Fütterung dieses Markenartikels bei und Ihr Hund hat alles was er braucht. Das funktioniert leider nicht. Durch einseitige Ernährung wird immer ein Defizit entstehen.

2. Es fehlt dem Futter ein wichtiger Bestandteil: Lebende Vitalstoffe!

In den letzten Jahren hat die Wissenschaft in Laborversuchen die Bestätigung erbracht von etwas sehr Wichtigem. Es handelt sich um ein kleines Kraftfeld, das alle lebenden Wesen durchdringt. Die Chinesen nannten es schon immer CHI=Lebensenergie. Das russische Ehepaar Kirlian entdeckte ein Leuchtfeld in den buntesten Farben, das von lebenden Wesen abgestrahlt wird und nannten diese Energie-Emissionen Auren.

Die Kirlian`s entdeckten auch als erste, dass das „Feld“ von einem verwelkenden Blatt fast keine Erscheinungen mehr zeigt, wenn es ganz vertrocknet ist, ist keine Abstrahlung mehr feststellbar.

Was hat diese Feststellung für eine Aussage in bezug auf die Ernährung von Mensch und Tier, wenn diese nie oder nur selten etwas zu sich nehmen, dass frisch oder roh genug ist, um diese seltsame Energie am Leben zu erhalten?

Dazu noch ein weiteres Beispiel. Fast jeder weiß, dass rohe Nahrung mehr Vitamine und Mineralstoffe enthält als verarbeitete Nahrung.

Das lebende Zeugnis vieler Menschen und Tiere, die bei einer Nahrung aus frischem Gemüse, Obst und Milchprodukte lange gesund blieben, ist heute nicht mehr erklärungsbedürftig.

Aber es gibt hierzu auch ein Experiment mit Versuchsratten: Über einen Zeitraum von 27 Monaten fütterte ein Arzt über 1000 Ratten mit lebendem Futter wie Bohnenkeime, frischen rohen Karotten, Vollmilch zusammen mit Vollweizenbrot und (einmal in der Woche) etwas Fleisch und Knochen.

Weiterhin sorgte er dafür, dass die Ratten gute Luft, Sonnenlicht und saubere Behausungen hatten. Am Ende des Experiments, als alle Ratten ein Alter von ca. 55 Menschenjahren erreicht hatten, sezierte er sie und untersuchte sie auf irgendwelche Anzeichen von Krankheiten. Zu seinem Erstaunen konnte er keine finden!

Später fütterte er eine weitere Gruppe mit einer Kost, die in etwa der armer Leute in England entsprach und noch einer anderen Gruppe die Kost von armen Indern.

Die Ratten, welche die Nahrung armer Inder erhielten, zeigten Erkrankungen an allen Organen, die sie hatten! Die Ratten, die mit der gekochten, gesüßten, vitaminarmen Dosennahrung der Engländer gefüttert wurden, wurden so reizbar, dass sie sich gegenseitig angriffen, wobei die schwächeren Tiere die ersten Opfer waren. Wirklich ein bemerkenswertes Ergebnis!

Wenn Sie nun diese Experimente auf die heutige Situation unserer Haustiere übertragen, die überwiegend mit industriell aufbereitetem Futter ernährt werden, liegend die Nachteile offen zu Tage. Wenn Sie also wollen, dass sich Ihr Hund einer guten Gesundheit erfreut, dürfte es ziemlich naheliegend sein, dass handelsübliches Futter alleine nicht ausreicht.

Wir empfehlen seit vielen Jahren unseren Welpenkäufern, das Hundefutter mit reichlich Frischkost anzureichern und zwar von Anfang an!

Erlaubt ist praktisch alles, was wir für den menschlichen Verzehr auch verwerten. Milchprodukte in jeglicher Form, Gemüse roh und gekocht, vor allem Tomaten sind sehr beliebt und leicht zu verwenden. Obst in Form von Äpfeln, Bananen, Mandarinen, Beeren, alles das bereichert den Speiseplan und beliefert den Hund mit frischen Vitaminen und Vitalstoffen.

Hierzu noch ein weiteres Beispiel: Meine Hunde und ich haben das große Glück, dass wir am Rande von großen Streuobstwiesen leben. Durch den Landschaftsschutz werden diese alten Obstbäume nicht mehr gewerblich genutzt, was die Bäume nicht hindert, die heimischen Obstsorten wie Äpfel, Pflaumen, Kirschen, Birnen wachsen zu lassen.

Alles in bester Bio-Qualität.

Meine Hunde lieben das Obst, das herunterfällt und essen ein halbes Jahr (so lange liegen die letzten Reste auf dem Boden) genüsslich alle Obstsorten. Ich habe ihnen das nicht beigebracht, sondern sie nahmen dieses Obst irgendwann von alleine auf.

Daran sieht man, das wild lebende Hunde sich zum Teil mit Fallobst ernähren und nicht nur von kleinen Beutetieren. Das alles kann man aber nicht in die schönen bunten Tüten packen!

Deshalb wünsche ich Ihrem Vierbeiner einen gefüllten Napf, angereichert mit viel frischer Kost!